Archive

Dokumente der Emanzipation

Bruch mit den herrschenden Traditionen weltweit: Die Revolution im Denken in der  Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Im Angesicht der über 60 Millionen Toten im Zweiten Weltkrieg, den Massentötungen von Juden, Homosexuellen, Sinti und Roma und Kriegsgefangenen zur Erlangung der Weltherrschaft einer „Rasse“ wollten die Staaten unbedingt eine Wiederholung dieser Schrecken verhindern! Sie hatten erlebt, wie Fehlentwicklungen in einem Land oder wenigen Ländern die ganze Welt mit in diesen Schrecken ziehen konnten.  Und sie hatten deshalb beschlossen künftig weltweit zusammenzuarbeiten, um die Lehren gemeinsam umzusetzen.

Krieg und Gewalt und Diktatur kann man nicht allein in einem Land überwinden! Dafür muss die Menschheit insgesamt zusammenarbeiten! Sie muss sich als eine Menschheit begreifen und gemeinsam allen Menschen gleiche Recht sichern, das Recht auf Leben, persönliche Rechte, politische Rechte, soziale Rechte! Diese Lehre zogen die Menschen, die im Auftrag der  neugebildeten Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte erarbeiteten. Die Staaten verabschiedeten sie 1948. Sie ist Zielsetzung der Vereinten Nationen und offiziell auch all ihre Mitglieder. Und sie galt nicht nur für die Menschen in den Industrieländern, sondern auch für die Menschen in den damals noch kolonial besetzten Ländern.

Sie ist ein starker Bruch mit den Traditionen, die zur Weltwirtschaftkrise, den Diktaturen und zum Weltkrieg geführt haben:

Die Menschen verstanden sich zuerst als Mitglieder eines Staates, einer Ethnie, einer Religion, nicht als Mitglieder der Einen Menschlichen Familie! Zu dieser Gemeinschaft gehören Frauen und Männer gleichberechtigt, die Menschen aller Hautfarben, Religionen und Weltanschauungen, ob in armen oder reichen Ländern! Niemand darf wegen einer der Eigenschaften von den anderen aus der menschlichen Familie ausgeschlossen werden! All das war in den meisten Traditionen anders.

Der Mensch war zuerst da, um den Staat oder die Gemeinschaft stark zu machen, nicht der Staat und die Staaten dafür da, menschenwürdiges Leben für alle Menschen zu sichern!
Staaten kontrollierten das Leben der Bürger, nicht Bürger kontrollieren die Staaten, um sicherzustellen, dass sie ihre Rechte im Sinne der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte einhalten. Die Bürger haben sogar die Pflicht, sich einzumischen, um menschenwürdiges Leben für alle sicherzustellen! Und die im Staat Macht haben, können sie nur haben durch ihre Wahl durch die Bürger!

Bis in die 20er Jahre hatten Staaten das Recht, Krieg gegen andere Staaten zu führen und damit das Recht auf Leben zu vernichten, in anderen Staaten und ihrer eigenen Staatsbürger, jetzt galt uneingeschränkt das Recht auf Leben!
Menschenrechte im jeweiligen Staat waren  Sache des jeweiligen Staates, nicht die Sache aller Staaten zusammen! Jetzt wurden sie gemeinsame Aufgabe der Staatengemeinschaft, die dafür eine soziale und internationale Ordnung zu errichten haben!
Menschenrechte wurden vielfach nur als Rechte auf freie Meinungsäußerung oder Wahlen gesehen, nicht auch als Rechte auf Arbeit, Wohnung, Teilhabe Aller an der wirtschaftlichen Entwicklung, wie in der Menschenrechtserklärung! Die Wirtschaft hatte bis dahin die Gesellschaft dominiert, mit freien Märkten, die zu einer krassen Auseinanderentwicklung von Armut und Reichtum geführt hatten und dann zur Weltwirtschaftskrise, die die soziale Sicherheit und die  Existenz von vielen Millionen Menschen vernichtete! Diese soziale Katastrophe für viele Menschen, war einer der Gründe für den Aufstieg der Kräfte, die dann barbarische Diktaturen und den Weltkrieg organisiert haben. Die Wirtschaft wird deshalb mit der Menschenrechtserklärung den Staaten unterstellt, die sie so zu gestalten haben, dass alle weltweit ihre sozialen Menschenrechte bekommen, auch als Grundlage für Freiheit und Frieden!

Diese Erklärung wurde von den Staaten akzeptiert! Aber bisher kaum umgesetzt! Die herrschenden Schichten, die ihre Macht durch Diktaturen sichern, die Verfügung über die Wirtschaft, gegen schwächere Staaten mit Militärgewalt, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, haben zu wenig Interesse daran, durch die Einhaltung der Menschenrechte ihr Macht beschneiden zu lassen! Die Weltkriegsgefahr scheint fern! Und die beherrschten Schichten sind noch zu wenig aktiv, gebildet, vereint und entschlossen, diese ihre Rechte durchzusetzen! Sie aber waren und sind die Hauptopfer von Wirtschaftskrise, Krieg und Gewalt!

Wir halten diese Schlüsse aus den Erfahrungen des vergangen Jahrhunderts, die in der Menschenrechtserklärung gezogen wurden für richtig! Wir wollen, dass sie jetzt umgesetzt werden, nachdem die bisherigen Machthaber, das nur sehr eingeschränkt getan haben!

Wir halten das zuerst für unsere Aufgabe als mündige Bürger! Wir, die wir für diese Rechte eintreten,  sollten uns auf Bürgerebene weltweit vernetzen und sehen, wie wir in Gesellschaft und Politik eine Strömung aufbauen, die den Geist der Allgemeinen Erklärung der Menschenrecht vertritt und für ihre vollständige Umsetzung wirbt und letztlich auch Gesetze und Regierungshandeln in ihrem Sinne durchsetzt.

Die meisten Menschen aber leben noch nicht als Weltfamilie, wissen wenig von Menschen anderer Länder, Kulturen, Religionen, haben wenig mit ihnen zu tun. So lange das so bleibt sehen wir keine Chance, dass die Menschen auch eine Politik vertreten und durchsetzen wollen, die allen weltweit gleiche Rechte sichert.

Herstellung von persönlichen Verbindungen zwischen allen Menschen aller Völker, gemeinsames Lernen aus der Geschichte, gemeinsames Lernen, wie man Gesellschaft, Wirtschaft, Staat und internationale Beziehungen nach den Normen der Menschenrechtserklärung gestalten kann,   was man von den verschiedenen Kulturen lernen kann: wir schlagen allen vor, sich dazu global zu vernetzen, damit wir uns gemeinsam emanzipieren können von sozialer Unsicherheit und Perspektivlosigkeit, Armut, Hunger, Gewalt und Krieg und Diktaturen.

Vernetzen zur Emanzipation (VZE)
Wolfgang Lieberknecht (Initiative Black&White)

http://de.wikisource.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte

[deutsche Übersetzung] [englisches Original]
Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Universal Declaration of Human Rights

Präambel

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

Preamble

Whereas recognition of the inherent dignity and of the equal and inalienable rights of all members of the human family is the foundation of freedom, justice and peace in the world,
da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,
Whereas disregard and contempt for human rights have resulted in barbarous acts which have outraged the conscience of mankind, and the advent of a world in which human beings shall enjoy freedom of speech and belief and freedom from fear and want has been proclaimed as the highest aspiration of the common people,
da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,
Whereas it is essential, if man is not to be compelled to have recourse, as a last resort, to rebellion against tyranny and oppression, that human rights should be protected by the rule of law,
da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,
Whereas it is essential to promote the development of friendly relations between nations,
da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,
Whereas the peoples of the United Nations have in the Charter reaffirmed their faith in fundamental human rights, in the dignity and worth of the human person and in the equal rights of men and women and have determined to promote social progress and better standards of life in larger freedom,
da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,
Whereas Member States have pledged themselves to achieve, in cooperation with the United Nations, the promotion of universal respect for and observance of human rights and fundamental freedoms,
da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,
Whereas a common understanding of these rights and freedoms is of the greatest importance for the full realization of this pledge,
verkündet die Generalversammlung
Now, therefore,
The General Assembly,
diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.
Proclaims this Universal Declaration of Human Rights as a common standard of achievement for all peoples and all nations, to the end that every individual and every organ of society, keeping this Declaration constantly in mind, shall strive by teaching and education to promote respect for these rights and freedoms and by progressive measures, national and international, to secure their universal and effective recognition and observance, both among the peoples of Member States themselves and among the peoples of territories under their jurisdiction.

Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

Article 1

All human beings are born free and equal in dignity and rights. They are endowed with reason and conscience and should act towards one another in a spirit of brotherhood.

Artikel 2

Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Article 2

Everyone is entitled to all the rights and freedoms set forth in this Declaration, without distinction of any kind, such as race, colour, sex, language, religion, political or other opinion, national or social origin, property, birth or other status.
Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebiets, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.
Furthermore, no distinction shall be made on the basis of the political, jurisdictional or international status of the country or territory to which a person belongs, whether it be independent, trust, non-self-governing or under any other limitation of sovereignty.

Artikel 3

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Article 3

Everyone has the right to life, liberty and security of person.

Artikel 4

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen ihren Formen verboten.

Article 4

No one shall be held in slavery or servitude; slavery and the slave trade shall be prohibited in all their forms.

Artikel 5

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Article 5

No one shall be subjected to torture or to cruel, inhuman or degrading treatment or punishment.

Artikel 6

Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden

Article 6

Everyone has the right to recognition everywhere as a person before the law.

Artikel 7

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Article 7

All are equal before the law and are entitled without any discrimination to equal protection of the law. All are entitled to equal protection against any discrimination in violation of this Declaration and against any incitement to such discrimination.

Artikel 8

Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden.

Article 8

Everyone has the right to an effective remedy by the competent national tribunals for acts violating the fundamental rights granted him by the constitution or by law.

Artikel 9

Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Article 9

No one shall be subjected to arbitrary arrest, detention or exile.

Artikel 10

Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.

Article 10

Everyone is entitled in full equality to a fair and public hearing by an independent and impartial tribunal, in the determination of his rights and obligations and of any criminal charge against him.

Artikel 11

  1. Jeder, der wegen einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.
  2. Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

Article 11

  1. Everyone charged with a penal offence has the right to be presumed innocent until proved guilty according to law in a public trial at which he has had all the guarantees necessary for his defence.
  2. No one shall be held guilty of any penal offence on account of any act or omission which did not constitute a penal offence, under national or international law, at the time when it was committed. Nor shall a heavier penalty be imposed than the one that was applicable at the time the penal offence was committed.

Artikel 12

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

Article 12

No one shall be subjected to arbitrary interference with his privacy, family, home or correspondence, nor to attacks upon his honour and reputation. Everyone has the right to the protection of the law against such interference or attacks.

Artikel 13

  1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.
  2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Article 13

  1. Everyone has the right to freedom of movement and residence within the borders of each State.
  2. Everyone has the right to leave any country, including his own, and to return to his country.

Artikel 14

  1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.
  2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen.

Article 14

  1. Everyone has the right to seek and to enjoy in other countries asylum from persecution.
  2. This right may not be invoked in the case of prosecutions genuinely arising from non-political crimes or from acts contrary to the purposes and principles of the United Nations.

Artikel 15

  1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.
  2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.

Article 15

  1. Everyone has the right to a nationality.
  2. No one shall be arbitrarily deprived of his nationality nor denied the right to change his nationality.

Artikel 16

  1. Heiratsfähige Frauen und Männer haben ohne Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.
  2. Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.
  3. Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.

Article 16

  1. Men and women of full age, without any limitation due to race, nationality or religion, have the right to marry and to found a family. They are entitled to equal rights as to marriage, during marriage and at its dissolution.
  2. Marriage shall be entered into only with the free and full consent of the intending spouses.
  3. The family is the natural and fundamental group unit of society and is entitled to protection by society and the State.

Artikel 17

  1. Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben.
  2. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.

Article 17

  1. Everyone has the right to own property alone as well as in association with others.
  2. No one shall be arbitrarily deprived of his property.

Artikel 18

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Article 18

Everyone has the right to freedom of thought, conscience and religion; this right includes freedom to change his religion or belief, and freedom, either alone or in community with others and in public or private, to manifest his religion or belief in teaching, practice, worship and observance.

Artikel 19

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Article 19

Everyone has the right to freedom of opinion and expression; this right includes freedom to hold opinions without interference and to seek, receive and impart information and ideas through any media and regardless of frontiers.

Artikel 20

  1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.
  2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

Article 20

  1. Everyone has the right to freedom of peaceful assembly and association.
  2. No one may be compelled to belong to an association.

Artikel 21

  1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.
  2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.
  3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder in einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

Article 21

  1. Everyone has the right to take part in the government of his country, directly or through freely chosen representatives.
  2. Everyone has the right to equal access to public service in his country.
  3. The will of the people shall be the basis of the authority of government; this will shall be expressed in periodic and genuine elections which shall be by universal and equal suffrage and shall be held by secret vote or by equivalent free voting procedures.

Artikel 22

Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

Article 22

Everyone, as a member of society, has the right to social security and is entitled to realization, through national effort and international co-operation and in accordance with the organization and resources of each State, of the economic, social and cultural rights indispensable for his dignity and the free development of his personality.

Artikel 23

  1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
  2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
  3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
  4. Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Article 23

  1. Everyone has the right to work, to free choice of employment, to just and favourable conditions of work and to protection against unemployment.
  2. Everyone, without any discrimination, has the right to equal pay for equal work.
  3. Everyone who works has the right to just and favourable remuneration ensuring for himself and his family an existence worthy of human dignity, and supplemented, if necessary, by other means of social protection.
  4. Everyone has the right to form and to join trade unions for the protection of his interests.

Artikel 24

Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.

Article 24

Everyone has the right to rest and leisure, including reasonable limitation of working hours and periodic holidays with pay.

Artikel 25

  1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen gewährleistet sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.
  2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

Article 25

  1. Everyone has the right to a standard of living adequate for the health and well-being of himself and of his family, including food, clothing, housing and medical care and necessary social services, and the right to security in the event of unemployment, sickness, disability, widowhood, old age or other lack of livelihood in circumstances beyond his control.
  2. Motherhood and childhood are entitled to special care and assistance. All children, whether born in or out of wedlock, shall enjoy the same social protection.

Artikel 26

  1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.
  2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.
  3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Article 26

  1. Everyone has the right to education. Education shall be free, at least in the elementary and fundamental stages. Elementary education shall be compulsory. Technical and professional education shall be made generally available and higher education shall be equally accessible to all on the basis of merit.
  2. Education shall be directed to the full development of the human personality and to the strengthening of respect for human rights and fundamental freedoms. It shall promote understanding, tolerance and friendship among all nations, racial or religious groups, and shall further the activities of the United Nations for the maintenance of peace.
  3. Parents have a prior right to choose the kind of education that shall be given to their children.

Artikel 27

  1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.
  2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.

Article 27

  1. Everyone has the right freely to participate in the cultural life of the community, to enjoy the arts and to share in scientific advancement and its benefits.
  2. Everyone has the right to the protection of the moral and material interests resulting from any scientific, literary or artistic production of which he is the author.

Artikel 28

Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

Article 28

Everyone is entitled to a social and international order in which the rights and freedoms set forth in this Declaration can be fully realized.

Artikel 29

  1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.
  2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.
  3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Article 29

  1. Everyone has duties to the community in which alone the free and full development of his personality is possible.
  2. In the exercise of his rights and freedoms, everyone shall be subject only to such limitations as are determined by law solely for the purpose of securing due recognition and respect for the rights and freedoms of others and of meeting the just requirements of morality, public order and the general welfare in a democratic society.
  3. These rights and freedoms may in no case be exercised contrary to the purposes and principles of the United Nations.

Artikel 30

Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.

Article 30

Nothing in this Declaration may be interpreted as implying for any State, group or person any right to engage in any activity or to perform any act aimed at the destruction of any of the rights and freedoms set forth herein.

Weblink

English: Stamp from Deutsche Post AG from 1998...

English: Stamp from Deutsche Post AG from 1998, 50th anniversary of the Universal Declaration of Human Rights Deutsch: Briefmarke der Deutschen Post AG aus dem Jahre 1998, 50. Jahrestag Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Photo credit: Wikipedia)

Leben, Frieden, Freiheit und soziale Sicherheit von jedem von uns können wir nur uns selbst in einer gemeinsamen Weltordnung gleichberechtigter Bürgerinnen und Bürger schaffen!

Diese Lehre zog die Welt vor 65 Jahren und verabschiedete die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte! Die darin enthaltenen Rechte für alle aber sind gegen viele Interessen von herrschenden  Eliten gerichtet, die in der Wirtschaftsentwicklung vor allem  die Vermehrung ihres Reichtums sehen. Die Sicherung menschenwürdigen Lebens für alle weltweit etwa, des Rechts auf Arbeit, soziale Sicherheit, gleichberechtigte Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung (wie in der Menschenrechtserklärung verabschiedet) setzt die Kontrolle der Wirtschaft für eine soziale Entwicklung durch die globalen Verfassungsorgane voraus! Die Herrschenden waren bisher stark genug, die Umsetzung der Menschenrechtserklärung zu verhindern. Und die von den Eliten Beherrschten sind bis heute noch nicht so stark, die Umsetzung der Menschenrechtserklärung durch ihren demokratischen und internationalen Zusammenschluss durchzusetzen? Sie tragen für dieses Versagen der Weltgemeinschaft schon heute die Kosten: Wir stecken in einer Weltwirtschaftskrise, so schlimm wie nach 1929 mit katastrophalen Folgen für immer mehr Menschen weltweit! Diktatur und Krieg sollten durch den Aufbau der gemeinsamen Ordnung verhindert werden! Es gibt inzwischen mehr Kriege, als jemals zuvor nach 1945!  Und fremdenfeindliche und rechtsradikale Strömungen, die die Demokratien beseitigen wollen werden weltweit stärker! Selbst eine große globale Konfrontation wird immer wahrscheinlicher.

Deshalb: Über 60 Jahre nach dem Beschluss dieser sozialen und Internationalen Ordnung durch die Staaten,  wird es Zeit, dass wir Bürgerinnen und Bürger sie  aufbauen! Sonst droht der gleiche Weg, der mit dem Beschluss der Menschenrechtserklärung für immer ausgeschlossen werden sollte: Eine von der Geldelite durchgesetzte nach kapitalistischen Werten arbeitende Wirtschaft führt zu immer mehr Ungleichheit zwischen Arm und Reich; dies führt die Wirtschaft in eine Krise, denn das verfügbare Kapital findet keine Anlage mehr, da die Menschen die Produkte nicht mehr kaufen können, die sie in den hochproduktiven, vielfach automatisierten Fabriken,  herstellen! Die Menschen werden arbeitslos, hoffnungslos, weil sie zu viele Waren und zu viel Kapital produzieren! In alten Traditionen verwurzelte Vorurteile gegen  Fremde, gegen Minderheiten, andere Religionen, andere Staaten führen dazu, dass Viele nicht im Wirtschafts- und politischem System die Ursache für ihren persönlichen sozialen Niedergang sehen, sondern in den Anderen! Diese Bewegungen werden von Teilen der Geldelite unterstützt, da sie eine Lösung  auf Kosten der Anderen bevorzugen gegenüber einer Änderung des Wirtschaftssystems, das sie so bevorrechtigt! Die wachsenden Spannungen zwischen Ethnien und Staaten führen zu immer mehr innerstaatlicher und zwischenstaatlicher Gewalt mit dem Risiko des Weltkrieges.

Wir schlagen deshalb denen vor, die die Weltlage auch so sehen und Verantwortung übernehmen wollen, das die Menschheit ihre großen Chancen nutzt, menschenwürdiges Leben für alle durch weltweite Zusammenarbeit zu schaffen, sich für unsere gemeinsame Emanzipation zu vernetzen!  Und durch diesen Zusammenschluss die Spaltung unserer Weltbevölkerung nach Staaten, Religionen, Hautfarben, Traditionen, Ethnien oder in Mann und Frau zu überwinden, zuerst auf Ebene der Zivilgesellschaft, darauf gestützt dann auch auf politischer Ebene.  Schaffen wir gemeinsam eine globale Verfassungsbewegung, die dafür sorgt, dass die Menschenrechtserklärung zur Grundlage unseres Handelns wird, auf der persönlichen Ebene, in der Gesellschaft und in uns zwischen den Staaten.

Schaffen wir dafür ein gemeinsames Netzwerk zur Emanzipation
Für eine friedliche, demokratische, soziale und umweltverantwortliche Welt, weltweit  gleichberechtigter Bürgerinnen und Bürger

Wolfgang Lieberknecht, Initative Black&White

Initiative Vernetzen zur Emanzipation (IVZE)
(im Sinne der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)
Initiative Black&White, Email: b.u.w@gmx.net, Tel: 05655-924981

Bitte lest die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte selbst nach (vor allem Präambel, erste drei und die letzte Artikel), studiert sie, macht sie bekannt und schließt Euch dafür zusammen:

Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

PRÄAMBEL

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,

verkündet die Generalversammlung

diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.

Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2

Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Artikel 3

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Artikel 4

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.

Artikel 5

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Artikel 6

Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

Artikel 7

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Artikel 8

Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden.

Artikel 9

Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Artikel 10

Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.

Artikel 11

1. Jeder, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.

2. Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

Artikel 12

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

Artikel 13

1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.

2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Artikel 14

1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.

2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen.

Artikel 15

1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.

2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.

Artikel 16

1. Heiratsfähige Männer und Frauen haben ohne jede Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.

2. Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.

3. Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.

Artikel 17

1. Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben.

2. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.

Artikel 18

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Artikel 19

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 20

1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.

2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

Artikel 21

1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.

2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.

3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

Artikel 22

Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

Artikel 23

1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.

4. Jeder hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Artikel 24

Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.

Artikel 25

1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.

2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

Artikel 26

1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.

2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.

3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Artikel 27

1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.

2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.

Artikel 28

Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

Artikel 29

1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.

2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.

3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Artikel 30

Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.

http://www.un.org/Depts/german/grunddok/ar217a3.html

nfeD1a

Die Erklärung zuerst in Deutsch, Arabisch und Englisch, dann die Links zu den anderen 300 Sprachen!

Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

PRÄAMBEL

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,

verkündet die Generalversammlung

diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.

Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2

Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Artikel 3

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Artikel 4

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.

Artikel 5

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Artikel 6

Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

Artikel 7

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Artikel 8

Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden.

Artikel 9

Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Artikel 10

Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.

Artikel 11

1. Jeder, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.

2. Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

Artikel 12

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

Artikel 13

1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.

2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Artikel 14

1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.

2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen.

Artikel 15

1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.

2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.

Artikel 16

1. Heiratsfähige Männer und Frauen haben ohne jede Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.

2. Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.

3. Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.

Artikel 17

1. Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben.

2. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.

Artikel 18

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Artikel 19

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 20

1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.

2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

Artikel 21

1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.

2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.

3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

Artikel 22

Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

Artikel 23

1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.

4. Jeder hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Artikel 24

Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.

Artikel 25

1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.

2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

Artikel 26

1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.

2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.

3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Artikel 27

1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.

2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.

Artikel 28

Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

Artikel 29

1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.

2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.

3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Artikel 30

Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgend

http://www.un.org/depts/german/grunddok/ar217a3.html

Universal Declaration of Human Rights

PDF version for the language Arabic (Alarabia)
PDF Version Arabic (Alarabia)

Source: United Nations Department of Public Information, NY

الديباجة

لما كان الاعتراف بالكرامة المتأصلة في جميع أعضاء الأسرة البشرية وبحقوقهم المتساوية الثابتة هو أساس الحرية والعدل والسلام في العالم.

ولما كان تناسي حقوق الإنسان وازدراؤها قد أفضيا إلى أعمال همجية آذت الضمير الإنساني، وكان غاية ما يرنو إليه عامة البشر انبثاق عالم يتمتع فيه الفرد بحرية القول والعقيدة ويتحرر من الفزع والفاقة.

ولما كان من الضروري أن يتولى القانون حماية حقوق الإنسان لكيلا يضطر المرء آخر الأمر إلى التمرد على الاستبداد والظلم.

ولما كان من الجوهري تعزيز تنمية العلاقات الودية بين الدول،

ولما كانت شعوب الأمم المتحدة قد أكدت في الميثاق من جديد إيمانها بحقوق الإنسان الأساسية وبكرامة الفرد وقدره وبما للرجال والنساء من حقوق متساوية وحزمت أمرها على أن تدفع بالرقي الاجتماعي قدماً وأن ترفع مستوى الحياة في جو من الحرية أفسح.

ولما كانت الدول الأعضاء قد تعهدت بالتعاون مع الأمم المتحدة على ضمان اطراد مراعاة حقوق الإنسان والحريات الأساسية واحترامها.

ولما كان للإدراك العام لهذه الحقوق والحريات الأهمية الكبرى للوفاء التام بهذا التعهد.

فإن الجمعية العامة تنادي بهذا الإعلان العالمي لحقوق الإنسان على أنه المستوى المشترك الذي ينبغي أن تستهدفه كافة الشعوب والأمم حتى يسعى كل فرد وهيئة في المجتمع، واضعين على الدوام هذا الإعلان نصب أعينهم، إلى توطيد احترام هذه الحقوق والحريات عن طريق التعليم والتربية واتخاذ إجراءات مطردة، قومية وعالمية، لضمان الاعتراف بها ومراعاتها بصورة عالمية فعالة بين الدول الأعضاء ذاتها وشعوب البقاع الخاضعة لسلطانها.

المادة 1.

  • يولد جميع الناس أحراراً متساوين في الكرامة والحقوق، وقد وهبوا عقلاً وضميراً وعليهم أن يعامل بعضهم بعضاً بروح الإخاء.

المادة 2.

  • لكل إنسان حق التمتع بكافة الحقوق والحريات الواردة في هذا الإعلان، دون أي تمييز، كالتمييز بسبب العنصر أو اللون أو الجنس أو اللغة أو الدين أو الرأي السياسي أو أي رأي آخر، أو الأصل الوطني أو الاجتماعي أو الثروة أو الميلاد أو أي وضع آخر، دون أية تفرقة بين الرجال والنساء. وفضلا عما تقدم فلن يكون هناك أي تمييز أساسه الوضع السياسي أو القانوني أو الدولي لبلد أو البقعة التي ينتمي إليها الفرد سواء كان هذا البلد أو تلك البقعة مستقلا أو تحت الوصاية أو غير متمتع بالحكم الذاتي أو كانت سيادته خاضعة لأي قيد من القيود.

المادة 3.

  • لكل فرد الحق في الحياة والحرية وسلامة شخصه.

المادة 4.

  • لايجوز استرقاق أو استعباد أي شخص، ويحظر الاسترقاق وتجارة الرقيق بكافة أوضاعهما.

المادة 5.

  • لايعرض أي إنسان للتعذيب ولا للعقوبات أو المعاملات القاسية أو الوحشية أو الحاطة بالكرامة.

المادة 6.

  • لكل إنسان أينما وجد الحق في أن يعترف بشخصيته القانونية.

المادة 7.

  • كل الناس سواسية أمام القانون ولهم الحق في التمتع بحماية متكافئة عنه دون أية تفرقة، كما أن لهم جميعا الحق في حماية متساوية ضد أي تميز يخل بهذا الإعلان وضد أي تحريض على تمييز كهذا.

المادة 8.

  • لكل شخص الحق في أن يلجأ إلى المحاكم الوطنية لإنصافه عن أعمال فيها اعتداء على الحقوق الأساسية التي يمنحها له القانون.

المادة 9.

  • لا يجوز القبض على أي إنسان أو حجزه أو نفيه تعسفاً.

المادة 10.

  • لكل إنسان الحق، على قدم المساواة التامة مع الآخرين، في أن تنظر قضيته أمام محكمة مستقلة نزيهة نظراً عادلاً علنياً للفصل في حقوقه والتزاماته وأية تهمة جنائية توجه إليه.

المادة 11.

  • ( 1 ) كل شخص متهم بجريمة يعتبر بريئاً إلى أن تثبت إدانته قانوناً بمحاكمة علنية تؤمن له فيها الضمانات الضرورية للدفاع عنه.
  • ( 2 ) لا يدان أي شخص من جراء أداة عمل أو الامتناع عن أداة عمل إلا إذا كان ذلك يعتبر جرماً وفقاً للقانون الوطني أو الدولي وقت الارتكاب، كذلك لا توقع عليه عقوبة أشد من تلك التي كان يجوز توقيعها وقت ارتكاب الجريمة.

المادة 12.

  • لا يعرض أحد لتدخل تعسفي في حياته الخاصة أو أسرته أو مسكنه أو مراسلاته أو لحملات على شرفه وسمعته، ولكل شخص الحق في حماية القانون من مثل هذا التدخل أو تلك الحملات.

المادة 13.

  • ( 1 ) لكل فرد حرية التنقل واختيار محل إقامته داخل حدود كل دولة.
  • ( 2 ) يحق لكل فرد أن يغادر أية بلاد بما في ذلك بلده كما يحق له العودة إليه.

المادة 14.

  • ( 1 ) لكل فرد الحق في أن يلجأ إلى بلاد أخرى أو يحاول الالتجاء إليها هرباً من الاضطهاد.
  • ( 2 ) لا ينتفع بهذا الحق من قدم للمحاكمة في جرائم غير سياسية أو لأعمال تناقض أغراض الأمم المتحدة ومبادئها.

المادة 15.

  • ( 1 ) لكل فرد حق التمتع بجنسية ما.
  • ( 2 ) لا يجوز حرمان شخص من جنسيته تعسفاً أو إنكار حقه في تغييرها.

المادة 16.

  • ( 1 ) للرجل والمرأة متى بلغا سن الزواج حق التزوج وتأسيس أسرة دون أي قيد بسبب الجنس أو الدين، ولهما حقوق متساوية عند الزواج وأثناء قيامه وعند انحلاله.
  • ( 2 ) لا يبرم عقد الزواج إلا برضى الطرفين الراغبين في الزواج رضى كاملاً لا إكراه فيه.
  • ( 3 ) الأسرة هي الوحدة الطبيعية الأساسية للمجتمع ولها حق التمتع بحماية المجتمع والدولة.

المادة 17.

  • ( 1 ) لكل شخص حق التملك بمفرده أو بالاشتراك مع غيره.
  • ( 2 ) لا يجوز تجريد أحد من ملكه تعسفاً.

المادة 18.

  • لكل شخص الحق في حرية التفكير والضمير والدين، ويشمل هذا الحق حرية تغيير ديانته أو عقيدته، وحرية الإعراب عنهما بالتعليم والممارسة وإقامة الشعائر ومراعاتها سواء أكان ذلك سراً أم مع الجماعة.

المادة 19.

  • لكل شخص الحق في حرية الرأي والتعبير، ويشمل هذا الحق حرية اعتناق الآراء دون أي تدخل، واستقاء الأنباء والأفكار وتلقيها وإذاعتها بأية وسيلة كانت دون تقيد بالحدود الجغرافية.

المادة 20.

  • ( 1 ) لكل شخص الحق في حرية الاشتراك في الجمعيات والجماعات السلمية.
  • ( 2 ) لا يجوز إرغام أحد على الانضمام إلى جمعية ما.

المادة 21.

  • ( 1 ) لكل فرد الحق في الاشتراك في إدارة الشؤون العامة لبلاده إما مباشرة وإما بواسطة ممثلين يختارون اختياراً حراً.
  • ( 2 ) لكل شخص نفس الحق الذي لغيره في تقلد الوظائف العامة في البلاد.
  • ( 3 ) إن إرادة الشعب هي مصدر سلطة الحكومة، ويعبر عن هذه الإرادة بانتخابات نزيهة دورية تجري على أساس الاقتراع السري وعلى قدم المساواة بين الجميع أو حسب أي إجراء مماثل يضمن حرية التصويت.

المادة 22.

  • لكل شخص بصفته عضواً في المجتمع الحق في الضمانة الاجتماعية وفي أن تحقق بوساطة المجهود القومي والتعاون الدولي وبما يتفق ونظم كل دولة ومواردها الحقوق الاقتصادية والاجتماعية والتربوية التي لاغنى عنها لكرامته وللنمو الحر لشخصيته.

المادة 23.

  • ( 1 ) لكل شخص الحق في العمل، وله حرية اختياره بشروط عادلة مرضية كما أن له حق الحماية من البطالة.
  • ( 2 ) لكل فرد دون أي تمييز الحق في أجر متساو للعمل.
  • ( 3 ) لكل فرد يقوم بعمل الحق في أجر عادل مرض يكفل له ولأسرته عيشة لائقة بكرامة الإنسان تضاف إليه، عند اللزوم، وسائل أخرى للحماية الاجتماعية.
  • ( 4 ) لكل شخص الحق في أن ينشئ وينضم إلى نقابات حماية لمصلحته

المادة 24.

  • لكل شخص الحق في الراحة، وفي أوقات الفراغ، ولاسيما في تحديد معقول لساعات العمل وفي عطلات دورية بأجر.

المادة 25.

  • ( 1 ) لكل شخص الحق في مستوى من المعيشة كاف للمحافظة على الصحة والرفاهية له ولأسرته، ويتضمن ذلك التغذية والملبس والمسكن والعناية الطبية وكذلك الخدمات الاجتماعية اللازمة، وله الحق في تأمين معيشته في حالات البطالة والمرض والعجز والترمل والشيخوخة وغير ذلك من فقدان وسائل العيش نتيجة لظروف خارجة عن إرادته.
  • ( 2 ) للأمومة والطفولة الحق في مساعدة ورعاية خاصتين، وينعم كل الأطفال بنفس الحماية الاجتماعية سواء أكانت ولادتهم ناتجة عن رباط شرعي أو بطريقة غير شرعية.

المادة 26.

  • ( 1 ) لكل شخص الحق في التعلم، ويجب أن يكون التعليم في مراحله الأولى والأساسية على الأقل بالمجان، وأن يكون التعليم الأولي إلزامياً وينبغي أن يعمم التعليم الفني والمهني، وأن ييسر القبول للتعليم العالي على قدم المساواة التامة للجميع وعلى أساس الكفاءة.
  • ( 2 ) يجب أن تهدف التربية إلى إنماء شخصية الإنسان إنماء كاملاً، وإلى تعزيز احترام الإنسان والحريات الأساسية وتنمية التفاهم والتسامح والصداقة بين جميع الشعوب والجماعات العنصرية أو الدينية، وإلى زيادة مجهود الأمم المتحدة لحفظ السلام.
  • ( 3 ) للآباء الحق الأول في اختيار نوع تربية أولادهم.

المادة 27.

  • ( 1 ) لكل فرد الحق في أن يشترك اشتراكاً حراً في حياة المجتمع الثقافي وفي الاستمتاع بالفنون والمساهمة في التقدم العلمي والاستفادة من نتائجه.
  • ( 2 ) لكل فرد الحق في حماية المصالح الأدبية والمادية المترتبة على إنتاجه العلمي أو الأدبي أو الفني.

المادة 28.

  • لكل فرد الحق في التمتع بنظام اجتماعي دولي تتحقق بمقتضاه الحقوق والحريات المنصوص عليها في هذا الإعلان تحققاً تاما.

المادة 29.

  • ( 1 ) على كل فرد واجبات نحو المجتمع الذي يتاح فيه وحده لشخصيته أن تنمو نمواً حراُ كاملاً.
  • ( 2 ) يخضع الفرد في ممارسة حقوقه وحرياته لتلك القيود التي يقررها القانون فقط، لضمان الاعتراف بحقوق الغير وحرياته واحترامها ولتحقيق المقتضيات العادلة للنظام العام والمصلحة العامة والأخلاق في مجتمع ديمقراطي.
  • ( 3 ) لا يصح بحال من الأحوال أن تمارس هذه الحقوق ممارسة تتناقض مع أغراض الأمم المتحدة ومبادئها.

المادة 30.

  • ليس في هذا الإعلان نص يجوز تأويله على أنه يخول لدولة أو جماعة أو فرد أي حق في القيام بنشاط أو تأدية عمل يهدف
  • إلى هدم الحقوق والحريات الواردة فيه.

http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Language.aspx?LangID=arz

PREAMBLE

Whereas recognition of the inherent dignity and of the equal and inalienable rights of all members of the human family is the foundation of freedom, justice and peace in the world,

Whereas disregard and contempt for human rights have resulted in barbarous acts which have outraged the conscience of mankind, and the advent of a world in which human beings shall enjoy freedom of speech and belief and freedom from fear and want has been proclaimed as the highest aspiration of the common people,

Whereas it is essential, if man is not to be compelled to have recourse, as a last resort, to rebellion against tyranny and oppression, that human rights should be protected by the rule of law,

Whereas it is essential to promote the development of friendly relations between nations,

Whereas the peoples of the United Nations have in the Charter reaffirmed their faith in fundamental human rights, in the dignity and worth of the human person and in the equal rights of men and women and have determined to promote social progress and better standards of life in larger freedom,

Whereas Member States have pledged themselves to achieve, in co-operation with the United Nations, the promotion of universal respect for and observance of human rights and fundamental freedoms,

Whereas a common understanding of these rights and freedoms is of the greatest importance for the full realization of this pledge,

Now, Therefore THE GENERAL ASSEMBLY proclaims THIS UNIVERSAL DECLARATION OF HUMAN RIGHTS as a common standard of achievement for all peoples and all nations, to the end that every individual and every organ of society, keeping this Declaration constantly in mind, shall strive by teaching and education to promote respect for these rights and freedoms and by progressive measures, national and international, to secure their universal and effective recognition and observance, both among the peoples of Member States themselves and among the peoples of territories under their jurisdiction.

Article 1.

  • All human beings are born free and equal in dignity and rights.They are endowed with reason and conscience and should act towards one another in a spirit of brotherhood.

Article 2.

  • Everyone is entitled to all the rights and freedoms set forth in this Declaration, without distinction of any kind, such as race, colour, sex, language, religion, political or other opinion, national or social origin, property, birth or other status. Furthermore, no distinction shall be made on the basis of the political, jurisdictional or international status of the country or territory to which a person belongs, whether it be independent, trust, non-self-governing or under any other limitation of sovereignty.

Article 3.

  • Everyone has the right to life, liberty and security of person.

Article 4.

  • No one shall be held in slavery or servitude; slavery and the slave trade shall be prohibited in all their forms.

Article 5.

  • No one shall be subjected to torture or to cruel, inhuman or degrading treatment or punishment.

Article 6.

  • Everyone has the right to recognition everywhere as a person before the law.

Article 7.

  • All are equal before the law and are entitled without any discrimination to equal protection of the law. All are entitled to equal protection against any discrimination in violation of this Declaration and against any incitement to such discrimination.

Article 8.

  • Everyone has the right to an effective remedy by the competent national tribunals for acts violating the fundamental rights granted him by the constitution or by law.

Article 9.

  • No one shall be subjected to arbitrary arrest, detention or exile.

Article 10.

  • Everyone is entitled in full equality to a fair and public hearing by an independent and impartial tribunal, in the determination of his rights and obligations and of any criminal charge against him.

Article 11.

  • (1) Everyone charged with a penal offence has the right to be presumed innocent until proved guilty according to law in a public trial at which he has had all the guarantees necessary for his defence.
  • (2) No one shall be held guilty of any penal offence on account of any act or omission which did not constitute a penal offence, under national or international law, at the time when it was committed. Nor shall a heavier penalty be imposed than the one that was applicable at the time the penal offence was committed.

Article 12.

  • No one shall be subjected to arbitrary interference with his privacy, family, home or correspondence, nor to attacks upon his honour and reputation. Everyone has the right to the protection of the law against such interference or attacks.

Article 13.

  • (1) Everyone has the right to freedom of movement and residence within the borders of each state.
  • (2) Everyone has the right to leave any country, including his own, and to return to his country.

Article 14.

  • (1) Everyone has the right to seek and to enjoy in other countries asylum from persecution.
  • (2) This right may not be invoked in the case of prosecutions genuinely arising from non-political crimes or from acts contrary to the purposes and principles of the United Nations.

Article 15.

  • (1) Everyone has the right to a nationality.
  • (2) No one shall be arbitrarily deprived of his nationality nor denied the right to change his nationality.

Article 16.

  • (1) Men and women of full age, without any limitation due to race, nationality or religion, have the right to marry and to found a family. They are entitled to equal rights as to marriage, during marriage and at its dissolution.
  • (2) Marriage shall be entered into only with the free and full consent of the intending spouses.
  • (3) The family is the natural and fundamental group unit of society and is entitled to protection by society and the State.

Article 17.

  • (1) Everyone has the right to own property alone as well as in association with others.
  • (2) No one shall be arbitrarily deprived of his property.

Article 18.

  • Everyone has the right to freedom of thought, conscience and religion; this right includes freedom to change his religion or belief, and freedom, either alone or in community with others and in public or private, to manifest his religion or belief in teaching, practice, worship and observance.

Article 19.

  • Everyone has the right to freedom of opinion and expression; this right includes freedom to hold opinions without interference and to seek, receive and impart information and ideas through any media and regardless of frontiers.

Article 20.

  • (1) Everyone has the right to freedom of peaceful assembly and association.
  • (2) No one may be compelled to belong to an association.

Article 21.

  • (1) Everyone has the right to take part in the government of his country, directly or through freely chosen representatives.
  • (2) Everyone has the right of equal access to public service in his country.
  • (3) The will of the people shall be the basis of the authority of government; this will shall be expressed in periodic and genuine elections which shall be by universal and equal suffrage and shall be held by secret vote or by equivalent free voting procedures.

Article 22.

  • Everyone, as a member of society, has the right to social security and is entitled to realization, through national effort and international co-operation and in accordance with the organization and resources of each State, of the economic, social and cultural rights indispensable for his dignity and the free development of his personality.

Article 23.

  • (1) Everyone has the right to work, to free choice of employment, to just and favourable conditions of work and to protection against unemployment.
  • (2) Everyone, without any discrimination, has the right to equal pay for equal work.
  • (3) Everyone who works has the right to just and favourable remuneration ensuring for himself and his family an existence worthy of human dignity, and supplemented, if necessary, by other means of social protection.
  • (4) Everyone has the right to form and to join trade unions for the protection of his interests.

Article 24.

  • Everyone has the right to rest and leisure, including reasonable limitation of working hours and periodic holidays with pay.

Article 25.

  • (1) Everyone has the right to a standard of living adequate for the health and well-being of himself and of his family, including food, clothing, housing and medical care and necessary social services, and the right to security in the event of unemployment, sickness, disability, widowhood, old age or other lack of livelihood in circumstances beyond his control.
  • (2) Motherhood and childhood are entitled to special care and assistance. All children, whether born in or out of wedlock, shall enjoy the same social protection.

Article 26.

  • (1) Everyone has the right to education. Education shall be free, at least in the elementary and fundamental stages. Elementary education shall be compulsory. Technical and professional education shall be made generally available and higher education shall be equally accessible to all on the basis of merit.
  • (2) Education shall be directed to the full development of the human personality and to the strengthening of respect for human rights and fundamental freedoms. It shall promote understanding, tolerance and friendship among all nations, racial or religious groups, and shall further the activities of the United Nations for the maintenance of peace.
  • (3) Parents have a prior right to choose the kind of education that shall be given to their children.

Article 27.

  • (1) Everyone has the right freely to participate in the cultural life of the community, to enjoy the arts and to share in scientific advancement and its benefits.
  • (2) Everyone has the right to the protection of the moral and material interests resulting from any scientific, literary or artistic production of which he is the author.

Article 28.

  • Everyone is entitled to a social and international order in which the rights and freedoms set forth in this Declaration can be fully realized.

Article 29.

  • (1) Everyone has duties to the community in which alone the free and full development of his personality is possible.
  • (2) In the exercise of his rights and freedoms, everyone shall be subject only to such limitations as are determined by law solely for the purpose of securing due recognition and respect for the rights and freedoms of others and of meeting the just requirements of morality, public order and the general welfare in a democratic society.
  • (3) These rights and freedoms may in no case be exercised contrary to the purposes and principles of the United Nations.

Article 30.

  • Nothing in this Declaration may be interpreted as implying for any State, group or person any right to engage in any activity or to perform any act aimed at the destruction of any of the rights and freedoms set forth herein
  • .
Language Region Translation Source
Abkhaz Europe Office of the High Commissioner for Human Rights – Georgia Field Office
Achehnese Asia and Pacific Asnawi Ali
Achuar Chicham Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Achuar-Shiwiar Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Adja Africa Commission béninoise des Droits de l’Homme, Benin
Afaan Oromo (Oromiffa) Africa Dema Translation and Editing Service
Afrikaans Africa United Nations Information Centre, Namibia
Aguaruna Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
A’ingae Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Akuapem Twi Africa National Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs, US
Albanian Europe United Nations Department of Public Information, NY
Altay Asia and Pacific Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Amahuaca Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Amarakaeri Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Amharic Africa National Commission for UNESCO, Ethiopia
Amuesha-Yanesha Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Ao Asia and Pacific People’s Watch, India
Arabela Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Arabic (Alarabia) Middle East United Nations Department of Public Information, NY
Armenian Europe United Nations Department of Public Information, NY
Asante Africa National Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs, US
Asháninca Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Ashéninca Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Assamese Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Assyrian (Atoraya) Middle East Journal of Assyrian Academic Studies, USA (Philimon Darmo)
Asturian (Bable) Europe Academia de la Llingua Asturiana, Spain
Awadhi Asia and Pacific People’s Watch, India
Awapit Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Aymara Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Azeri/Azerbaijani (Cyrillic) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Azeri/Azerbaijani (Latin) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Bable (Asturian) Europe Academia de la Llingua Asturiana, Spain
Bahasa Indonesia Asia and Pacific United Nations Information Centre, Indonesia
Bahasa Melayu (Malay) Asia and Pacific Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Bai Coca Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Balanda Viri Africa United Nations Mission In Sudan
Balinese Asia and Pacific United Nations Information Centre, Indonesia
Balochi Asia and Pacific United Nations Information Centre, Pakistan
Bambara Africa Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France, in cooperation with l’Agence de Coopération Culturelle et Technique
Baoulé/Baule Africa Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Bari Africa United Nations Mission In Sudan
Basque (Euskara) Europe United Nations Information Centre, Spain
Batonu (Bariba) Africa Commission béniniose des Droits de l’Homme
Belorus (Belaruski) Europe Permanent Mission of the Republic of Belarus to the United Nations Office in Geneva
Bemba Africa United Nations Information Centre, Zambia
Bengali Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Béti Africa United Nations Information Centre, Cameroon
Bhojpuri Asia and Pacific United Nations Information Centre, India
Bichelamar Asia and Pacific Amnesty International, UK
Bikol/Bicolano Asia and Pacific Carpio Center for Human Rights, The Philippines
Bora Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Bosnian (Cyrillic script) Europe United Nations Mission In Bosnia and Herzegovina
Bosnian (Latin script) Europe United Nations Mission In Bosnia and Herzegovina
Breton Europe Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Bugisnese Asia and Pacific United Nations Information Centre, Indonesia
Bulgarian (Balgarski) Europe United Nations Information Centre, Bulgaria
Burmese/Myanmar Asia and Pacific United Nations Information Centre, Myanmar
Cakchiquel Central and South America Instituto de Linguistica, Argentina
Campa pajonalino Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Candoshi-Shapra Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Caquinte Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Cashibo-Cacataibo Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Cashinahua Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Catalan (Català) Europe United Nations Information Centre, Spain
Cebuano Asia and Pacific United Nations Information Centre, The Philippines
Chaa’pala Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Chamorro Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Changane (Mozambique) Africa Procuradoria-Geral da Republica, Portugal
Chayahuita Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Chechewa (Nyanja) Africa Amnesty International, UK
Chhattisgarhi Asia and Pacific People’s Watch, India
Chickasaw North America Catherine Willmond and Pamela Munro (University of California, Los Angeles, US)
Chin Falam Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, Myanmar
Chin Hakha Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, Myanmar
Chin Matu (Nga La) Asia and Pacific Chin Human Rights Organization
Chin Tiddim Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, Myanmar
Chinanteco North America United Nations Department of Public Information, NY, in cooperation with the Ministry of Education, Mexico
Chinanteco, Ajitlán North America Amnesty International, UK
Chinese (Mandarin) Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Chiquitano Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Bolivia
Chuuk (Trukese) Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Cokwe Africa United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Angola
Corsican Europe Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Crioulo (Cabo Verde) Africa Procuradoria-Geral da Republica, Portugal
Crioulo da Guiné-Bissau (Guinea Bissau Creole) Africa Procuradoria-Geral da Republica, Portugal
Croatian Europe Permanent Mission of the Republic of Croatia to the United Nations Office in Geneva
Cymraeg (Welsh) Europe United Nations Association, Wales
Czech (Cesky) Europe United Nations Information Centre, NY
Dagaare Africa United Nations Department of Public Information, NY, jointly with Bureau des langues du Ghana and Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs
Dagbani Africa United Nations Department of Public Information, NY, jointly with Bureau des langues du Ghana and Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs
Dangme Africa United Nations Department of Public Information, NY, jointly with Bureau des langues du Ghana and Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs
Danish (Dansk) Europe United Nations Information Centre, Denmark
Dari Asia and Pacific Cooperation Centre for Afghanistan and UNDP/UNOCHA, Pakistan
Dendi Africa Commission béniniose des Droits de l’Homme
Deutsch (German) Europe UN Department for General Assembly and Conference Management German Translation Service, NY
Dhivehi (Maldivian) Asia and Pacific Human Rights Commission of the Maldives, Maldives
Dine, Navajo (Navaho) North America Navajo Interpreting Services, US
Dinka Africa United Nations Mission In Sudan
Diola (Jola-Fogny) Africa Tostan, Senegal
Dioula Africa United Nations Operation in Cote d’Ivoire
Ditammari Africa Commission béninoise des Droits de l’Homme, Benin
Dutch (Nederlands) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Dzongkha/Bhutanese Asia and Pacific United Nations Information Centre, India
Language Region Translation Source
Edo Africa United Nations Information Centre, NY
Efik (Ibibio) Africa United Nations Department of Public Information, NY
Ellinika’ (Greek) Europe United Nations Information Centre, Greece
English Europe United Nations Department of Public Information, NY
Español (Spanish) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Esperanto International Universala Esperanto Asocio Rotterdam, The Netherlands
Estonian (Eesti) Europe Estonian Human Rights Institute, Estonia
Euskara (Basque) Europe United Nations Information Centre, Spain
Even Europe Amnesty International, UK
Evenki Asia and Pacific Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Ewe/Eve Africa United Nations Department of Public Information, NY, jointly with Bureau des langues du Ghana and Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs
Fante Africa United Nations Department of Public Information, NY, jointly with Bureau des langues du Ghana and Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs
Faroese Europe United Nations Information Centre, Denmark
Farsi/Persian Middle East United Nations Information Centre, Iran
Fijian Asia and Pacific United Nations Development Programme, Fiji
Filipino (Tagalog) Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Finnish Europe United Nations Information Centre, Denmark
Fiote (Angola) Africa Procuradoria-Geral da Republica, Portugal
Fon Africa Commission béninoise des Droits de l’Homme, Benin
Forro Europe Procuradoria-Geral da Republica, Portugal
French (Français) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Frisian Europe United Nations Information Centre, Belgium
Friulian (Friulano) Europe Associazione Proiezione Peters, Italy
Ga Africa United Nations Department of Public Information, NY, jointly with Bureau des langues du Ghana and Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs
Gaeilge (Irish Gaelic) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Gagauz Europe Amnesty International, UK
Gàidhlig Albanach (Scottish Gaelic) Europe Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Galician (Galego) Europe United Nations Information Centre, Spain, in cooperation with the Dirección Xeral de Política Lingnistica de la Consellería de Educación y Ordenación Universitaria de la Xunta de Galicia
Garhwali Asia and Pacific People’s Watch, India
Garifuna Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Georgian Europe Caucasian Institute, Georgia
German (Deutsch) Europe UN Department for General Assembly and Conference Management German Translation Service, NY
Gondi, Northern Asia and Pacific People’s Watch, India
Gonja Africa United Nations Department of Public Information, NY, jointly with Bureau des langues du Ghana and Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs
Greek (Ellinika’) Europe United Nations Information Centre, Greece
Greenlandic (Inuktikut) Europe United Nations Information Centre, Denmark
Guarani Central and South America Consejo Indio de Sur America, Peru
Guarayo Central and South America
Guen (Mina) Africa Commission béninoise des Droits de l’Homme, Benin
Gujarati Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Haitian Creole (Kreyol) Central and South America United Nations Department of Public Information, NY
Haitian Creole (popular) Central and South America United Nations Development Programme, Haiti
Hani Asia and Pacific United Nations Development Programme, China
Hankuko (Korean) Asia and Pacific United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Paris
Hausa/Haoussa Africa Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France, in cooperation with l’Agence de Coopération Culturelle et Technique
Hawaiian Asia and Pacific Hawaii Institute for Human Rights, US
Hebrew Middle East Permanent Mission of Israel to the United Nations Office in Geneva
Hiligaynon Asia and Pacific United Nations Information Centre, The Philippines
Hindi Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Hmong (Miao) Northern East-Guizhou Asia and Pacific United Nations Development Programme, China
Hmong (Miao) Southern East-Guizhou Asia and Pacific United Nations Development Programme, China
Hmong (Miao), Sichuan-Guizhou-Yunnan Asia and Pacific United Nations Development Programme, China
Ho Asia and Pacific People’s Watch, India
Hrvatski (Croatian) Europe Permanent Mission of the Republic of Croatia to the United Nations Office in Geneva
Huastec, Veracruz Central and South America Comisión de Derechos Humanos del Estado de Veracruz
Huasteco North America United Nations Information Centre, Mexico in cooperation with the National Human Rights Commission Indigena
Huitoto Murui Central and South America Ministerio de Educacion, Peru
Hungarian


Ibibio
Africa United Nations Department of Public Information, NY
Icelandic (íslenska) Europe United Nations Information Centre, Denmark
Ido International International Language Ido, Germany
Igbo Africa Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France, in cooperation with l’Agence de Coopération Culturelle et Technique
Iloko/Ilocano Asia and Pacific Commission on Human Rights, The Philippines
Indonesian Asia and Pacific United Nations Information Centre, Indonesia
Interlingua International Union Mundial pro Interlingua, The Netherlands
Inuktikut (Greenlandic) Europe United Nations Information Centre, Denmark
Inuktitut North America Permanent Mission of Canada to the United Nations Office in Geneva
Irish Gaelic Europe United Nations Department of Public Information, NY
Italian Europe United Nations Information Centre, Italy
Ivrit (Hebrew) Middle East Permanent Mission of Israel to the United Nations Office in Geneva
Japanese (Nihongo) Asia and Pacific United Nations Information Centre, Japan, and the Ministry of Justice and Human Rights NGOs
Javanese Asia and Pacific United Nations Information Centre, Indonesia
Jñatrjo (Mazahua) North America United Nations Information Centre, Mexico, in cooperation with the Ministry of Education
Jola-Fogny (Diola) Africa Tostan, Senegal
Kabyè Africa United Nations Information Centre, Togo
Kanauji Asia and Pacific People’s Watch, India
Kannada Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Kanuri Yerwa Africa United Nations Information Centre, NY
Kaonde Africa United Nations Information Centre, Zambia
Kapampangan Asia and Pacific Komisyon ng Karapatang Pantao, The Philippines
Karelian Europe Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Karen (Pwo) Asia and Pacific United Nations Information Centre, Burma
Karen (S’gaw) Asia and Pacific United Nations Information Centre, Burma
Kasem Africa United Nations Department of Public Information, NY, jointly with Bureau des langues du Ghana and Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs
Kashmiri Asia and Pacific United Nations Information Centre, India
Kazakh Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, Kazakhstan
Khakas Asia and Pacific Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Khalkha (Mongolian) Asia and Pacific CHR Technical Cooperation Branch, Mongolia
Kharia Asia and Pacific People’s Watch, India
Khasi Asia and Pacific Meghalaya Peoples Human Rights Council
Khmer Asia and Pacific Cambodia Documentation Commission, Cambodia
Kibushi Africa Service linguistique du Conseil Général de Mayotte
K’iche’ (Quiché) Central and South America Instituto de Linguistica, Argentina
Kichwa Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Kikongo ya L’Etat (Kikongo/Kituba) Africa Office of the High Commissioner for Human Rights – Congo Field Office
Kimbundu Africa United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Angola
Kinyamwezi (Nyamwezi) Africa United Nations Development Programme, Tanzania
Kinyarwanda Africa United Nations Department of Public Information, NY
Komi-Permian Europe Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Korean (Hankuko) Asia and Pacific United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Paris
Koulango Africa United Nations Operation in Cote d’Ivoire
Kpelewo Africa Ministère de l’Education Nationale, Guinea
Kreyol (Haitian Creole) Central and South America United Nations Department of Public Information, NY
Krio Africa National Commission for Democracy and Human Rights, Sierra Leone
Kurdish Middle East Kurdish Institute, France
Kurmanji Asia and Pacific United Nations Development Programme, Iraq
Kurug Asia and Pacific People’s Watch, India
Kyrgyz Asia and Pacific Permanent Mission of the Kyrgyz Republic to the United Nations Office in Geneva
Ladino Europe Ladinokomunita
Lamnso’ (Lám nso’) Africa Executive Committee of the Nso’ Language Organisation
Lao Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Latin (Latina) Europe Classes 3AB1 – 3B2 Gymnase de Nyon, Suisse
Latin (Latina) Europe Liceo Ginnasio Statale “Socrate” Rome, Italy
Latvian Europe Human Rights Institute of the University of Latvia
Limba Africa National Commission for Democracy and Human Rights, Sierra Leone
Lingala Africa United Nations Information Centre, Democratic Republic of the Congo
Lithuanian (Lietuviskai) Europe Amnesty International, UK
Lobiri Africa United Nations Operation in Cote d’Ivoire
Low German (Niederdeutsche) Europe Institute for Low German
Lozi Africa United Nations Information Centre, Zambia
Luba-Kasai (Tshiluba) Africa Bibliothèque Nationale du Congo, Democratic Republic of Congo
Luganda/Ganda Africa NGO, Uganda
Lunda/Chokwe-lunda Africa United Nations Information Centre, Zambia
Luvale Africa United Nations Information Centre, Zambia
Luxembourgish (Lëtzebuergeusch) Europe Ministère de l’Education, Luxembourg
Europe United Nations Department of Public Information, NY

Macedonian
Europe Macedonian Board, Skopje
Madurese Asia and Pacific United Nations Information Centre, Indonesia
Magahi Asia and Pacific United Nations Information Centre, India
Magyar (Hungarian) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Maithili Asia and Pacific People’s Watch, India
Makonde Africa United Nations Development Programme, Tanzania
Makua (Mozambique) Africa Procuradoria-Geral da Republica, Portugal
Malagasy Africa United Nations Information Centre, Madagascar
Malay (Bahasa Melayu) Asia and Pacific Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Malayalam Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Maldivian (Dhivehi) Asia and Pacific Human Rights Commission of the Maldives, Maldives
Maltese Europe Maltese University, Malta
Mam Central and South America Instituto de Linguistica, Argentina
Maninka Africa Ministère de l’Education Nationale, Guinea
Maori Asia and Pacific New Zealand Human Rights Commission, New Zealand
Maori (Cook Islands) (Rarotongan) Asia and Pacific Ministry of Foreign Affairs and Immigration, Cook Islands
Mapudungun (Mapuzgun) Central and South America United Nations Information Centre, Argentina/Uruguay
Marathi Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Marshallese Asia and Pacific United Nations Information Centre, NY
Marwari Asia and Pacific United Nations Information Centre, NY
Matsés Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Mayan (Yucateco) Central and South America United Nations Information Centre, Mexico
Mazahua (Jñatrjo) North America United Nations Department of Public Information, NY, in cooperation with the Ministry of Education, Mexico
Mazateco North America United Nations Department of Public Information, NY, in cooperation with the Ministry of Education, Mexico
Mbundu (Kimbundu) Africa United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Angola
Mende Africa National Commission for Democracy and Human Rights, Sierra Leone
Mikmaq/Micmac North America Permanent Mission of Canada to the United Nations Office in Geneva
Minangkabau Asia and Pacific United Nations Information Centre, Indonesia
Miskito Central and South America Comité para la Defensa de los Derechos Humanos, Honduras
Mixteco North America United Nations Information Centre, Mexico
Mizo Asia and Pacific People’s Watch, India
Mongolian (Khalkha) Asia and Pacific CHR Technical Cooperation Branch, Mongolia
Mooré/More Africa National Commission for UNESCO, Burkina-Faso
Mozarabic (Ajami) Europe
Mundari Asia and Pacific People’s Watch, India
Ñahñú (Otomí) North America Casa del Escritor Indigena, Mexico
Nahuatl North America United Nations Information Centre, Mexico
Navaho (Dine, Navajo) North America Navajo Interpreting Services, US
Ndebele Africa United Nations Information Centre, Zimbabwe
Nederlands (Dutch) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Nenets Europe Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Nepali Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Nganasan Europe Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Ngangela (Nyemba) Africa United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Angola
Niederdeutsche (Low German) Europe Institute for Low German
Nigerian Pidgin English Africa United Nations Information Centre, Nigeria
Nihongo (Japanese) Asia and Pacific United Nations Information Centre, Japan, and the Ministry of Justice and Human Rights NGOs
Nivkh Asia and Pacific Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Nomatsiguenga Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Northern Sotho/Pedi/Sepedi Africa Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France, in cooperation with UNESCO
Norwegian (Bokmål) (Norsk, Bokmål) Europe United Nations Information Centre, Denmark
Norwegian (Nynorsk) (Norsk, Nynorsk) Europe Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Nuer Africa United Nations Mission In Sudan
Nyamwezi (Kinyamwezi) Africa United Nations Development Programme, Tanzania
Nyanja (Chechewa) Africa Amnesty International, UK
Nyanja/Chinyanja Africa United Nations Information Centre, Zambia
Nzema Africa United Nations Department of Public Information, NY, jointly with Bureau des langues du Ghana and Association of Negro Business and Professional Women’s Clubs
Occitan Auvergnat Europe Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Occitan Languedocien Europe Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Ojibway (Ojibwe) North America Permanent Mission of Canada to the United Nations Office in Geneva
Oriya Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Oromiffa (Afaan Oromo) Africa Dema Translation and Editing Service
Osetin (Ossetian) Europe Kazbek T Boutaev, (University of Pennsylvania, Philadelphia, US)
Oshiwambo (Ndonga) Africa United Nations Information Centre, Namibia
Otomí (Ñahñú) North America Casa del Escritor Indigena, Mexico
Otuho Africa United Nations Mission In Sudan
Paez Central and South America Centro Colombiano de Estudios de Lenguas Aborígenes from the University of Los Andes, Colombia
Pai Koka Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Palauan Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Pashto/Pakhto Asia and Pacific United Nations Development Programme, Pakistan
Persian/Farsi Middle East United Nations Information Centre, Iran
Peuhl Africa Ministère de l’Education Nationale, Guinea
Picard Europe Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, Belgium
Pijin (Solomons Pidgin) Asia and Pacific United Nations Development Programme, Solomons Islands
Pipil Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights and the Government of El Salvador
Polish (Polski) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Ponapean Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Portuguese Europe United Nations Information Centre, Portugal
Prouvençau Europe Prof. Philippe Blanchet. Université de Rennes, France
Pulaar Africa United Nations Information Centre, Senegal
Pular Africa Ministère de l’Education Nationale, Guinea
Punjabi/Panjabi Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Purhépecha North America United Nations Department of Public Information, Mexico, in cooperation with the Casa del Escritor Indigena
Language Region Translation Source
Q’echi/Kekchi Central and South America Instituto de Linguistica, Argentina
Quechua Central and South America United Nations Information Centre, Bolivia
Quechua de Ambo-Pasco Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Quechua de Ayacucho Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Quechua de Cajamarca Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Quechua de Cotahuasi (Arequipa) Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Quechua de Huamalies (Huanuco) Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Quechua de Margos (Sur de Dios de Mayo, Huanuco) Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Quechua de Pomabamba (Ancash) Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Quechua del Callejon de Huaylas Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Quechua del Cusco Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Quechua del Norte de Junin Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Quichua Central and South America Sociedad Ecuatoriana Para Los Derechos Humanos, Instituto de Derechos Humanos-Universidad Central del Ecuador, Fundacion Friedrich Naumann
Rarotongan (Maori (Cook Islands)) Asia and Pacific Ministry of Foreign Affairs and Immigration, Cook Islands
Rhaeto-Romance (Rumantsch) Europe NGO, Switzerland
Romani Europe Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France, in cooperation with Institut National des Langues et Civilisations Orientales
Romanian (Româna) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Rukonzo (Konjo) Africa NGO, Uganda
Rundi/Kirundi Africa Ligue burundaise des droits de l’homme, Burundi
Runyankore-rukiga/Nkore-kiga Africa NGO, Uganda
Russian (Russky) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Sami/Lappish Europe Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Sammarinese Europe C. Guidi, Biblioteca Popolare di Serravalle, San Marino
Samoan Asia and Pacific United Nations Development Programme, Samoa
Sango (Sangho) Africa United Nations Development Programme, Central African Republic
Sanskrit Asia and Pacific United Nations Information Centre, India
Sapara Atupama Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Saraiki Asia and Pacific Actaf Hussain
Sardinian Europe Amnesty International, UK
Scots Europe Amnesty International, UK
Scottish Gaelic Europe Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Seereer Africa United Nations Information Centre, Senegal
Serbian (Cyrillic) (Srpski) Europe Permanent Mission of the Federal Republic of Yugoslavia to the United Nations Office in Geneva
Serbian (Latin) (Srpski) Europe Permanent Mission of the Federal Republic of Yugoslavia to the United Nations Office in Geneva
Seselwa Creole French Africa
Shan Asia and Pacific United Nations Information Centre, Burma
Sharanahua Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Shilluk Africa United Nations Mission In Sudan
Shimaore Africa Service linguistique du Conseil Général de Mayotte
Shipibo-Conibo Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Shona Africa United Nations Information Centre, Zimbabwe
Shor Asia and Pacific Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Shqip (Albanian) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Shuar Chicham Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Sia Pedee Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Sindhi Asia and Pacific United Nations Information Centre, India
Sinhala Asia and Pacific Human Rights Centre of the Sri Lanka Foundation, Sri Lanka
Siswati Africa United Nations Information Centre, Swaziland
Slovak (Slovencina) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Slovenian (Slovenscina) Europe Permanent Mission of the Republic of Slovenia to the United Nations in Geneva
Solomons Pidgin (Pijin) Asia and Pacific United Nations Development Programme, Solomons Islands
Somali Africa Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France, in cooperation with l’Agence de Coopération Culturelle et Technique
Soninké (Soninkanxaane) Africa Tostan, Senegal
Sorbian Europe Permanent Mission of Germany to the United Nations Office in Geneva
Southern Sotho/Sotho/Sesotho/Sutu/Sesutu Africa Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, South Africa
Spanish (Español) Europe United Nations Department of Public Information, NY
Sukuma Africa United Nations Development Programme, Tanzania
Sundanese Asia and Pacific United Nations Information Centre, NY
Suomi (Finnish) Europe United Nations Information Centre, Denmark
Sussu/Soussou/Sosso/Soso/Susu Africa Ministère de l’Education Nationale, Guinea
Swahili/Kiswahili Africa United Nations Department of Public Information, NY
Swampy Cree North America Permanent Mission of Canada to the United Nations Office in Geneva
Swedish (Svenska) Europe United Nations Information Centre, Denmark
Tahitian Asia and Pacific Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France
Tajik Asia and Pacific The Presidential Apparatus of the Republic of Tajikistan, Tajikistan
Tamang (Tam) Asia and Pacific Nepal Tamang Ghedung, Nepal
Tamazight (Beraber) Africa Observatoire National de Droits de l’Homme, Algeria
Tamil Asia and Pacific Human Rights Centre of the Sri Lanka Foundation, Sri Lanka
Tatar Asia and Pacific The Committee for the Protection of Human Rights, Republic of Tatarstan
Tchocwe (Angola) Africa Procuradoria-Geral da Republica, Portugal
Telugu Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Tének (Huasteco) North America United Nations Department of Public Information, NY, in cooperation with the Ministry of Education, Mexico
Tetum Asia and Pacific On-Call Interpreters and Translators Agency, Australia
Thai Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Themne (Temne) Africa National Commission for Democracy and Human Rights, Sierra Leone
Tibetan Asia and Pacific Office of the Representative of the H.H. the Dalai Lama, Tibet
Ticuna Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Tigrinya (Tigrigna) Africa Dema Translation and Editing Service
Tiv Africa United Nations Information Centre, NY
Toba Central and South America United Nations Information Centre, Argentina/Uruguay
Tojol-a’b’al North America United Nations Information Centre, Mexico
Tok Pisin Asia and Pacific Baua Baua Popular, Papua New Guinea
Tonga Africa United Nations Information Centre, Zambia
Tongan (Tonga) Asia and Pacific Tongan Human Rights and Democracy Movement, Tonga
Totonaco North America United Nations Department of Public Information, NY, in cooperation with the Ministry of Education, Mexico
Trukese (Chuuk) Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Tsafiki Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Tshiluba (Luba-Kasai) Africa Bibliothèque Nationale du Congo, Congo
Tshivenda Africa University of Cape Town, Faculty of Law, South Africa
Turkish (Türkçe) Europe Secretariat of the Human Rights Coordinating Committee, Turkey
Turkmen Asia and Pacific National Commission for UNESCO, Turkeminstan
Tuvan Asia and Pacific Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Tzeltal North America United Nations Information Centre, Mexico
Tzotzil North America United Nations Information Centre, Mexico
Uighur Asia and Pacific United Nations Development Programme, China
Uilta Asia and Pacific Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Ukrainian (Ukrayins’ka) Europe Ukrainian Union of Jurists, Ukraine
Umbundu Africa United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Angola
Urarina Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Urdu Asia and Pacific United Nations Information Centre, Pakistan
Uzbek (Cyrillic) Asia and Pacific United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Uzbekistan
Uzbek (Latin) Asia and Pacific United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Uzbekistan
Vai Africa Sterling Memorial Library in Yale University
Venetian Europe People of Veneto
Veps Europe Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Vietnamese Asia and Pacific United Nations Development Programme, Viet Nam
Vlach Europe UN Department for General Assembly and Conference Management German Translation Service, NY
Language Region Translation Source
Walloon/Wallon Europe Waremme – Ville de la Paix, Wallonie, Belgique
Wama Africa Commission béninoise des Droits de l’Homme, Benin
Wao Tededo Central and South America Office of the High Commissioner for Human Rights – Ecuador Field Office
Waray Asia and Pacific Komisyon ng Karapatang Pantao, The Philippines
Wayuu Central and South America Centro Colombiano de Estudios de Lenguas Aborígenes from the University of Los Andes, Colombia
Welsh (Cymraeg) Europe United Nations Association Wales, UK
Western Sotho/Tswana/Setswana Africa Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, South Africa
Wolof Africa United Nations Information Centre, Senegal
Xhosa Africa Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France, in cooperation with UNESCO
Yagua Central and South America Coordinadora Nacional de Derechos Humanos, Peru
Yakut Asia and Pacific Office of the High Commissioner for Human Rights – Russian Federation
Yanomamö Central and South America International Institute of Mary Our Help of the Salesians of Don Bosco
Yao Africa United Nations Office of the High Comissioner for Human Rights, Geneva
Yapese Asia and Pacific United Nations Department of Public Information, NY
Yi Asia and Pacific United Nations Development Programme, China
Yiddish Europe Raphael Finkel and Sholem Berger, University of Kentucky, USA
Yoruba (Yorùbá) Africa Diffusion Multilingue des Droits de l’Homme, France, in cooperation with l’Agence de Coopération Culturelle et Technique
Yukagir Europe L’Auravetl’an Foundation, NY
Zapoteco North America United Nations Department of Public Information, NY, in cooperation with the Ministry of Education, Mexico
Zapoteco, San Lucas Quiaviní North America Felipe H. Lopez and Pamela Munro (University of California, Los Angeles, US)
Zhuang Asia and Pacific United Nations Development Programme, China
Zulu Africa Community Law Centre, South Africa

Eine Hand hält ein kleines Heft mit dem Titel "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hoch". (Rechte: dpa)

Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

PRÄAMBEL

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,

verkündet die Generalversammlung

diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.

Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2

Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Artikel 3

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Artikel 4

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.

Artikel 5

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Artikel 6

Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

Artikel 7

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Artikel 8

Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden.

Artikel 9

Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Artikel 10

Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.

Artikel 11

1. Jeder, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.

2. Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

Artikel 12

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

Artikel 13

1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.

2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Artikel 14

1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.

2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen.

Artikel 15

1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.

2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.

Artikel 16

1. Heiratsfähige Männer und Frauen haben ohne jede Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.

2. Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.

3. Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.

Artikel 17

1. Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben.

2. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.

Artikel 18

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Artikel 19

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 20

1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.

2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

Artikel 21

1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.

2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.

3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

Artikel 22

Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

Artikel 23

1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.

4. Jeder hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Artikel 24

Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.

Artikel 25

1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.

2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

Artikel 26

1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.

2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.

3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Artikel 27

1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.

2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.

Artikel 28

Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

Artikel 29

1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.

2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.

3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Artikel 30

Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.

 

http://www.un.org/depts/german/grunddok/ar217a3.html

Der frühere Bundeskanzler Willy Brandt  (Bild: AP) Der frühere Bundeskanzler Willy Brandt (Bild: AP)

Auswege aus dem Armutsdesaster

Willy Brandt: “Das Überleben sichern. Bericht der Nord-Süd-Kommission”. Kiepenheuer & Witsch 1982

Von Mirko Smiljanic

Unter dem Titel “Brandt-Report” forderten die Mitglieder der Nord-Süd-Kommission 1980 eine stärkere Integration der armen Länder in die Weltwirtschaft, verlangten gleichzeitig aber von den reichen Nationen ein stärkeres finanzielles Engagement. Gedanken, die auch heute noch erstaunlich aktuell sind.

So etwas hatte es noch nie gegeben: Als am 12. Februar 1980 Willy Brandt den Vereinten Nationen den Abschlussbericht der Nord-Süd-Kommission vorlegte, ging eine Welle der Begeisterung durch die Welt. Lehrer und Professoren an Schulen und Universitäten diskutierten den 380 Seiten langen Report; landauf, landab organisierten Volkshochschulen und Kirchen Foren einzig mit dem Ziel, die Thesen von Olof Palme, Eduardo Frei, Edward Heath, Rodrigo Botero, Adam Malik und einigen anderen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Brandt-Report hatte eine befreiende Wirkung, formulierte er doch auf hohem politischen Niveau, was damals intellektueller Mainstream war: dass der Norden den Süden ausbeutet – und er formulierte Auswege aus dem Desaster.

Willy Brandt: “Inzwischen ist es, glaube ich, von entscheidender Bedeutung, dass die Länder der Dritten Welt nicht den Eindruck bekommen dürfen, als seien sie nur Bauern auf den strategischen Schachbrettern der großen Mächte.”

Die Kommission verfolgte zwei Zielrichtungen: Erstens ging es darum, den Mechanismus der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheit zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden aufzuzeigen – wobei Brandt schon damals das vereinfachende Bild ‘reicher Norden – armer Süden’ kritisierte: Zum Süden zählten auch reiche Länder wie Australien und Neuseeland, und am Horizont machte sich schon damals Brasilien als Schwellenland bemerkbar. Und zweitens wollte die Kommission konkrete Vorschläge unterbreiten, um die beide Hemisphären politisch, ökonomisch und sozial zu versöhnen.

Ob es uns passt oder nicht: Wir sehen uns mehr und mehr Problemen gegenüber, welche die Menschheit insgesamt angehen, sodass folglich auch die Lösungen hierfür in steigendem Maße internationalisiert werden müssen. Die Globalisierung von Gefahren und Herausforderungen – Krieg, Chaos, Selbstzerstörung – erfordern eine Art ‘Weltinnenpolitik’, die über den Horizont von Kirchtürmen, aber auch nationalen Grenzen weit hinausreicht.

Ambitionierte Ideen angesichts einer sich dramatisch zuspitzenden ‘Weltinnenpolitik’: Die Sowjetunion führte Krieg in Afghanistan, wodurch die Ost-West-Krise den zaghaften Nord-Süd-Dialog wieder einmal in den Schatten stellte. Es war eine denkbar ungünstige Zeit für weitreichende Forderungen. Zu den Wichtigsten zählten die Erhöhung der Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Bruttosozialproduktes, ein internationales Abkommen zur Sicherung der Energieversorgung, ein Nahrungsmittelprogramm für die ärmsten Länder, eine Reform des Weltwährungssystems, die Liberalisierung des Welthandels und eine internationale Steuer, die den Ländern der Dritten Welt zugutekommen sollte. Radikale Forderungen, die sich nur mühsam durchsetzen lassen würden – was Brandt übrigens schon damals durchaus bewusst war. Vorschläge wie der, Gewinne aus dem internationalen Waffenhandel in Entwicklungsprojekte umzuleiten, wirken aus heutiger Sicht fast naiv. Und doch hat der Brandt-Report schon damals den Fokus auf Probleme gelegt, die noch heute ungelöst sind.

Willy Brandt: “Dass unsere eigenen – unsere, ich meine der westlichen Welt – wirtschaftliche Zukunft, die Sicherung unserer Arbeitsplätze, besser gesagt: der Arbeitsplätze unserer Kinder und Enkel, in hohem Maße davon abhängt, dass und in welchem Maße unsere wirtschaftliche Verknüpfung mit anderen Teilen der Welt forciert werden kann.”

Und so geschah mit dem Brandt-Report, was Kritiker prophezeit hatten: Die einen, vor allem die mediale Öffentlichkeit, lobte ihn in den Himmel; die anderen, die Entscheider in Politik und Wirtschaft, äußerten Wohlwollen – und ignorierten ihn einfach. Die Verfechter der Nationalinteressen a la Reagan und Thatcher hatten gesiegt. Was sich heute übrigens in konkreten Zahlen widerspiegelt: Statt der geforderten Entwicklungshilfe von 0,7 Prozent werden durchschnittlich nur etwa 0,3 Prozent gezahlt, und die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen verdoppelte sich auf fast 1,5 Mrd. Hat also die Nord-Süd-Kommission versagt? Nein, hat sie nicht! Michael Hofmann, ein ehemaliger Mitarbeiter Willy Brandts, stellt dazu fest:

Eine unmittelbare politische Umsetzung der Vorschläge internationaler Kommissionen ist kaum zu erwarten, da sich die Regierenden nicht vorschreiben lassen wollen, was sie zu tun haben. Mittel- und längerfristig können vernünftige Empfehlungen gleichwohl Früchte tragen, weil durch den Problemdruck Bedenkenträger reifen und beweglich werden.

Mirko Smiljanic über den von Willy Brandt herausgegebenen Band “Das Überleben sichern.” Bericht der Nord-Süd-Kommission. 1982 bei Kiepenheuer und Witsch erstmals publiziert, ist das 379 Seiten starke Taschenbuch heute nur noch antiquarisch erhältlich.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1303816/

Nord-Süd-Bericht

Wechseln zu: Navigation, Suche

Am 12. Februar 1980 legte die Nord-Süd-Kommission unter dem Vorsitz von Altkanzler Willy Brandt dem Generalsekretär der Vereinten Nationen eine Studie mit dem Namen „Das Überleben sichern. Gemeinsame Interessen der Industrie- und Entwicklungsländer“ vor, die allgemein als Nord-Süd-Bericht oder Brandt-Report bekannt wurde.

Die Studie fordert eine Integration der unterprivilegierten Länder des Südens in die Weltwirtschaft und verlangt von den Industrienationen, die Entwicklungsländer zu unterstützen. Zentrale Bedeutung schreibt der Bericht außerdem einer neuen Weltwirtschaftsordnung zu, die ein sowohl für Entwicklungs- als auch für Industrieländer verträgliches Weltwirtschaftssystem darstellen soll. Ebenfalls wird ein Zusammenhang von Aufrüstung und Armut in Ländern der Dritten Welt aufgezeigt.

Weblinks

  • Hintergrundinformation der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
  • Lexikon der Nachhaltigkeit | Brandt-Report 1980 – Das Überleben sichern
  • Rückblick auf Lob und Tadel am Brandt-Bericht
  • randt Report: Das Überleben sichern, 1980

    Die vom Präsidenten der WeltbankKaputter Link, Robert S. McNamara, angeregte ‘Unabhängige Kommission für Internationale Entwicklungsfragen’, nahm im September 1977 ihre Arbeit auf. Auf seine Initiative übernahm Willy Brandt den Vorsitz dieser Kommission. Der Kommission gehören Vertreter aus insgesamt 20 Staaten – die Hälfte davon Entwicklungsländer – an. Zu den Teilnehmern zählen namhafte Persönlichkeiten wie der ehemalige britische Premier Edward Heath und der ehemalige Ministerpräsident Schwedens, Olof Palme. Ihre Hauptaufgabe sah sie darin, “die ernsten Probleme von globalen Ausmaßen zu untersuche_1508n, wie sie sich aus den wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichten der Weltgemeinschaft ergeben und Wege dafür aufzuzeigen, wie angemessene Lösungen für die Entwicklungsprobleme (…) und Armut vorangetrieben werden können.”Am 12. Februar 1980 reicht die Kommission offiziell bei den Vereinten Nationen in New York den “Nord-Süd-Bericht” ein (vollständiger deutscher Titel: “Das Überleben sichern. Gemeinsame Interessen der Industrie- und Entwicklungsländer”). Der viel diskutierte Report gilt mit seinen zukunftsweisenden Strategien und Konzepten bis heute als Meilenstein der Entwicklungspolitik.

    Mit diesem Bericht leitete die Nord-Süd-Kommission eine Wende in der Entwicklungspolitik Kaputter Linkein: “Entwicklung ist mehr als der Übergang von arm zu reich, von einer traditionellen Agrarwirtschaft zu einer komplexen Stadtgemeinschaft. Sie trägt in sich nicht nur die Idee des materiellen Wohlstands, sondern auch die von mehr menschlicher Würde, mehr Sicherheit, Gerechtigkeit und Gleichheit.”

    Die Nord-Süd-Kommission zieht eine Bilanz der Entwicklungspolitik und verlangt, die unterprivilegierten Länder des Südens in die Weltwirtschaft zu integrieren. Sie verspricht sich davon die notwendige Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Situation in den benachteiligten Ländern. Die Empfehlungen des Berichts nehmen Industrie- und Entwicklungsländer unter dem Aspekt des gegenseitigen Nutzens gleichermaßen in die Pflicht.

    Mit Aktionsprogrammen, Projekten und Reformen will man dem Ernährungsproblem, dem Bevölkerungswachstum, der wachsenden Umweltproblematik und der Ressourcenknappheit entgegenwirken. Das Sofortprogramm umfasst z.B.

    • die gezielte Erhöhung der Entwicklungshilfe
    • eine internationale Energiestrategie, die die weltweite Energieversorgung sicherstellt und Umweltbelange berücksichtigt
    • ein weltumspannendes Nahrungsmittelprogramm.

    Mit einer weitgehenden Handelsliberalisierung, einem Abbau des Protektionismus und diversen Agrar- und Strukturanpassungsprogrammen sollen die Entwicklungsländer in die Lage versetzt werden, ihre Ernährungssicherung zu verbessern und die Exportkapazität zu erhöhen.Neben einer Umgestaltung und Ausweitung der Finanzhilfen soll ihnen auch eine größere Mitsprache im Rohstoffhandel zugebilligt werden. Der Süden wirkt seinerseits durch Reformen wie der Umverteilung von Produktionsmitteln und Einkommen und Dezentralisierung an einer beschleunigten Weiterentwicklung mit.

    Trotz des internationalen Beifalls für die visionären Vorschläge der Nord-Süd-Kommission bleibt der Brandt-Bericht bis heute fast gänzlich unverwirklicht. Vor allem die Industriestaaten führten die Vorschläge stets im Munde, ohne je danach zu handeln. Die Lage vieler Entwicklungsländer ist deshalb heute schlechter als 1980.

    Willy Brandt schreibt in seinem VorwortKaputter Link: “Unser Bericht gründet sich auf das wohl einfachste gemeinsame Interesse: Dass die Menschheit überleben will und – wie man hinzufügen könnte – auch die moralische Pflicht zum Überleben hat. Dies wirft nicht nur die klassischen Fragen nach Krieg und Frieden auf, sondern schließt auch ein, wie man den Hunger in der Welt besiegt, wie man das Massenelend überwindet und die herausfordernden Ungleichheiten in den Lebensbedingungen zwischen Reichen und Armen. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Dieser Bericht handelt vom Frieden.”

    Interne Links

    Externe Links

    B


  • Nord-Süd-Kommission

    Die Bemühungen Willy Brandts um eine weltpolitische Zusammenarbeit, die er nach seinem Rücktritt vom Amt des Bundekanzlers intensiviert hat, finden weltweite Beachtung. Im Jahre 1977 bittet Robert McNamara, der Präsident der Weltbank, Willy Brandt, den Vorsitz einer “Unabhängigen Kommission für Internationale Entwicklungsfragen” (“Nord-Süd-Kommission”) zu übernehmen. Brandt hat zu diesem Zeitpunkt bereits eine Vielzahl politischer Verpflichtungen zu erfüllen. Er ist Vorsitzender der SPD, Präsident der Sozialistischen Internationale, Mitglied des Deutschen Bundestages und kandidiert auf Platz 1 der SPD-Liste zur ersten direkten Wahl des Europäischen Parlamentes. Gleichwohl sagt Brandt zu, diese zusätzliche Aufgabe zu übernehmen.

    Willy Brandt kann für eine Mitarbeit in der Nord-Süd-Kommission namhafte Politiker und Experten aus verschiedenen Entwicklungs- und Industrieländern gewinnen. Die Beratungen nehmen über zwei Jahre in Anspruch. Am 12. Februar 1980 legt die Kommission in New York dem Generalsekretär der Vereinten Nationen den “Nord-Süd-Bericht” vor. Sein vollständiger deutscher Titel lautet: “Das Überleben sichern. Gemeinsame Interessen der Industrie -und Entwicklungsländer”. Die Studie wird allgemein unter dem Namen “Brandt-Report” bekannt und erregt weltweit große Aufmerksamkeit.

    Der Brandt-Report zieht eine Bilanz der Entwicklungspolitik und verlangt, die unterpriviligierten Länder des Südens in die Weltwirtschaft zu integrieren. Die Nord-Süd-Kommission verspricht sich davon die notwendige Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Situation in den benachteiligten Ländern. Zugleich wird von den reichen Industrieländern des Nordens gefordert, ihre Mittel und Macht mit den Ländern des Südens zu teilen. Der Bericht enthält ein Bündel von Vorschlägen zur Reform und Umgestaltung des Weltwirtschaftsystems und bewertet die Einführung einer neuen Weltwirtschaftsordnung als wichtigen Beitrag, um das gemeinsame Überleben der Menschheit zu sichern. Dabei wird auf den Zusammenhang von Hochrüstung und Armut in den Ländern der Dritten Welt hingewiesen: Eine weltweite Abrüstung setze große Geldsummen frei, die für die Entwicklung der Dritte-Welt-Länder aufgewandt werden könnten.

    Willy Brandt schreibt im Vorwort der umfangreichen Ausarbeitung: “Unser Bericht gründet sich auf das wohl einfachste gemeinsame Interesse: Daß die Menschheit überleben will und – wie man hinzufügen könnte – auch die moralische Pflicht zum Überleben hat. Dies wirft nicht nur die klassischen Fragen nach Krieg und Frieden auf, sondern schließt auch ein, wie man den Hunger in der Welt besiegt, wie man das Massenelend überwindet und die herausfordernden Ungleichheiten in den Lebensbedingungen zwischen Reichen und Armen. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Dieser Bericht handelt vom Frieden.”

  • Bericht der Nord-Süd-KommissionDas Überleben sichern

    In England ist er zum Bestseller geworden, hat die Bevölkerung alarmiert und die Regierung beunruhigt. In der Bundesrepublik ist er weitgehend unbekannt geblieben, in den Buchhandlungen stoßen Kaufwünsche auf bedauerndes Achselzucken, auf Lager liegt das Gesuchte seiten. Die Rede ist vom Bericht der Nord-Süd-Kommission, die sich jahrelang unter dem Vorsitz von Willy Brandt Gedanken darüber gemacht hat, wie die Menschheit davon abgehalten werden kann, sich selber das eigene Grab zu graben:

    „Das Überleben sichern. Gemeinsame Interessen der Industrie- und Entwicklungsländer. Bericht der Nord-Süd-Kommission“. Mit einer Einleitung des Vorsitzenden Willy Brandt. Verlag Kiepenheuer und Witsch, Köln 1980; 381 S., 19,80 DM.

    Anzeige

    In dem leicht lesbaren Bericht (der den vorige Woche vorgestellten Report „Global 2000“ ergänzt) werden die großen Themenkreise gebündelt, über die die Menschheit sich verständigen muß, wenn es nicht zur Katastrophe kommen soll: Hunger, Bevölkerungsexplosion, Unterentwicklung und Armut in den meisten Regionen der Erde und Überentwicklung und Überfluß in einigen wenigen; das Gefälle zwischen Nord und Süd, das Gerangel um Ressourcen und Energiequellen, die völlig aus dem Lot geratene Weltwährungs- und Weltwirtschaftsordnung.

    Gewiß, der Brandt-Report hat große Schwächen. Die Kommission vergab die Chance, neue und praktizierbare Entwicklungsleitlinien auszuarbeiten; statt dessen hat sie sich weitgehend auf Bestandsaufnahmen beschränkt. Und sie erhofft sich allzuviel vom Milliarden-Transfer in die Dritte und vierte Welt, ohne zugleich auch auf politischen und sozialen Reformen in diesem Gebiet zu bestehen. Ohne sie sind derartige Finanzspritzen wenig sinnvoll.

    Dennoch ist der Kommissionsbericht eine wichtige und zum Nachdenken anregende Bilanz, gerade bei der allenthalben sichtbar werdenden Tendenz, Entwicklungsprobleme wieder auf das Abstellgleis zu schieben. Für Willy Brandt und seine Kommission, ja für die Nord-Süd-Politik überhaupt wäre das eine Fehlentscheidung, die sich keine Regierung mehr auf dieser Erde leisten kann. Denn: „Die Herausforderungen kommender Jahrzehnte werden nicht durch ein gegnerisches System von Gewinnern und Verlierern bewältigt werden – Nord gegen Süd und Ost gegen West, sondern nur durch eines, das sich auf allumfassende menschliche Solidarität und internationale Zusammenarbeit gründet.“

    Gabriele Venzky

  • http://www.zeit.de/1981/28/das-ueberleben-sichern

Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

 

PRÄAMBEL

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,

verkündet die Generalversammlung

diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.

Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2

Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Artikel 3

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Artikel 4

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.

Artikel 5

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Artikel 6

Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

Artikel 7

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Artikel 8

Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden.

Artikel 9

Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Artikel 10

Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.

Artikel 11

1. Jeder, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.

2. Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

Artikel 12

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

Artikel 13

1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.

2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Artikel 14

1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.

2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen.

Artikel 15

1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.

2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.

Artikel 16

1. Heiratsfähige Männer und Frauen haben ohne jede Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.

2. Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.

3. Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.

Artikel 17

1. Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben.

2. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.

Artikel 18

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Artikel 19

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 20

1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.

2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

Artikel 21

1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.

2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.

3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

Artikel 22

Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

Artikel 23

1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.

4. Jeder hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Artikel 24

Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.

Artikel 25

1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.

2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

Artikel 26

1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.

2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.

3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Artikel 27

1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.

2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.

Artikel 28

Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

Artikel 29

1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.

2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.

3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Artikel 30

Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.

http://www.un.org/Depts/german/grunddok/ar217a3.html

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Die Flagge der Vereinten Nationen

Sonderbriefmarke von 1998 zum 50. Jahrestag der Erklärung

DieAllgemeine Erklärung der Menschenrechte(A/RES/217, UN-Doc. 217/A-(III)), auch:Deklaration der Menschenrechte oder UN-Menschenrechtscharta oder kurz AEMR, ist das ausdrückliche Bekenntnis der Vereinten Nationenzu den allgemeinen Grundsätzen derMenschenrechte. Es wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Palais de Chaillot in Paris genehmigt und verkündet.

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

– Allgemeine Erklärung der Menschenrechte[1]

Der 10. Dezember als Tag der Verkündung wird seit 1948 als Internationaler Tag der Menschenrechte begangen.

Inhaltsverzeichnis

[Verbergen]

Grundlagen [Bearbeiten]

Die Menschenrechtserklärung besteht aus 30 Artikeln. Diese enthält grundlegende Ansichten über die Rechte, die jedem Menschen zustehen, „ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.“[2] und unabhängig davon, in welchem rechtlichen Verhältnis er zu dem Land steht, in dem er sich aufhält. Mit Übersetzungen in nach Angaben des Office of the High Commissioner for Human Rights mehr als 300 Sprachen ist sie einer der am meist übersetzten Texte.

Schon die Präambel erklärt als grundsätzliche Absicht „FreiheitGerechtigkeit und Frieden in der Welt“, und Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an „die Würde und den Wert der menschlichen Person und an dieGleichberechtigung von Mann und Frau“.[3]

Rechtlicher Status [Bearbeiten]

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist keine verbindliche Rechtsquelle des Völkerrechts.[4] Sie wurde mit der Resolution 217 A (III)[5] der UN-Vollversammlung eingeführt. Die Erklärung ist also kein völkerrechtlicher Vertrag und daher nicht als solcher verbindlich. Auch ihr Status als Resolution verleiht ihr keine verbindliche Wirkung, da nach der UN-Charta nur Resolutionen des Sicherheitsrates bindende Wirkung zukommt und eine entsprechende Regelung für Resolutionen der Vollversammlung fehlt.[6] Allerdings ist die Aussage einer Unverbindlichkeit der Erklärung dennoch einzuschränken: Zum einen finden sich viele Bestimmungen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte auch in den beiden internationalen Pakten über Bürgerliche und Politische Rechte(„Zivilpakt“, BPR) sowie über Wirtschaftliche, Soziale und Kulturelle Rechte („Sozialpakt“, WSKR), beide 1966 geschlossen und 1976 in Kraft getreten; diese Bestimmungen haben dadurch den Rang bindender internationaler Abkommen erhalten. Zum anderen ist es denkbar, dass sich Bestimmungen der Erklärung zu Völkergewohnheitsrecht entwickeln und dann auf dieser Basis bindende Wirkung entfalten. Die Rechtsquelle, auf der die Bindung beruht, wäre dann aber das – im Einzelfall nachzuweisende – Gewohnheitsrecht, nicht die Erklärung selbst.

Im Juli 2010 erklärte die UN-Vollversammlung mehrheitlich das Recht auf Wasser zum Menschenrecht.[7] Auch diese Erklärung ist aber aus denselben Gründen völkerrechtlich nicht verbindlich.

Vorläufer [Bearbeiten]

Eleanor Roosevelt mit der spanischen Sprachversion (Declaración Universal de los Derechos del Hombre)

„Allgemeine Menschenrechte“ wurden erstmals im 6. Jh. v. Chr. auf dem altpersischen Kyros-Zylinderpostuliert. In der Moderne erfolgte die Formulierung in der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von 1776:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind.“

Dort sind sie bereits als „unveräußerliche“ Rechte definiert. Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte der französischen Nationalversammlung vom 26. August 1789 greift diese Ideen auf und führt sie weiter aus, basierend auf den zu der Zeit aktuellen philosophischen Ideen der Aufklärung. Die Allgemeine Menschenrechterklärung nimmt mit den Worten „im Geist der Brüderlichkeit“[1] und „Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied“[2] auf dieseRechtstradition Bezug. Einer der ersten Versuche, den Gültigkeitsanspruch der Menschen- und Bürgerrechte über Europa und Amerika hinaus zu erweitern, war die vom African National Congress(ANC) am 16. Dezember 1943 verabschiedete Erklärung Africans’ Claims in South Africa.

Geschichte [Bearbeiten]

Die Erklärung der Menschenrechte durch die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen ist eine direkte Reaktion auf die schrecklichen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs, in dem die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben. Gemäß Artikel 68 der Charta der Vereinten Nationen[8] wurde 1946 die UN-Menschenrechtskommission als eine Fachkommission des UN-Wirtschafts- und Sozialrates gegründet. Im Bewusstsein der inhaltlichen Defizite der Charta hinsichtlich der Menschenrechte war somit die erste große Aufgabe der neu gegründeten Kommission die Erarbeitung eines internationalen Menschenrechtskodex (International Bill of Rights).[9] Ende Januar 1947 nahm die aus 18 Experten bestehende Kommission unter der Leitung Eleanor Roosevelts ihre Arbeit auf.

Wesentlichen Anteil an der Abfassung hatten der kanadische Jurist John Humphrey, der libanesische Politiker und Philosoph Charles Malik, der französische Jurist René Cassin, der chinesische Philosoph Peng-chun ChangEleanor Roosevelt, die Witwe des vormaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt sowie Jacques Maritain.

Die Verhandlungen [Bearbeiten]

Das Verhandlungsklima war bereits so stark geprägt von dem Konflikt zwischen Ost und West, dessen Ausmaße bald den ganzen Globus umspannten und Hunderte von Kriegen und Konflikte mit massivsten Menschenrechtsverletzungen auslösen sollten, dass Eleanor Roosevelt bald den Plan eines völkerrechtlich bindenden Menschenrechtspaktes verwerfen musste und angesichts der sich stetig verhärtenden Fronten entschloss, mehrstufig vorzugehen und sich zunächst nur auf den Entwurf einer unverbindlichen Erklärung der Menschenrechte zu konzentrieren. Die Einigung auf die rechtlich bindende Form einesvölkerrechtlichen Vertrages wurde auf später verschoben, denn sie schien zu diesem Zeitpunkt nicht nur sehr zeitaufwendig, sondern vor allem sehr unsicher im Vergleich zu einer allgemeinen Erklärung, die im Grunde nur eine bloße Empfehlung darstellen würde. Was man aber zunächst erreichen wollte, war eine Definition des zu schützenden Bestandes an Menschenrechten, um so eine universale Rechtsauffassung zum Ausdruck zu bringen.[10] Doch auch dies sollte, wie sich bald zeigte, komplizierter als zuvor vermutet werden. Während die westlichen Staatenausschließlich politische und bürgerliche Freiheitsrechte in die Erklärung aufnehmen wollten, bestanden die Sowjetunion und andere sozialistische Staaten auf demselben Stellenwert wirtschaftlicher und sozialer Rechte. Vor dem Hintergrund all dieser Meinungsverschiedenheiten offenbarte sich die letztendlich am 10. Dezember 1948 verabschiedete Fassung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte als das Resultat eines schwierigen Kompromisses und war allgemein genug gehalten, damit er unterschiedlich akzentuierte Auslegungen der Menschenrechte zuließ.[11]

Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte mit 48 Ja-Stimmen, 0 Gegenstimmen und 8 Enthaltungen verabschiedet. Die Enthaltungen kamen von derSowjetunion, der UkraineWeißrusslandPolen, der ČSSRJugoslawienSaudi-Arabien undSüdafrika.

Weiterführendes [Bearbeiten]

Die erste Weltmenschenrechtskonferenz fand 1968 in Teheran statt. Die zweite Weltmenschenrechtskonferenz wurde von den Vereinten Nationen vom 14. bis 25. Juni 1993 inWien abgehalten, wenige Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges und der Blockkonfrontation. In der Abschlusserklärung bekannten sich die fast vollzählig versammelten 171 Staaten einmütig zu ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen.

Im Jahr 1990 beschloss die Organisation der Islamischen Konferenz die Kairoer Erklärung der Menschenrechte, die inhaltlich erheblich von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte abweicht, obwohl sie im Wortlaut ähnlich gehalten ist. Sie garantiert z. B. keine Gleichberechtigung von Männern und Frauen und kein Recht auf freie Wahl der Religion oder des Ehepartners. Weiter stellt sie alle dargestellten Rechte unter den Vorbehalt der islamischen Schari’a.

Die Arabische Charta der Menschenrechte wurde 2004 von der Arabischen Liga beschlossen und liegt näher an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Eine im Jahr 2010 gestartete Initiative suchte nach einem universellen Logo für Menschenrechte. Aus über 15.300 Vorschlägen aus mehr als 190 Ländern bestimmte eine Jury ab Juli 2011 die besten Zehn. Das Gewinnerlogo stammt von Predrag Stakic aus Serbien und verbindet die Silhouette einer Hand mit der eines Vogels.[12]

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. ↑ a b Art. 1. In: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. 10. Dezember 1948(un.org, abgerufen am13. Oktober 2011).
  2. ↑ a b Art. 2. In: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. 10. Dezember 1948(un.org, abgerufen am13. Oktober 2011).
  3.  Präambel der Erklärung. In: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.10. Dezember 1948 (ONHCR, abgerufen am 10. Dezember 2008).
  4.  H.J. Steiner/P. Alston (Hrsg.). International Human Rights in Context. 2. Aufl. Oxford 2000, S. 151. Vgl auch Art. 38 Abs. 1 des IGH-Statuts, der die Völkerrechtsquellen auflistet.
  5.  Einführung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte über UN-Resolution 217 A (III)
  6.  Art. 25 UN-Charta.
  7.  Webseite der Vereinten Nationen:General Assembly Adopts Resolution Recognizing Access to Clean Water, Sanitation (28. Juli 2010), Protokoll zu den Positionen und Voten der Mitgliedsländer, zuletzt abgerufen am 21. März 2011
  8.  Die Resolution der UN-Generalversammlung UN-Doc. 217/A-(III), 12. Dezember 1948. In: Informationen derGfpA. Nr. 58, September 1998 (PDF; 0,8 MB, abgerufen am10. Dezember 2008).
  9.  Christian Tomuschat: Globale Menschenrechtspolitik, In: Karl Kaiser, Karl/Hans-Peter Schwarz: Weltpolitik im neuen Jahrhundert, Baden-Baden, 2000, S. 431–441.
  10.  Sven Bernhard Gareis/Johannes Varwick:Die Vereinten Nationen: Aufgaben, Instrumente und Reformen, 4. Aufl., Opladen/Farmington Hills, 2006, S. 176
  11.  Peter J. Opitz: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, In: Helmut Vogler (Hg.):Lexikon der Vereinten Nationen, München/Wien, 2000, S. 331–336
  12.  Website über das Logo
Einklappen

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte |UN-Sozialpakt | UN-Zivilpakt
Genozidkonvention | Flüchtlingskonvention |Rassendiskriminierungskonvention |Frauenrechtskonvention | Folterkonvention |Kinderrechtskonvention |Wanderarbeiterkonvention |Behindertenrechtskonvention

http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/888798/

Hessel über Menschenrechte

hesselbild2„Menschen müssen sich einsetzen, um die Welt zu verbessern”

Botschaft von Stéphane Hessel zum Internationalen Tag der Menschenrechte

„Es gibt bestimmt einen Grund, die Menschenrechtserklärung jedes Jahr noch einmal zu feiern.“ Das sagt Stéphane Hessel anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte (10. Dezember) in einem Gespräch mit Afsané Bassir-Pour, Direktorin des Regionalen Informationszentrums der Vereinten Nationen in Westeuropa (UNRIC). Stéphane Hessels deutschsprachige Botschaft zum diesjährigen Internationalen Tag der Menschenrechte finden Sie hier: https://vimeo.com/55259486

Der 1917 in Deutschland geborene, französische Diplomat war Mitglied der französischen Résistance im Zweiten Weltkrieg. Gegen Kriegsende wurde er von der Gestapo verhaftet, überlebte den Aufenthalt im Konzentrationslager Buchenwald. Nach dem Krieg trat Hessel in den diplomatischen Dienst und vertrat Frankreich bei den Vereinten Nationen in New York. 1948 wirkte er an dem Entwurf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte mit. Sein 2010 veröffentlichter Essay „Empört euch“ wurde ein internationaler Bestseller.

„Diese große Erklärung, die ich immer bei mir trage, ist für uns sehr wichtig“, so Hessel. Die Menschenrechtserklärung sei noch immer gültig, man müsse sie „kräftig unterstützen“.

Das vollständige Interview in englischer Sprache finden Sie hier:http://vimeo.com/55114537

http://www.unric.org/de/component/content/article/26852-stephane-hessel-ueber-menschenrechte