Völkerrechtswidrige US-Kriege bedrohen jetzt auch eigene Bevölkerung – Boston-Anschlag soll durch Kriege in Afghanistan und Irak motiviert gewesen sein: Wenn wir unsere Eliten nicht zwingen, faire Beziehungen zu anderen Völkern herzustellen, wird das uns am Ende alle selbst treffen. Die christliche Nation hätte es schon in der Bibel lesen können: Wer das Schwert benutzt, wird durch das Schwert umkommen! Es wird Zeit die UN-Charta durchzusetzen: Konflikte nicht mehr kriegerisch zu lösen, wie es die westlichen Regierungen immer mehr bevorzugen. Hunderttausenden kostet es das Leben, Länder werden um Jahrzehnte zurückgebombt, Kinder und Jugendliche in den Krieg gestoßen! Und keine UNO, kein Völkerrecht beschützt die Völker vor diesen Angriffen der westlichen Regierungen! Ich befürchte, dass es mehr solche Aktionen wie in Boston geben wird und bitte alle mit für eine Wende einzutreten!

Kriege der USA offenbar Motiv für Boston-Anschlag

24. April 2013, 06:03

US-Medien: Überlebender Attentäter in Verhören kooperativ – Anschlag soll durch Kriege in Afghanistan und Irak motiviert gewesen sein

Washington – Die Kriege der USA in Afghanistan und im Irak sollen ein Motiv für den Terroranschlag von Boston mit drei Toten und über 200 Verletzten gewesen sein. Das habe der jüngere der beiden mutmaßlichen Bombenleger während eines Verhörs gesagt, berichteten US-Medien am Dienstag.

Der schwer verletzte 19-jährige Dschochar Zarnajew habe zudem erklärt, dass er und sein Bruder Tamerlan sich die Informationen zum Bau der Bomben aus dem Internet besorgt hätten. Unterdessen wurden zwei Männer, die einen Anschlag auf den Fernzug Toronto-New York geplant haben sollen, in Kanada dem Haftrichter vorgeführt.

Die beiden 30 und 35-Jährigen, die am Montag in Toronto und Montreal festgenommen worden waren, blieben anschließend in Gewahrsam. Sie sollen nach Medienberichten tunesischer und palästinensischer Herkunft sein. Nach Angaben der Polizei erhielten sie bei der Tatplanung “Anweisungen und Unterstützung” von Mitgliedern des Terrornetzwerks Al-Kaida aus dem Iran. Beide Verdächtigen wiesen die Anschuldigungen zurück.

Befragung im US-Kongress

Bei einer Befragung im US-Kongress fühlten inzwischen Parlamentarier Vertretern der Bundespolizei FBI auf den Zahn. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie das FBI den getöteten mutmaßlichen Attentäter Tamerlan Zarnajew, den es vor zwei Jahren bereits wegen mutmaßlicher islamistischer Überzeugungen im Visier hatte, wieder aus dem Blick verlor.

Senator Saxby Chambliss aus Georgia sagte allerdings nach der Sitzung, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand: “Ich kann nicht sagen, dass das FBI im entscheidenden Moment versagt hat. Ich sehe jetzt noch keinen, der im entscheidenden Moment versagt hat.”

Attentäter kooperativ

Dschochar Zarnajew, der weiter einen Beatmungsschlauch im Rachen trägt, zeige sich in den Gesprächen mit den Ermittlern an seinem Krankenbett in einer Bostoner Klinik kooperativ, hieß es. Weder er noch sein sieben Jahre älterer Bruder Tamerlan, der bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei am vergangenen Freitag ums Leben kam, hätten Kontakt zu ausländischen Terrorgruppen gehabt, soll er gesagt haben. Ein Regierungsbeamter unterstrich jedoch gegenüber dem Sender CNN, dass die Aussagen des Verdächtigen noch überprüft werden müssten.

Wie es weiter hieß, gehen Ermittler auch der Frage nach, inwieweit die Brüder die Informationen zum Bombenbau dem von der Terrorgruppe Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel auf Englisch im Internet veröffentlichte Onlinemagazin “Inspire” entnommen haben könnten. Andere Quellen hätten jedoch drauf hingewiesen, dass solche Bombenbauanleitung unter Verwendung von Schnellkochtöpfen auch von anderen Gruppen ins Netz gestellt worden seien, hieß es.

Todesstrafe droht

Dschochar Zarnajew bezichtigt den Berichten zufolge seinen Bruder Tamerlan, die treibende Kraft hinter den Anschlägen auf den Boston-Marathon gewesen zu sein. Der Ältere habe sich vom Heiligen Krieg motivieren lassen und den Islam retten wollen.

Der 19-Jährige muss sich vor einem Zivilgericht wegen des Gebrauchs von Massenvernichtungswaffen verantworten. Ihm droht die Todesstrafe. Bei der Explosion der beiden Sprengsätze im Zielbereich der traditionsreichen Laufveranstaltung waren am Montag vergangener Woche drei Menschen getötet und über 200 verletzt worden.

Ehefrau von Tamerlan Zarnajew meldet sich zu Wort

Unterdessen brach die Frau des getöteten mutmaßlichen Attentäter ihr Schweigen und sicherte den Ermittlungsbehörden ihre Mithilfe zu. Die 24-Jährige, die 2010 Tamerlan Zarnajew geheiratet hatte und mit ihm eine dreijährige Tochter hat, ließ am Dienstag von ihren Anwälten Amato DeLuca und Miriam Weizenbaum eine Erklärung verlesen.

Sie sei erschüttert, dass ihr Mann und dessen jüngerer Bruder Dschochar in den Anschlag mit drei Todesopfern und mehr als 260 Verletzten verwickelt seien. “Das war ein vollkommener Schock”, sagten die in Providence im US-Staat Rhode Island ansässigen Anwälte. (APA, 24.4.2013)

http://derstandard.at/1363708990116/Kriege-der-USA-offenbar-Motiv-fuer-Boston-Anschlag

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