Heftiger Widerstand gegen Schließung des griechischen Fernsehsenders! Seine Schließung löste einen Sturm der Proteste aus, der möglicherweise die Regierung Samaras zu Fall bringt und Neuwahlen auslöst. Auch vor der griechischen Botschaft in Brüssel gab es Proteste gegen die Schließung des Staatssenders in Athen. Ähnlich wie in Athen wurden Vorwürfe gegen die europäischen Institutionen laut, so, als sei es nicht ein Beschluss der griechischen Regierung gewesen. “Es ist wie die Kolonisierung durch eine fremde Macht!”

Im Streit um die Abwicklung der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalt Griechenlands ERT, hat Ministerpräsident Antonis Samaras einen Kompromiss vorgeschlagen. Samaras besteht nach wie vor auf der Schaffung eines neuen, deutlich schlankeren Senders. Er ist aber bereit, in der Zwischenzeit ein Notprogramm der ERT zuzulassen, das von einer kleinen Zahl Mitarbeiter gestaltet wird. Der Kompromissvorschlag wurde vom Koalitionspartner PASOK als unzureichend zurückgewiesen. Am Montag soll es zu einem Koalitionsgipfel kommen.

Auch die streikenden ERT-Mitarbeiter sind nicht einverstanden: “Was die Regierung macht ist unverantwortlich. Nirgendwo in der Welt hat man so etwas gemacht. Die Arbeiter werden das verhindern. Der neue Sender wird nicht eröffnet werden”, sagt ERT-Producer Kostas Karpouzos.

Nur 1200 der bislang 2700 Mitarbeiter sollen bei dem neuen Sender einen Arbeitsplatz erhalten. Mancher hält den Sparkurs nur für einen Vorwand: “Ich glaube die Regierung hat Angst vor der Reaktion der Menschen und der Arbeiter. Sie versuchen die ERT zu privatisieren. Sie haben es auf die Frequenzen abgesehen. Sie wollen diese dem Privatsendern geben, die der Regierung nahestehen”, meint Wirtschaftswissenschaftler Stavros Papayannis.

 

Obwohl die drei eingestellten Fernsehprogramme der ERT zusammen nur auf einen Marktanteil von 13 Prozent kamen, ist der Sender in Bevölkerung beliebt. Seine Schließung löste einen Sturm der Proteste aus, der möglicherweise die Regierung Samaras zu Fall bringt und Neuwahlen auslöst.

http://de.euronews.com/2013/06/15/streit-um-ert-sendeschluae-bedroht-griechische-regierung/

http://de.euronews.com/2013/06/15/streit-um-ert-sendeschluae-bedroht-griechische-regierung/

Auch vor der griechischen Botschaft in Brüssel gab es Proteste gegen die Schließung des Staatssenders in Athen. Ähnlich wie in Athen wurden Vorwürfe gegen die europäischen Institutionen laut, so, als sei es nicht ein Beschluss der griechischen Regierung gewesen. “Es ist wie die Kolonisierung durch eine fremde Macht”, sagt ein junger Mann, und ein anderer meint: “Wir wollen das Europaparlament und die EU-Kommission dazu ermahnen, den öffentlich-rechtlichen Sender in Griechenland zu retten.” Ein Sprecher der Kommission erinnerte derweil in Brüssel daran, dass die Entscheidung der griechischen Behörden vor dem Hintergrund dessen gesehen werden sollte, dass die griechische Wirtschaft erneuert werden müsse. Dazu gehöre Effizienz im öffentlichen Dienst. Vangelis Demiris, Brüssel-Korrespondent des griechischen Staatssenders, zeigte sich von der Reaktion der EU-Kommission enttäuscht. Er habe erwartet, dass die Schließung verurteilt werde: “Dass die Kommission damit nichts zu tun habe, stimmt nicht. Sowohl die Kommission als auch die Troika fordern Entlassungen, Griechenland hat den Drohungen Folge geleistet. 2656 Menschen wurden heute auf die Straße gesetzt. Es bleibt abzuwarten, ob wir in den kommenden Wochen ähnliche Überraschungen erleben werden.”

http://de.euronews.com/2013/06/12/proteste-in-bruessel-gegen-schliessung-des-athener-staatssenders/

 

 

Im Streit um die Abwicklung der öffentlich rechtlichen

 

 

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