Handel mit Nieren: Ärzte im Kosovo verurteilt – Die mittlerweile geschlossene Klinik in der Kosovo-Hauptstadt Pristina hatte Menschen aus armen Gebieten Osteuropas und Asiens rekrutiert und ihnen 15.000 Euro für eine Niere versprochen. Das Organ wurde dann für 100.000 Euro weiterverkauft. Die Spender bekamen nichts, sollen aber jetzt entschädigt werden.

Im Prozess wegen illegalen Organhandels im Kosovo sind fünf Ärzte zu Haftstrafen von bis zu acht Jahren und Geldstrafen von bis zu 10.000 Euro verurteilt worden. Nach zwei Männern wird noch gefahndet.

Die höchste Strafe erhielt der Urologe Lutfi Dervishi, er muss acht Jahre hinter Gitter und 10.000 Euro zahlen, sein Sohn Arban Dervishi, ebenfalls Arzt, wurde zu sieben Jahren und drei Monaten und einer Geldstrafe von 2500 Euro verurteilt. Drei weitere Mediziner wurden zu Strafen zwischen einem Jahr auf Bewährung und drei Jahren Haft verurteilt.

Die Anklage lautete auf illegalen Organhandel, Menschenhandel, Amtsmissbrauch, organisierte Kriminalität und illegale Ausübung medizinischer Tätigkeit. Das Gericht in Pristina ist Teil der EU-Polizei- und Justizmission (EULEX).

Die mittlerweile geschlossene Klinik in der Kosovo-Hauptstadt Pristina hatte Menschen aus armen Gebieten Osteuropas und Asiens rekrutiert und ihnen 15.000 Euro für eine Niere versprochen. Das Organ wurde dann für 100.000 Euro weiterverkauft. Die Spender bekamen nichts, sollen aber jetzt entschädigt werden.

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