Islamisten in Libyen (von der Nato an die Macht gebombt) feiern Anschlag auf französische Botschaft in Tripolis! In ihrer Gier, die Rohstoffquellen unter ihre Kontrolle zu bringen und Regime zu beseitigen, die nicht alles zu Nutzen der westlichen Konzerne tun, stützen sich die westlichen Eliten auf Islamisten. Sie dachten sie nur als Marionetten einzusetzen! In Afghanistan arbeitete man mit Bin Laden zusammen, holte aus aller Welt Islamisten, trainierte sie militärisch, bewaffnete sie. Dann unterstütze man sie in Libyen gegen Gadhafi, jetzt in Syrien gegen Assad! Aber die Islamisten haben ihre eigenen Ziele. Zum Teil die Ausplünderung ihrer Länder durch die westlichen Konzerne beenden, zum Teil auch weg von der Aufklärung und persönlichen Freiheit hin zu religiösen Diktaturen (das wollen aber auch christliche und jüdische Fundamentalisten, v.a. auch in den USA und Israel).

Anschlag auf Frankreichs Botschaft in Tripolis

ASTRID FREFEL, 23. April 2013, 19:01
  • Großer Schaden an der Botschaft und der umliegenden Umgebung nach dem Anschlag in Libyens Hauptstadt Tripolis.
    foto: apa/epa

    Großer Schaden an der Botschaft und der umliegenden Umgebung nach dem Anschlag in Libyens Hauptstadt Tripolis.


Erste Attacke auf diplomatische Vertretung in Libyens Hauptstadt – Mehrere Verletzte

Tripolis/Kairo – Als Angriff auf die Sicherheit und Stabilität des Landes hat die libysche Regierung den Terroranschlag auf die französische Botschaft gewertet. Sie hat versprochen, alles zu unternehmen, um die Hintergründe aufzuklären. Frankreichs Außenminister Laurant Fabius reiste nach Tripolis, um die Rückführung der beiden Gendarmen zu überwachen, die am Dienstag bei der Explosion einer vermutlich ferngezündeten Autobombe vor der Botschaft im vornehmen Stadtteil Hay Andalous verletzt worden waren.

Die Detonation war so stark, dass nicht nur am Botschaftsgebäude und an umliegenden Häusern großer Schaden entstand, sondern auch Strom-, Wasser- und Telefonleitungen unterbrochen wurden. Im Umkreis von 200 Metern gingen Fensterscheiben zu Bruch. Verletzt wurde auch eine junge Libyerin in der Nachbarschaft.

Im Nach-Gaddafi-Libyen hatte es in den vergangenen Monaten Anschläge gegen diplomatische Einrichtungen in Bengasi gegeben, wo das amerikanische Konsulat überfallen und der US-Botschafter und drei Mitarbeiter getötet wurden, auch ein Konvoi der britischen Botschaft wurde dort angegriffen. Der Anschlag am Dienstag war jedoch das erste Mal, dass in der Hauptstadt Tripolis, wo die Sicherheitslage als besser gilt, eine Attacke verübt wurde. Die Explosion straft die Regierung Lügen, die behauptet, sie hätte die Situation unter Kontrolle.

Bisher hat sich niemand zu dem Attentat bekannt. Die Spekulationen gehen in mehrere Richtungen. Die Tatsache, dass alle gewalttätigen Übergriffe die diplomatischen Missionen von engen Verbündeten der neuen libyschen Führung betrafen, könnte auf Hintermänner deuten, die gegen die Revolution kämpfen, also Anhänger des gestürzten Gaddafi-Regimes. Die Al-Kaida im islamischen Maghreb, kurz Aqmi, hatte nach Frankreichs Intervention in Mali ganz offen mit Vergeltung gedroht. Wie lokale Medien berichteten, haben auch libysche Jihadisten im Internet den Anschlag als Racheakt für Mali mit Lobliedern gefeiert. (Astrid Frefel, DER STANDARD, 24.4.2013)

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