Auch der britische Geheimdienst liest mit: Die Zeitung schreibt, dass laut internen Dokumenten der GCHQ mehr Internetdaten sammelt als US-Geheimdienste.

Eingang des GCHQ-Hauptquartiers in Cheltenham

“Guardian” berichtet über “Tempora”-Programm

Auch der britische Geheimdienst liest mit

Die britische Zeitung “Guardian” hat nach eigenen Angaben eine massive Internetüberwachung durch den britischen Geheimdienst GCHQ (Government Communications Headquarters) aufgedeckt. Die Enthüllungen über das Spionageprorgamm “Tempora” gehen auf die Dokumente zurück, die Edward Snowden der Zeitung übergeben hatte.

Die Zeitung schreibt, dass laut internen Dokumenten der GCHQ mehr Internetdaten sammelt als US-Geheimdienste. Erst vor wenigen Tagen war das US-Ausspähprogramm “Prism” durch Enthüllungen von Snowden öffentlich geworden und hatte für weltweite Empörung gesorgt. Dem “Guardian” sagte Snowden, die Überwachung durch den GCHQ übersteige das Ausmaß von “Prism”.

 

Britischer Geheimdienst durchleuchtet ebenfalls das Internet
tagesschau24 12:00 Uhr, 22.06.2013, Frank Kempe, DW

Download der Videodatei

 

 

Ein Programm namens “Tempora”

Das Spionageprogramm “Tempora” ist laut “Guardian” seit eineinhalb Jahren in Betrieb. Der GCHQ habe es geschafft zur Beschaffung der Informationen zahlreiche Internetknotenpunkte anzuzapfen. Für die Überwachung und Analyse von über 200 Glasfaserverbindungen und die darüber laufenden Daten setze der GCHQ 500 Mitarbeiter ein. 95 Prozent des internationalen Online-Datenverkehrs läuft über das Glasfasernetz.

 

 

“Tempora” speichert Telefongespräche, E-Mails und Facebookeinträge für 30 Tage. Der GCHQ habe die technischen Möglichkeiten, theoretisch einen gewaltigen Anteil der täglichen Kommunikation der Welt zu überprüfen, schreibt die Zeitung. Wieviel Daten die Briten aus dem Internet kopieren und abspeichern, sei unklar.

Hauptquartier des GCHQ in Cheltenham

galerieDas Hauptquartier des GCHQ in Cheltenham.

 

GCHQ: “Aktivitäten genehmigt, notwendig und verhältnismäßig”

Der GCHQ wies in einer per E-Mail versandten Erklärung darauf hin, dass alle seine Aktionen nach Recht und Gesetz erfolgten. “Unsere Arbeit wird in Übereinstimmung mit einem strengen rechtlichen und politischen Rahmen ausgeführt, der sicherstellt, dass unsere Aktivitäten genehmigt, notwendig und verhältnismäßig sind”, teilte der Geheimdienst mit.

Standbild von Edward Snowden aus einem Video-Interview mit dem "Guardian"

galerieStandbild von Edward Snowden aus einem Video-Interview mit dem “Guardian”

Snowden hatte erst kürzlich umfassende undweltweite Spähaktionen des US-Geheimdienstes NSA enthüllt und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der frühere CIA-Techniker informierte die “Washington Post” und “The Guardian” als erste über das Ausspähprogramm.

Zudem hatte Snowden via “Guardian” über großangelegte Abhöraktionen britischer Spione gegen ausländische Diplomatenberichtet.

http://www.tagesschau.de/ausland/gchq-internetueberwachung102.html

 

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: