“Blutrennen” – Vom Westen hofierte Diktatur knüppelt für Vettel und Co. die Straßen frei! Was sind schon Menschenrechte, wenn 40.000 Dollar des Scheichs winken!! Folter, willkürliche Verhaftungen für pure Meinungsäußerungen! Die den Sport und unsere Länder dominierenden Eliten schützen alles, wenn es ihnen Geld bringt! Das sollten wir nicht länger hinnehmen, es kostet vielen die Freiheit und das Leben! Arabischer Frühling wird nicht gegen Diktaturen unterstützt, die mit dem Westen zusammenarbeiten, sondern nur, wenn er hilft, Regime zu beseitigen, die sich den Wünschen der westlichen Konzerne und ihrer westlichen politischen Vertreter widersetzen, um dann auch dort Regime zu installieren, die den Rohstoffzugriff und die Rendite garantieren!

Proteste gegen die Regierung in Bahrain vor Formel-1-Rennen

21. April 2013, 11:45

Blockierte Straßen und Zusammenstöße mit der Polizei

Manama – Vor dem vierten Rennen der Formel-1-Saison im Golfstaat Bahrain hat es bei Protesten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. Stunden vor dem Start setzten maskierte Jugendliche am frühen Sonntagmorgen auf Straßen nahe der Hauptstadt Manama Autoreifen in Brand. Bahrains Sicherheitschef Tarek al-Hassan versicherte, es werde alles getan, um einen störungsfreien Ablauf des Autorennens zu garantieren.

Die Demonstranten blockierten mit Autoreifen mehrere Straßen in schiitischen Dörfern nahe Manama. Dabei riefen sie Slogans gegen das “Blutrennen” der Formel 1. Die Polizei setzte in der Nacht Tränengas ein, um Protestgruppen aufzulösen. Der Zugang zur Rennstrecke südlich von Manama war von den Protesten aber nicht betroffen. Für den geplanten Beginn des Rennens am Nachmittag rief die radikale Oppositionsbewegung 14. Februar zu weiteren Protesten auf.

Benzinbomben

Bereits am Samstag waren hunderte Menschen dem Aufruf der Bewegung gefolgt, auf dem Perlenplatz in Manama zu demonstrieren. Allerdings wurden sie vor dem Platz von der Polizei mit Tränengas auseinander getrieben. Einige Demonstranten warfen Benzinbomben. Zudem erlitten dem Innenministerium zufolge zwei Asiaten Verletzungen durch Molotowcocktails, die am Samstag auf eine Polizeistreife in Manama geworfen wurden.

Der Perlenplatz war das Zentrum von Protesten im März 2011, die mit Hilfe saudiarabischer Truppen blutig niedergeschlagen wurden. Die schiitische Opposition nutzt das Formel-1-Rennen, um die Aufmerksamkeit auf ihre Proteste zu lenken. Während jugendliche Mitglieder der Bewegung 14. Februar den Sturz des Königs verlangen, fordert die gemäßigte Opposition die Errichtung einer echten parlamentarischen Monarchie, in der das Parlament die Regierung bestimmt.

Sicherheitsvorkehrungen

Sicherheitschef al-Hassan erklärte, das Innenministerium ergreife “alle notwendigen Maßnahmen”, um den normalen Ablauf des Formel-1-Rennens zu sichern und Teilnehmer sowie Zuschauer der Veranstaltung zu schützen. Sicherheitskräfte seien rund um die Rennstrecke und auf den Zufahrtsstraßen im Einsatz.

Kronprinz Salman bin Hamad al-Khalifa, der auch Vize-Ministerpräsident ist, erklärte am Samstag, die Opposition habe das Recht, friedlich zu demonstrieren. Zugleich lehnte er aber “gewalttätige Extremisten” ab. Der Kronprinz versicherte, die Probleme des Landes würden “in einem politischen Prozess” gelöst.

Die Bevölkerung von Bahrain ist mehrheitlich schiitisch, aber das Königreich wird seit Jahrhunderten von einer sunnitischen Dynastie regiert. Seit dem Beginn des Aufstands vor zwei Jahren wurden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen insgesamt mindestens 80 Menschen getötet. Derzeit laufen Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition. Bisher machte die Regierung jedoch keine nennenswerten Zugeständnisse. (APA, 21.4.2013)

http://derstandard.at/1363708669293/Proteste-gegen-die-Regierung-in-Bahrain-vor-Formel-1-Rennen

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