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Afrikanische Emanzipation

Obama beendet Afrikareise

Besuch im afrikanischen Randgebiebt

Dossier: Die USA unter Obama Heute, 06:00
Präsident Obama beschliesst seine erste ausgedehnte Reise in mehrere schwarzafrikanische Länder.
Präsident Obama beschliesst seine erste ausgedehnte Reise in mehrere schwarzafrikanische Länder. (Bild: Keystone / AP)
Präsident Obama hat in Tansania seine einwöchige Reise in drei afrikanische Staaten beendet. Die Beziehungen Washingtons zum Schwarzen Kontinent sind in vieler Hinsicht nüchtern, aber das macht sie nicht schlechter.
Markus M. Haefliger, Nairobi

Die amerikanische Präsidentenfamilie hat am Dienstag ihre einwöchige Afrikareise beendet und von der tansanischen Wirtschaftsmetropole Dar es Salaam aus an Bord der «Air Force One» den Heimflug angetreten. Am Vormittag hatte ein aussergewöhnliches Treffen Obamas mit seinem Vorgänger George W. Bush den Höhepunkt des letzten Reisetages gebildet. Bush und Obama legten am Mahnmal für die Opfer des Terroranschlags gegen die amerikanische Botschaft in Dar es Salaam im Jahr 1998 gemeinsam einen Kranz nieder.

Ein Amerikaner in Afrika

Obama, der Senegal, Südafrika und Tansania besuchte, machte Schwarzafrika – abgesehen von einem Blitzbesuch in Ghana während seiner ersten Amtszeit – zum ersten Mal als Staatschef die Aufwartung. Entsprechend aufmerksam wurden seine Äusserungen auf dem Kontinent verfolgt. In Senegal verteidigte er die Menschenrechte von Homosexuellen, ohne die traditionellen Ansichten seiner Gastgeber zu verletzen. In Kapstadt geisselte er Korruption und politische Gewalt in Afrika und versprach die Unterstützung Washingtons bei der Elektrifizierung des Kontinents; Hilfsgelder und staatlich garantierte Darlehen von insgesamt 7 Milliarden Dollar über fünf Jahre sollen zusätzliche private Investitionen mobilisieren und die Engpässe in dem wichtigen Infrastruktursektor spürbar verringern.

Unter afrikanischen Kommentatoren herrscht die Genugtuung vor, dass Obama Afrika «endlich» wahrgenommen habe. Die gleichen Stimmen hatten dem amerikanischen Präsidenten zuvor allzu häufig vorgeworfen, die vor fünf Jahren in ihn gesetzten Erwartungen nicht zu erfüllen. Die Enttäuschung über Obama, der seine afrikanischen Wurzeln vergessen habe, entwickelte sich zum Mantra von Politikern und Intellektuellen. Kaum jemand fragte danach, ob möglicherweise nicht Obamas Taten ungenügend, sondern die Erwartungen übertrieben gewesen seien.

In dem Zusammenhang wird häufig der Vergleich mit China bemüht. Aber Amerika muss sich diesbezüglich nicht verstecken. Zwar betrug 2012 das Handelsvolumen Afrikas mit China mit 170 Milliarden Dollar das Doppelte desjenigen mit Amerika. Aber bei den Auslandinvestitionen hat Amerika nach wie vor die Nase vorn, vor allem, wenn man den Kapitalbestand berücksichtigt: Mit über 30 Milliarden Dollar besitzen amerikanische Investoren in Afrika produktive Anlagen vom doppelten Wert ihrer chinesischen Kollegen.

Das Volk tickt anders

Der oft geäusserte Verdacht, Amerika verschlafe den Aufschwung Afrikas, der sich mit wachsenden Märkten, aufstrebenden Mittelschichten und selbstbewussteren Regierungen bemerkbar macht, ist unbegründet. In den vergangenen Jahren traten amerikanische Konzerne wie Walmart, General Electric, Bechtel und General Motors neu in Afrika auf oder bauten ihre Präsenz aus. Der Handel mit Amerika wächst und beschränkt sich nicht mehr fast ausschliesslich auf Energieträger. Amerika strengt sich als reifer Handelspartner nur nicht so an wie der Newcomer China. Laut der Londoner «Financial Times» beschäftigt Peking auf dem Kontinent 150, Amerika nur 6 Handelsattachés. Ähnlich aggressiv wie China bauen aber auch andere aufstrebende Länder wie Indien, Brasilien und die Türkei ihr Afrika-Geschäft aus. Beim Vergleich mit China geht die Unterscheidung zwischen politischen Eliten und dem Rest der Bevölkerung häufig vergessen. Afrikanische Regierungen verstehen sich mit Peking prächtig. Dies liegt zunächst in der verwandten Wahrnehmung wirtschaftlicher, sozialer und politischer Probleme bei der Modernisierung sich rasch wandelnder Gesellschaften. Negativ betrachtet, äussert sie sich in der Gleichgültigkeit Pekings gegenüber Menschenrechtsverletzungen, Korruption und undemokratischen Regierungsformen in Afrika.

Aber bei einer zunehmend aufgeklärten afrikanischen Jugend bleibt Amerika weitaus populärer als China. Immer mehr Afrikaner besuchen Schulen und Universitäten in Amerika (auch solche in China, aber zahlenmässig auf viel tieferem Niveau). Von den offiziell ausgewiesenen 20 Milliarden Dollar, die afrikanische Migranten jährlich an Rimessen aus dem Ausland in die Heimat überweisen, stammen 28 Prozent aus Amerika. Nur aus der EU werden mehr Gelder (41 Prozent) überwiesen; China figuriert in den einschlägigen Statistiken der Weltbank nicht einmal.

Die Militärkooperation mit Amerika – nicht mit China – nimmt zu. Der 2007 dafür geschaffene United States Africa Command hatte zunächst viel Misstrauen geweckt, weil das neue Regionalkommando allerlei artfremde Hilfen anbot, wie Strassen- und Brückenbauer in Uniform. Mittlerweile haben sich die wenigen amerikanischen Militärangehörigen in Afrika auf ihre Kernkompetenzen besonnen, was ihre Glaubwürdigkeit erhöhte. Sie bilden Truppen bei der Terrorismusbekämpfung in der Sahelzone und am Horn von Afrika aus und betätigen sich mit Stützpunkten in Niger und Äthiopien direkt an der Aufklärung mittels Drohnen. Dafür herrscht in Afrika breite Zustimmung. Selbst in Senegal, einem muslimischen Land, sehen laut einer Umfrage des amerikanischen Pew Research Center 81 Prozent der Bevölkerung das amerikanische Engagement auf dem Kontinent als positiv an.

Rationale Einschätzung

Afrikanische Hoffnungen auf amerikanische Zuneigung nähren sich aus einem Minderwertigkeitskomplex. Das Wachstum afrikanischer Volkswirtschaften im letzten Jahrzehnt konnte den Anteil des Kontinents am globalen Handel vorerst nur von rund 2 auf knapp über 3 Prozent anheben. In anderen Bereichen, etwa der Forschung, liegt Schwarzafrika noch viel weiter zurück. Es gibt für eine nicht propagandistisch ausgerichtete Aussenpolitik wie die amerikanische schlicht keinen Grund, Afrika wichtiger zu nehmen, als es ist.

http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/besuch-im-afrikanischen-randgebiebt-1.18109738

Afrikas fragiler Boom

KRISENFREY, 30. Juni 2013, 09:33

Barack Obama sieht auf seiner Reise viel wirtschaftliche Hoffnung, aber noch keine nachhaltige Wende

Jahrzehntelang war Schwarzafrika ein Synonym für Armut, Hunger, und Hoffnungslosigkeit, verursacht durch Tyrannei, Korruption, Misswirtschaft und Ausbeutung.

Doch auf seiner jetzigen Afrika-Reise erlebt US-Präsident Barack Obama etwas ganz anderes: Zahlreiche Staaten südlich der Sahara sind heute stabiler und demokratischer im Vergleich zu früher (und auch im Vergleich zu den wohlhabenderen arabischen Staaten) und weisen für das vergangene Jahrzehnt ein starkes Wirtschaftswachstum und Prokopfeinkommen auf.

Nicht nur Wirtschaftszahlen, auch die sozialen Indikatoren von Kindersterblichkeit bis Alphabetisierung haben sich deutlich gebessert. Afrika ist immer noch arm, aber nicht mehr hoffnungslos.

Aber wie nachhaltig ist dieser Aufschwung? Hat Afrika tatsächlich die Chance, der Falle der ständigen Unterentwicklung zu entkommen, in die es bereits kurz nach der Entkolonialisierung in den 1960er Jahren gerutscht ist? Oder erleben wir hier nur einen vorübergehenden Boom, dem bald wieder der nächste Rückschlag folgen wird?

Der britische Economist war in einem Afrika-Spezial im März zwar äußerst optimistisch, fügte aber zahlreiche Caveats hinzu. Die Gründe für den Afrikaboom sind vielfältig, und deuten in verschiedene Richtungen:

Da ist erst einmal der Anstieg der Preise für Rohstoffe, von denen Afrika besonders viele hat – und auch immer wieder neue findet. Doch dieser Trend wird nicht ewig anhalten und zeigt schon jetzt Ermüdungserscheinungen. Wenn afrikanische Staaten vom Rohstoffexporten völlig abhängig bleiben, dann schaut es für die Zukunft weniger gut aus.

Aber auch die Politik und das Wirtschaftsmanagement hat sich deutlich gebessert. Manche Staaten – etwa Ghana oder Zambia – sind an der Kippe zu einer echten Demokratie, andere werden zwar autoritär geführt, aber zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht vernünftig regiert – etwa Ruanda oder Äthiopien.

Wie liberale Entwicklungsexperten (anders als ihre marxistischen Kritiker) seit Jahrzehnten sagen, können solche graduellen Reformen das Leben von Millionen von Menschen entscheidend verbessern. Doch die müssen über eine Generation oder noch länger fortgesetzt werden, um sicheren Wohlstand zu schaffen.

Afrika hat einen weiteren Vorteil: Es ist so arm, dass selbst kleine Verbesserungen große Unterschiede machen. Die erste Phase des Wachstums erweist sich oft als relativ einfach. Wenn einem Staaten in eine mittlere Entwicklungsstufe vorgedrungen sind, dann wird der Sprung nach oben viel schwerer. „Middle Income Trap“ wird diese Phänomen genannt, unter dem auch das derzeit von Obama besuchte Südafrika leidet. Dort stagniert die Wirtschaft seit Jahren.

Das gilt auch für die Infrastruktur, die in Afrika schlechter ist alles sonst wo in der Welt. Die Investitionen in Straßen beginnen sich langsam bezahlt zu machen, und vor allem der Mobilfunk hat zu einer kostengünstigen Kommunikationsrevolution geführt und die Produktivität selbst in abgelegenen Ortschaften deutlich erhöht. Es gibt kaum noch echte weiße Flecken auf dem schwarzen Kontinent.

Die fehlende staatliche Organisation in vielen afrikanischen Ländern ist ein riesiger Schwachpunkt, aber manchmal auch ein Vorteil. Es gibt weniger Interessensgruppen, die unternehmerische Tätigkeit verhindern können, etwa starke (aber nur wenige Gruppen umfassende) Gewerkschaften oder Industrieverbände. Wer in Afrika eine gute Idee und etwas Kapital hat, kann dort in kurzer Zeit viel aufbauen.

All das erklärt, warum es Afrika zuletzt so viel besser geht, und gibt Hoffnung für die kommenden Jahre. Aber immer noch bleibt die Politik die große Achillesferse in so vielen Staaten. Stammesdenken, ethnische Konflikte, die Macht- und Habgier von Politikern, die Ämter als Selbstbedienungsladen sehen – all das kann die Fortschritte der letzten Jahre wieder rasch zunichtemachen.

Kein afrikanisches Land hat bisher wirklich bewiesen, dass es dem „Ressourcenfluch“ entkommen kann, der Länder mit Erdöl oder anderen wertvollen Rohstoffen zu massiver Korruption und Machtmissbrauch verdammt. Auch das relativ gut regierte Ghana kämpft angesichts jüngster Erdölfunde mit diesen Problemen.

Und das Bevölkerungswachstum verbunden mit Klimaveränderungen, die die Landwirtschaft gefährden, kann ganze Regionen aus einem gerade erst erreichten Miniwohlstand  zurück in die bittere Armut werfen.

Dass es Afrika heute besser geht als in den letzten vierzig Jahren, zeigt, dass gerade in der globalisierten Weltwirtschaft kein Erdteil ohne Chancen ist. Aber damit Afrika nicht nur ein Kontinent der Hoffnung, sondern des Erfolges wird, muss in den kommenden Jahrzehnten noch sehr viel gut gehen. (Eric Frey, derStandard.at, 30.6.2013)

http://derstandard.at/1371171051870/Afrikas-fragiler-Boom

Staatsbesuch in Senegal

Obama fordert Gleichheit für Homosexuelle in Afrika

Auslandnachrichten Heute, 12:05

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Präsident Barack Obama und sein senegalesischer Amtskollege Macky Sall an einer Pressekonferenz in Dakar.
Präsident Barack Obama und sein senegalesischer Amtskollege Macky Sall an einer Pressekonferenz in Dakar. (Bild: Keystone/EPA)

(ap/afp) ⋅ Der amerikanische Präsident Barack Obama hat am Donnerstag anlässlich einer Pressekonferenz in der senegalesischen Hauptstadt Dakar Gleichheit für Homosexuelle in Afrika gefordert. «Menschen sollten durch die Gesetze ungeachtet ihrer Religion, ihres Geschlechts und ihrer sexuellen Orientierung gleich behandelt werden», forderte Obama.

Der senegalesische Präsident Macky Sall entgegnete, Senegal sei ein sehr tolerantes Land. Die senegalesische Gesellschaft sei jedoch noch nicht dazu bereit, Homosexualität zu entkriminalisieren. «Das bedeutet aber nicht, dass wir alle homophob sind», fügte Sall hinzu.

Die Organisation Amnesty International hatte in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht eine Zunahme der Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Afrika beklagt und dabei den Regierungen eine Mitschuld gegeben. In 38 Ländern südlich der Sahara gilt Homosexualität als Straftat.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/obama-fordert-gleichheit-fuer-homosexuelle-in-afrika-1.18107427

http://www.amnesty.org/en/news/rising-levels-homophobia-sub-saharan-africa-are-dangerous-and-must-be-tackled-2013-06-24

25 June 2013

Rising levels of homophobia in sub-Saharan Africa are dangerous and must be tackled

Tim is a young Cameroonian man who has been frequently beaten in his neighborhood and evicted from his home, because of his sexual orientation and gender identity.Tim is a young Cameroonian man who has been frequently beaten in his neighborhood and evicted from his home, because of his sexual orientation and gender identity.

© Amnesty International

These attacks – sometimes deadly – must be stopped. No one should be beaten or killed because of who they are attracted to or intimately involved with

Widney Brown, Senior Director of International Law and Policy at Amnesty International
Tue, 25/06/2013

Homophobic attacks and harassment across sub-Saharan Africa are becoming more visible, indicating that homophobia is reaching dangerous levels, Amnesty International said today as it launched a comprehensive report documenting the discrimination faced by lesbian, gay, bisexual, transsexual and intersex (LGBTI) people on the continent.

Making Love a Crime: Criminalization of same-sex conduct in sub-Saharan Africa looks at how “homosexual acts” are being increasingly criminalized across Africa as a number of governments seek to impose draconian penalties or broaden the scope of existing laws, including by introducing the death penalty.

“These attacks – sometimes deadly – must be stopped. No one should be beaten or killed because of who they are attracted to or intimately involved with,” said Widney Brown, Amnesty International’s director of Law and Policy.

“In too many cases these attacks on individuals and groups are being fuelled by key politicians and religious leaders who should be using their position to fight discrimination and promote equality.”

Homosexuality, often characterized as “unnatural carnal acts” or “acts against the order of nature”, is currently a crime in 38 countries in sub-Saharan Africa.

In the last five years South Sudan and Burundi have introduced new laws criminalising same-sex sexual conduct. Uganda, Liberia and Nigeria all currently have Bills seeking to increase existing penalties pending before Parliament.

The report reviews the current state of legal provisions across the continent and how these laws adversely affect LGBTI Africans. Individuals interviewed by Amnesty International spoke of their daily struggle to survive discrimination and threats. The report contains specific cases from Uganda, Kenya, South Africa and Cameroon.

In Cameroon, people are regularly arrested after being denounced to the authorities as being gay or lesbian – based on their appearance or conjecture, rather than evidence. Some individuals accused of same sex conduct have been imprisoned for three years without trial or charge.

Former detainees from Cameroon told Amnesty International about being beaten while in custody and subjected to invasive procedures such as forced anal exams.

Even in countries where criminalization laws are not enforced, their existence provides opportunities for abuse, including blackmail and extortion, by police and members of the public.

In Kenya, individuals told Amnesty International that sometimes the police threaten to arrest them under provisions in the penal code related to same-sex relations in order to elicit a bribe. Extortionists also use the existence of these laws to demand money or goods in exchange for not revealing real or even made-up private details to the media, community or police.

“The very existence of laws criminalizing same-sex relations – whether they are enforced or not – sends a toxic message that lesbian, gay, bisexual and transgender people are criminals and have no rights,” said Widney Brown.

“These poisonous laws must be repealed and the human rights of all Africans upheld.”

Political and religious opposition to LGBTI rights is becoming more visible – and vocal. In some African countries political leaders target sexual orientation issues to distract attention from their overall human rights records, often marked by rampant discrimination and violence against women, corruption and lack of media freedoms.

Uganda’s much publicized Anti-Homosexuality Bill still hangs over the LGBTI community. It has been re-introduced to Parliament several times since 2009, frequently coinciding with periods of widespread unrest about rising fuel and food prices. The Bill seeks to impose the death penalty for ‘aggravated’ homosexuality and would criminalize anyone in the country who does not report violations of the Bill’s wide-ranging provisions.

National and religious leaders in Africa often frame “homosexual acts” as a western import, alien to African culture. However, most of the laws criminalizing same sex activity in Africa are a direct legacy of colonialism and it is the religious right in Western countries like the US who actively fund and promote homophobia in Africa.

In many instances, media reports also stir up and inflame hostility towards people not conforming to heterosexual norms, often putting individuals at risk. A photograph of LGBTI activist David Kato was printed on the front page of Rolling Stone magazine in Uganda in 2010 next to a headline reading “Hang them”. Just a month later, he was killed in his home.

In South Africa, Amnesty International has documented a persistently high number of rapes and murders against the LGBTI community even though same sex conduct is not criminalized and the country boasts one of the most progressive constitutions in the world, including promoting the rights of LGBTI individuals.

Between June and November 2012 at least seven people, five of them lesbians, were murdered in what appears to be targeted violence related to their sexual orientation or gender identity.

“It is time that African states stopped demonizing individuals because of their sexual orientation and gender identity. Human rights are about the dignity and equality of all people,” said Widney Brown.

“As the chorus for recognition grows stronger and stronger, African states have to stop denying that homophobia is a human rights issue and recognize that LGBTI rights are an integral part of the human rights struggle. It is their responsibility to protect, not persecute.”

Gleichgeschlechtliche Ehe

Homosexuelle als Sündenböcke

Kommentare Samstag, 11. Mai

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David Signer

Man könnte den Eindruck gewinnen, in einigen Ländern gebe es momentan kein wichtigeres Thema als die Homosexualität. In Frankreich gingen wochenlang Hunderttausende auf die Strasse, um gegen die gleichgeschlechtliche Ehe zu protestieren, die am Ende trotzdem für rechtens erklärt wurde. In den USA hat Präsident Obama dem Basketballer Jason Collins unter viel Medienaufmerksamkeit zu seinem Comingout gratuliert, und mit Rhode Island legalisierte soeben der zehnte amerikanische Gliedstaat die Schwulenehe. Auch in Neuseeland können Schwule und Lesben nun, wie in bereits zwölf anderen Ländern, heiraten. In Deutschland wird das Bundesverfassungsgericht demnächst über die steuerliche Behandlung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen urteilen, was heftige Debatten auslöst. Die Schweiz erlaubt wohl demnächst die Adoption auch homosexuellen Paaren, zumindest die sogenannte Stiefkindadoption. In Russland hingegen soll «homosexuelle Propaganda» unter Strafe gestellt werden; Homosexuellen droht eine «Zwangsheilung». Auch in weiten Teilen Afrikas ist Homosexualität verboten. In Uganda fordern Parlamentarier sogar die Todesstrafe, in Sambia wurde diese Woche ein schwules Paar verhaftet, dem 14 Jahre Gefängnis drohen. Der Diktator Mugabe aus Simbabwe vergleicht Schwule mit Schweinen, bezeichnet sie als Staatsfeinde und als Waffe weisser Kolonialherren, um Afrika weiter zu kontrollieren.

Lackmustest der Liberalität

Was soll der Aufruhr? Bei den Homosexuellen, die heiraten und Kinder adoptieren wollen, handelt es sich um eine Minderheit in der Minderheit in der Minderheit, deren Zahl in keinem Verhältnis zum Wirbel steht, den sie verursacht. Kommt hinzu, dass die Politik der gesellschaftlichen Entwicklung hinterherhinkt. In praktisch allen westlichen Ländern befürwortet die Mehrheit der Bevölkerung die gleichgeschlechtliche Ehe, mit rasant steigender Tendenz. Handelt es sich bei den leidenschaftlichen Kontroversen also lediglich um Hysterie beziehungsweise um Stellvertreterkriege, mit denen sich Politiker auf Kosten der Homosexuellen profilieren wollen, indem sie diese zu Sündenböcken für alle möglichen gesellschaftlichen Veränderungen machen?

Bei kaum einem andern Thema sind Privates und Politisches so verschweisst wie bei der Frage der gleichgeschlechtlichen Ehe. Hier geht es um das Persönlichste und Intimste: Liebe, Sexualität, Paarbeziehung und Geschlechtsidentität. Das lässt niemanden kalt. Wer – als Heterosexueller – sieht, wie zwei Frauen oder Männer sich innig küssen, wird auch als toleranter Mensch auf eine direkte körperlich-emotionale Art mit eigenen Vorstellungen von «Normalität» konfrontiert. Die Frage der Homosexualität ist der Lackmustest par excellence, bei dem sich Aufgeklärtheit, Modernität und Liberalität sowohl eines Individuums wie einer Gesellschaft zeigen.

Offensichtlich neigen viele Menschen dazu, an der Frage der Homosexualität auch gleich noch gefühlte Phänomene wie den Zerfall der Familie, der Sitten oder des Abendlands überhaupt festzumachen. So gingen in den letzten Wochen unzählige Franzosen mit dem Slogan «Mama, Papa, Kind» auf die Strasse. Die Sorge um die traditionelle Familie ist verständlich, bloss hat ihr Zerfall nichts mit den Schwulen zu tun. Die Scheidungsraten sind hoch, viele Kinder wachsen bei einer alleinerziehenden Mutter auf, durch Verhütungsmittel und Reproduktionstechnologien sind Sex und Fortpflanzung längst entkoppelt – all das unabhängig von der Legalität der gleichgeschlechtlichen Ehe. Zudem ist die «normale» Kleinfamilie – Mama, Papa, Kind – menschheitsgeschichtlich gesehen vermutlich eher ein Sonderfall. Und auch mit noch so viel Repression wird kein Homosexueller zum Heterosexuellen.

Schwule und Lesben sind auch kein «dekadentes» oder «unnatürliches» Phänomen, das erst dank der Freizügigkeit der Moderne entstanden wäre. Homosexualität kam vermutlich immer und überall vor, bekanntlich schon bei den alten Griechen und bis heute auch bei sogenannten Naturvölkern. Es ist auffällig, wie flexibel gerade traditionelle Gesellschaften mit der Biologie umgehen. So war es für viele nordamerikanische Indianer selbstverständlich, dass die gefühlte Geschlechtsidentität nicht immer mit dem Körper in eins fällt. Für solche komplizierteren Fälle reservierten sie ein drittes Geschlecht, Berdache oder Two Spirit genannt. Diese Grenzgänger galten oft als besonders gute Heiler. Bei den Manus und andern Völkern in Papua-Neuguinea ist Bisexualität praktisch die Norm. Bei den Nandi in Kenya war die Heirat zwischen Frauen institutionalisiert. Im heute islamistisch-puritanisch geprägten Nordnigeria gab es unter den Haussa den Yan Dauda genannten Status des homosexuellen Transvestiten, und ausgerechnet im heute so schwulenfeindlichen Simbabwe malten die Ureinwohner, die San, vor mehr als tausend Jahren mit Vorliebe homoerotische Akte an die Felswände.

Diese Beispiele sind mehr als nur Kuriosa. Sie zeigen, dass auch Gesellschaften, die wir als «ursprünglich» betrachten, genau wie unsere heutzutage mit vielfältigen «Abweichungen» konfrontiert waren, die sie in ihre Kultur integrieren mussten. Der im Allgemeinen erzkonservativ eingestellte Ethnologe Claude Lévi-Strauss stellte einmal fest, es sei auffällig, dass traditionelle Gesellschaften bei einem Konflikt zwischen Natur und Gesellschaft – also beispielsweise bei biologischer contra soziale Elternschaft oder bei unklarer Geschlechtszugehörigkeit – in der Regel dem Sozialen den Vorrang gäben. Er ermahnte die Moralisten, nicht mit «Natürlichkeit» zu argumentieren, und erinnerte daran, dass selbst Praktiken, die uns skandalös erschienen, wie die künstliche Befruchtung bei homosexuellen Paaren, ihr Äquivalent in «primitiven» Gesellschaften hätten, die gemeinhin versuchten, das kulturelle System auf flexible Weise so zu erweitern, dass auch Andersartige integriert statt ausgeschlossen wurden.

Abgrenzung gegen westliche «Dekadenz»

Heute haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Im Westen, der lange von einer rigiden christlichen Sexualmoral geprägt war, erfreuen sich Schwule und Lesben einer hier nie zuvor gekannten Freiheit. Umgekehrt müssen Homosexuelle in vielen aussereuropäischen Ländern, die traditionellerweise tolerant eingestellt waren, um ihr Leben fürchten. Oft hängen diese beiden Entwicklungen sogar zusammen, indem afrikanische, südamerikanische, arabische oder asiatische Länder ihre repressive Sexualpolitik als Kampf gegen die importierte «westliche Dekadenz» legitimieren. Umgekehrt tummeln sich beispielsweise amerikanische evangelikale Prediger gerne in Ländern wie Uganda, Belize oder der Moldau, wo ihre homophobe Hetze auf mehr Resonanz stösst als zu Hause.

Am Thema der gleichgeschlechtlichen Liebe entzündet sich im Moment eine Art globaler Kulturkampf, der kaum mit den Homosexuellen selbst zu tun hat. Sie sind die Sündenböcke, an denen man ein diffuses Unbehagen ob der sich rasch wandelnden Gesellschaft abreagiert. Wer gegen Homosexuelle hetzt, ist meist auch in andern Lebensbereichen engstirnig, rechthaberisch und intolerant.

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/homosexuelle-als-suendenboecke-1.18079429

Nachholbedarf: Barack Obama reist nach Afrika

Analyse | Teresa Eder, 25. Juni 2013, 16:06

Der US-Präsident hat die Beziehungen zu Afrika bisher vernachlässigt – Am Mittwoch startet er seine erste große Afrika-Reise

Obama und Afrika – das hätte eine innige Beziehung werden können. Doch der erste US-Präsident mit familiären Wurzeln in Afrika hat sich dazu bisher nicht hinreißen lassen. Die Bilanz der US-afrikanischen Beziehungen seit Amtsantritt ist mager, sehr mager. 2009 verschlug es Obama für nicht einmal 24 Stunden nach Ghana. Seitdem hat der Präsident, dessen Vater gebürtiger Kenianer ist, keinen Fuß mehr auf den Kontinent gesetzt. Und auch sonst hält er sich mit Engagement zurück.

Familie Obama 2009 bei einer Abschiedszeremonie vor dem Abflug aus Ghana. Foto: Reuters/Young

Die Distanz zu seinen familiären Wurzeln in Afrika, die Obama möglicherweise aus innenpolitischem Kalkül ganz bewusst setzt, kann jedoch nicht über geopolitische Veränderungen hinwegtäuschen. Die USA verlieren in den letzten Jahren immer mehr an Terrain in Afrika. Mit China gibt es einen starken Konkurrenten, der laufend Delegationen in afrikanische Staaten schickt, die Beziehungen stärkt und Wirtschaftsdeals aushandelt. Das gesamte Handelsvolumen zwischen Afrika und China liegt derzeit bei circa 200 Milliarden Dollar und ist damit doppelt so groß wie das zwischen Afrika und den USA. Nicht umsonst hat den neuen chinesische Staatspräsident Xi Jinping seine erste Auslandsreise deshalb gleich nach Südafrika, Tansania und die Republik Kongo geführt.

Abschottung

Die erste siebentägige Afrika-Reise des US-Präsidenten mit Stationen im Senegal, in Tansania und Südafrika, ist deshalb von wichtiger strategischer Bedeutung. Sie wird entscheiden, ob die Hoffnung der Afrikaner auf eine stärkere Zusammenarbeit mit den USA endgültig passé ist oder nicht. Die aufwendige und kostspielige Planung und Durchführung von Obamas Aufenthalts lassen jedoch schon davor Zweifel aufkommen, ob es dem Präsidenten überhaupt möglich sein wird, ein realistisches Bild von Armut einerseits und der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahren andererseits zu erhalten.

Teurer Aufenthalt mit Secret Service

Bis zu 100 Millionen Dollar könnte der Besuch der “First Family” den US-Steuerzahler kosten, so genau will man sich im Weißen Haus noch nicht dazu äußern. Für die Gewährleistung der Sicherheit des Präsidenten wird die gesamte Entourage des Secret Service mitgebracht. Eigene Frachtflugzeuge sollen 56 Fahrzeuge, darunter 14 Limousinen und drei Lastwägen mit schusssicherem Glas nach Afrika transportieren. Für eine Safari-Tour der Familie Obama und den Fall, dass es ein Löwe auf den Präsidenten abgesehen hätte, wären extra Scharfschützen engagiert worden. Dieser Programmpunkt wurde dann aber doch zugunsten eines Besuchs von Robben Island, jener Gefängnisinsel, auf der Nelson Mandela in Haft war, gestrichen. Ein ursprünglich geplantes Treffen zwischen Obama und Mandela scheint äußerst unwahrscheinlich. Der 94-jährige Nationalheld befindet sich in lebensbedrohlichem Zustand in einem Krankenhaus in Pretoria.

hier klicken zu den US-Militärstützpunkten in Afrika:
View US-Militärpräsenz in Afrika in a larger map

Um kein erhöhtes Risiko eingehen zu müssen, hat es Obama auch vermieden dorthin zu reisen, wo die USA derzeit Militär stationiert haben. In Krisengebiete wie Mali, Libyen oder Somalia, oder zur US-Militärbasis in Dschibuti. Zwar kommen die USA immer mehr davon ab, selbst bei Konflikten in afrikanischen Staaten zu intervenieren. Mit der Finanzierung und Ausbildung der jeweiligen lokalen afrikanischen Truppen stellt sich jedoch für die USA immer häufiger die Frage, welche menschenrechtlichen Standards angelegt werden müssen. Bericht der UNO oder von Human Rights Watch listen regelmäßig Fälle von Misshandlung, Vergewaltigung und Folter auf, die von lokalen Soldaten an der zivilen Bevölkerung verübt wurden. Genau diese Soldaten werden aber teilweise – wie etwa in Kenia oder dem Kongo – von US-Spezialkräften ausgebildet und unterstützt.

Abhörskandal im Gepäck

Eine klare Strategie scheint der US-Präsident für die Beziehungen zu Afrika nicht zu haben. Anstatt konkreter politischer Direktiven gibt es von ihm bisher nur Papiere, wie zuletzt im Juni 2012 eine schriftliche US-Strategie für das subsaharische Afrika, und vereinzelte Programme, wie die Global Health Initiative oder die Global Climate Change Initiative, die ihren Fokus aber nicht ausschließlich auf afrikanischen Staaten haben. Der große strategische Wurf, eine zündende Idee oder eine denkwürdige Rede blieben in punkto Afrika bisher aus. Mit dem Abhörskandal im Handgepäck wird ein solcher turning point für Obama schwierig werden, auch wenn der Empfang der Bevölkerung wohl von vergleichsweise großer Begeisterung getragen sein wird.

Die Stimmen, die Kritik an (fehlenden) Politik und Engagement in Afrika üben, mehren sich aber auch hier. In Südafrika kündigten einige Gewerkschaften Demonstrationen vor der US-Botschaft an, für die Schließung von Guantanamo soll ebenfalls protestiert werden. Nur mit Appellen an Demokratie und Menschenrechte wird der in den USA unter Druck geratene Präsident nicht mehr viel verändern.

Obama besuchte 2009 ein Krankenhaus in Ghanas Hauptstadt Accra. Foto: AP/Ghanbari

Übrigens: Kenia, das Geburtsland von Barack Obamas Vater, steht nicht auf der Reiseroute. 2010 kündigte Obama in einem kenianischen Fernseh-Interview an, dass es für eine Visite während seiner Amtszeit sicher noch Gelegenheit geben werde. Doch derzeit stehen ihm die politischen Gegebenheiten in Kenia im Weg. Der neue kenianische Präsident Uhuru Kenyatta ist vom internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag angeklagt, weil er bei Unruhen nach der Wahl 2007 an Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt gewesen sein soll. (ted, derStandard.at, 25.6.2013)

http://derstandard.at/1371170466519/Nachholbedarf-Barack-Obama-reist-nach-Afrika

 

http://de.euronews.com/2013/06/15/milizionaere-toeten-echs-soldaten-in-bengasi/

In der libyschen Hafenstadt Bengasi haben regierungsfreundliche Milizionäre sechs Soldaten getötet. Spezialkräfte der Armee hatten nach eigenen Angaben einen Angriff von Milizionären auf ihren Stützpukt abgewehrt. Dabei war es zu heftigen Gefechten gekommen. Der Übergangschef der libyschen Armee warnte vor einem Blutbad, falls die Unruhen nicht aufhörten. Seit Monaten bemüht sich die libysche Führung, bewaffnete Gruppen, die gegen den früheren Machthaber Muammar al Gaddafi kämpften, in den Griff zu bekommen. Erst vor einer Woche waren bei schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und bewaffneten Milizen in Bengasi mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Libyens Militär forderte die Milizionäre daraufhin auf, ihr Hauptquartier umgehend an die Streitkräfte zu übergeben.

http://de.euronews.com/2013/06/14/radikale-gerwerkschaftler-besetzen-platinbergwerk/

Mehr als 2000 Kumpel haben ein südafrikanisches Platinbergwerk besetzt. Die Männer fuhren am Morgen in den Schacht der Platinmine Thembelani bei Rustenburg ein, weigerten sich unter Tage aber, die Arbeit aufzunehmen. Der Protest der Bergarbeiter richtet sich gegen die Entlassung von vier Vertrauensmännern der Gewerkschaft AMCU. Nach Angaben des Eigners der Mine, des Bergbaukonzern Anglo American, hinderten einige Kumpel die Belegschaft am Verlassen des Schachtes.

Der südafrikanische Vizepräsident Kgalema Motlanthe forderte eine Beendigung des Konfliktes in den Platingruben. Südafrikas Attraktivität für Investitionen im Bergbau dürfe nicht gefährdet werden. Seit Monaten liefert sich die radikale AMCU eine erbitterte Auseinandersetzung mit der traditionellen, dem ANC-nahestehenden Bergarbeitergewerkschaft NUM.

http://de.euronews.com/2013/06/15/new-york-forum-africa-in-gabun-eroeffnet/

In Libreville, der Haupstadt des zentralafrikanischen Staates Gabun hat am Freitag das ehrgeizige New York Forum begonnen. An dem Wirtschaftsgipfel afrikanischer Staaten nehmen mehr als 700 Delegierte teil, darunter auch sieben afrikanische Staatschefs. Der Gründer und Vorsitzende des Forums Ivor Ichkowitz ist zufrieden:
“Seit Jahren spricht man vom bevorstehenden Aufstieg Afrikas. Tatsächlich nehmen die Afrikaner ihre Zukunft jetzt selbst in die Hand, und so findet der Aufschwung jetzt wirklich statt. Die Tatsache, dass die ganze Welt jetzt nach Afrika strömt ist ein Beweis dafür.” Das von Richard Atthias gegründete New York Forum Africa ist auf dem Kontinent das größte jährliche Treffen von Politikern, Experten und Wirtschaftsvertretern, die sich für eine führende Rolle des Kontinents in der Welt stark machen. Henri-Claude Oyma, der Chef der BGFI-Bank erklärt: “Afrika hat eine junge Bevölkererung und, was besonders wichtig ist, bedeutende Bodenschätze. Auf dieser Basis ist der Aufstieg Afrikas nicht eine Wahl sondern eine Notwendigkeit. Denn die Jugend Afrikas und die Afrikaner müssen in Afrika leben und Afrika mit ihren eigenen Mitteln aufbauen.” Es ist das zweite Mal dass der Gipfel in Afrika stattfindet – zeitgleich mit dem Treffen der Staatschefs der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft in Libreville.
Euronews-Korrespondent François Chgnac: “Während ganz Europa unter der Krise leidet, stehen die Zeichen in Afrika gut. Die wirtschaftliche Entwicklung von Afrika ist längst kein Mythos mehr, sondern Realität. Und so sind viele hierher gekommen um auf der Welle des Aufschwungs mitzureiten.”