Fukushima verseucht seit zwei Jahren das Meer! Japanische Atombehörde alarmiert: Radioaktives Wasser aus dem AKW Fukushima gelangt in den Pazifischen Ozean. Betreiber Tepco hatte dies bislang immer bestritten. Im Umfeld des Reaktors in Fukushima wurden erhöhte Werte der radioaktiven Stoffe Cäsium, Tritium und Strontium gemessen. Die „New York Times“ berichtet, dass radioaktiv verseuchtes Wasser möglicherweise schon seit zwei Jahren ins Meer auslaufe. Insbesondere radioaktives Cäsium und Strontium gelten als Stoffe, die das Krebsrisiko bei Menschen steigerten. Tepco soll nun so schnell wie möglich, dass Leck finden und mögliche Gefahren für die Umwelt und andere Risiken abschätzen. Hoffnung: Japan will vor Fukushima weltweit größten Offshore-Windpark schaffen!

„So schnell darum kümmern, wie möglich“Fukushima verseucht seit zwei Jahren das Meer

Atomkatastrophe, Fukushima, Japan, Radioaktivität, Reaktorunglück, Tokio

dpaEin beschädigter Reaktor im Atomkraftwerk Fukushima. Im Umfeld der Ruine wurden erhöhte Konzentrationen radioaktiver Stoffe im Grundwasser gemessen.
Zwei Jahre nach dem Reaktorunglück wird der Verdacht laut, dass Lecks radioaktiver Substanzen dort nie geschlossen wurden. Im Umfeld des Reaktors wurden erhöhte Strahlenwerte gemessen. Der Leiter der japanischen Atombehörde gab nun ein Geständnis ab.
Im Umfeld des Reaktors in Fukushima wurdenerhöhte Werte der radioaktiven Stoffe Cäsium, Tritium und Strontiumgemessen. Die „New York Times“ berichtet, dass radioaktiv verseuchtes Wasser möglicherweise schon seit zwei Jahren ins Meer auslaufe. Insbesondere radioaktives Cäsium und Strontium gelten als Stoffe, die das Krebsrisiko bei Menschen steigerten.

Verleugnen eines möglichen Lecks

Shinichi Tanaka, Leiter der japanischen Atombehörde, hat dem Bericht der „New York Times“ zufolge gestanden, dass weder seine Angestellten, noch die Betreiber des Kraftwerks wüssten, wo radioaktive Substanzen aus dem Kraftwerk ins Meer austreten, noch wie dies aufgehalten werden könne.

Bisher hätten die Betreiber ein Leck verleugnet, schreibt die „New York Times“. Tepco hatte bis jetzt abgestritten, dass radioaktives Wasser ins Meer fließe, obwohl unabhängige Studien auf Gegenteiliges hingedeutet hatten. Die Strahlungswerte im nahe gelegenen Meer sprachen eine andere Sprache. In den vergangenen Tagen ging Tepco dann schließlich dazu über, zu behaupten, dass sie nicht sicher seien, ob es ein Leck gäbe aus dem Substanzen ins Meer flössen.

Probleme bei den Aufräumarbeiten

Tanakas Anmerkungen beziehen sich auf Probleme, die im Zuge der Aufräumarbeiten in Fukushima entstanden seien. Insbesondere Grundwasser, das in die Keller der beschädigten Reaktoren eingedrungen sei, sorge für Schwierigkeiten. Zwar habe man das Wasser abgepumpt und in separaten Behältnissen gelagert, doch sei der Wasserzufluss nicht zu stoppen gewesen.

Tepco, der Betreiber des Kraftwerks, hatte versucht das verschmutzte Grundwasser vom Meer fernzuhalten. Die Firma bemüht sich, eine Wand, die auf dem Kraftwerksgelände unter Wasser entlang der Küstenlinie verlaufe, zu verstärken. Die „New York Times“ berichtet, Tanaka bezweifle aber die Wirksamkeit dieses Unterfangens: „Wir wissen wirklich nicht ob das funktionieren wird. Natürlich hoffen wir, alle Lecks zu schließen aber in dieser Situation können wir eigentlich nur hoffen, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Falls sie bessere Ideen haben, teilen sie sie uns bitte mit.“

„So schnell darum kümmern, wie möglich“

Shinichi Tanaka merkte in dem Bericht an, dass „wir uns so schnell darum kümmern müssen, wie möglich.“ Allerdings fügte er hinzu: „In Anbetracht des Zustands des Kraftwerks ist es schwierig, heute oder morgen eine Lösung für das Problem zu finden.“ Das werde viele nicht zufriedenstellen, allerdings sei das die Realität nach einem Unfall wie dem in Fukushima, mit der man sich auseinandersetzen müsse. Das Atomkraftwerk in Fukushima war 2011 von einem Erdbeben und Tsunami stark beschädigt worden.

Radioaktives Caesium: Belastung massiv angestiegen
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Es soll einmal der größte Offshore-Windpark der Welt werden: In Japan hat die erste schwimmende Windturbine der Anlage nun ihren Platz erreicht – im Meer vor Fukushima. Die Anlage soll bis zum Jahr 2020 ein Gigawatt Strom erzeugen. Mit schwimmenden Windparks will Japan künftig besser auf Erdbeben, Taifune und Tsunamis vorbereitet sein.

Das AKW in Fukushima war vor zwei Jahren nach einem Erdbeben von einem Tsunami überflutet worden. Keisuke Murakami, der Chef für neue und erneuerbare Energien im Wirtschaftsministerium, sagte: “Das ist ein Symbol dafür, dass sich Fukushima wieder langsam erholt. Außerdem ist dieser Windpark unser wichtigster Schritt auf dem Weg hin zu mehr erneuerbaren Energien.”

Die japanische Atombehörde teilte unterdessen mit, dass offenbar radioaktives Wasser aus dem AKWFukushima in den Pazifischen Ozean gelangt. Der Betreiber Tepco hatte dies bislang immer bestritten. Tepco soll nun so schnell wie möglich, dass Leck finden und mögliche Gefahren für die Umwelt und andere Risiken abschätzen.

http://de.euronews.com/2013/07/12/japan-weltgroesster-offshore-windpark-entsteht/

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