Merkel erwartet jahrelange hohe Arbeitslosigkeit: Angela Merkel äußerte sich vor Berliner Schülern pessimistisch über die wirtschaftliche Zukunft in der EU. Die Arbeitslosigkeit werde noch jahrelang hoch sein. Europa müsse sich dem Wettbewerb mit China und Indien stellen. Merkel hat recht und unrecht: Die Geldeliten haben Computer und Containerschiffe genutzt, weltweite Produktion zu organisieren und an den Plätzen produzieren zu lassen, an denen es die geringsten Sozial- und Umweltstandards gibt! Sie haben die Staaten gezwungen (sonst investieren wir woanders), Gesetze zu machen, die diesen globalen Wettbewerb möglich machen! Heute überlegen VW und Mercedes und alle anderen, ob sie in China oder Indien oder Europa investieren und wo der meiste Gewinn rausspringt! Das ist die eine Seite, was Frau Merkel nicht sagt, ist dass die Automatisierung vor allem im jetzigen Wirtschaftssystem dazu führt, dass immer weniger Arbeit gebraucht wird! Im jetzigen System aber führt das aufgrund der Macht der Geldeliten und des internationalen Wettbewerbs aber nicht zu Arbeitszeitverkürzung, sondern zum Abbau von Arbeitsplätzen! Eine andere Richtung geht nicht, so lange die Menschen sich nicht zusammenschließen und ihre Interessen gegen die Geldeliten durchsetzen; das geht heute nicht mehr allein in Deutschland oder Europa, weil sozialere Gesetze von den Kapitaleignern mit einer Verlagerung der Produktion zunichte gemacht würden, sondern nur noch weltweit! Wir sehen es gerade in Frankreich: Der neue Präsident setzt soziale Reformen durch, die Kapitaleigner schließen Betriebe und verlagern sie! Zudem, da es keine weltweiten Regeln gibt, verliert das Land an Wettbewerbsfähigkeit! Eine Reformprojekt müssen wir global angehen, zumindest gemeinsam in den großen Industrieländern! Wir müssen dazu lernen als Menschen mit ganz verschiedenen Kulturen, Sprachen, Religionen, Hautfarben zusammenzuwirken, um gemeinsam weltweite Regulationen für sichere Lebensbedingungen (und die Umwelt) durchsetzen zu können. Internet, Migration, Fremdsprachen geben uns aber dazu mehr Möglichkeiten, als es die Arbeitenden je hatten! Nutzen wir sie! Leider ist das vielen noch nicht bewusst, sehen sie im Ausländer nicht den notwendigen Partner, sondern den Konkurrenten!

Merkel erwartet jahrelange hohe Arbeitslosigkeit

  |  Veröffentlicht: 07.05.13, 01:44  |  Aktualisiert: 07.05.13, 02:03  | 63 Kommentare

Angela Merkel äußerte sich vor Berliner Schülern pessimistisch über die wirtschaftliche Zukunft in der EU. Die Arbeitslosigkeit werde noch jahrelang hoch sein. Europa müsse sich dem Wettbewerb mit China und Indien stellen.

Beim Besuch des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums in Berlin-Lichtenberg zeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel ein pessimistisches Bild der Zukunft der EU. Die Schuldenkrise werde noch lange anhalten. Reformen könnten nicht von heute auf morgen wirken. „Daher muss man eher in Jahren messen, bevor die Arbeitslosigkeit wieder gesunken ist und wir ähnliche Wirtschaftsniveaus (wie vor der Krise) haben“, zitiert Reuters die Kanzlerin.

Merkel verteidigte ihre Spar-Anstrengungen: „Wenn man jedes Jahr mehr verbraucht als man einnimmt, ist irgendwas nicht in Ordnung.“ Das Sparen sei alternativlos.Wenn sich Europa weiter Wohlstand und Entwicklung leisten wolle, dann müsse es Schulden reduzieren und wieder wettbewerbsfähig sein. „Wir müssen so gut sein, dass wir insgesamt auf der Welt unsere Dinge verkaufen können“, so Merkel.

Auf der Website der Bundeskanzlerin sieht die Welt allerdings harmonischer aus. Die Arbeitslosigkeit kommt nicht vor. Hier ist vielmehr zu lesen:

Eine lebendige und interessante Debatte entwickelt sich während der Podiumsdiskussion über Europa. Auf die einleitende Frage, ob wir zukünftig mehr oder weniger Europa haben werden, antwortet die Kanzlerin entschieden: „Es wird mehr Europa geben.“ Europa sei ein Projekt, das von einer Gemeinschaft getragen werde.

Und die Kanzlerin fügt hinzu: „Auf lange Sicht geht es uns in Deutschland nur gut, wenn es auch Europa gut geht.“ Deutschland müsse seineWettbewerbsfähigkeit ausbauen, um gegenüber aufstrebenden Nationen wieIndien und China konkurrenzfähig bleiben zu können.

Zahlreiche Themen kommen in der Diskussion zur Sprache, zum Beispiel die Eurokrise, Einwanderung und Asylpolitik sowie Klimafragen.

Der Besuch der Kanzlerin in der Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums in Berlin-Lichtenberg war Teil eines Programms, das Merkel im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft 2007 eingeführt hatte.

Zur Schuldenkrise äußerte sich Merkel nicht im Detail – möglicherweise auch aus Rücksicht auf den Namensgeber der Schule, Johann Gottfried Herder:

Der schrieb – einige Zeit vor Ben Bernanke und Mario Draghi – den Schülern ins Stammbuch („Vom Fortschreiten einer Schule mit dem Zeitalter“, 1798):

Rechnen muß ein Knabe lernen, damit er sein Leben berechne, denn die gesamte Vernunft, zumal die Führung menschlicher Dinge, heißt Rechnen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/07/merkel-erwartet-noch-jahrelange-hohe-arbeitslosigkeit/

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: