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Emanzipation durch das Recht auf menschenwürdige Arbeit

http://de.euronews.com/2013/06/14/radikale-gerwerkschaftler-besetzen-platinbergwerk/

Mehr als 2000 Kumpel haben ein südafrikanisches Platinbergwerk besetzt. Die Männer fuhren am Morgen in den Schacht der Platinmine Thembelani bei Rustenburg ein, weigerten sich unter Tage aber, die Arbeit aufzunehmen. Der Protest der Bergarbeiter richtet sich gegen die Entlassung von vier Vertrauensmännern der Gewerkschaft AMCU. Nach Angaben des Eigners der Mine, des Bergbaukonzern Anglo American, hinderten einige Kumpel die Belegschaft am Verlassen des Schachtes.

Der südafrikanische Vizepräsident Kgalema Motlanthe forderte eine Beendigung des Konfliktes in den Platingruben. Südafrikas Attraktivität für Investitionen im Bergbau dürfe nicht gefährdet werden. Seit Monaten liefert sich die radikale AMCU eine erbitterte Auseinandersetzung mit der traditionellen, dem ANC-nahestehenden Bergarbeitergewerkschaft NUM.

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Billig. Billiger. Banane.

Ein Lebensmittel wird verramscht

http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/billig-billiger-banane-ein-lebensmittel-wird-verramscht?documentId=15029180

http://www.ardmediathek.de/das-erste/morgenmagazin/billig-billiger-banane?documentId=15011024

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/14982876_vorschau-auf-billig-billiger-banane-mo-3-

Bildergalarie: http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/wdr/03062013-billig-billiger-banane-100-110.html

Hand greift nach Banane (Bild: WDR/Längengrad Filmproduktion/ Markus Winterbauer)Ein Drittel des EU-Bananenimports landet in deutschen Supermärkten und Discountern.
Über eine Million Tonnen Bananen essen die Deutschen jedes Jahr. Damit haben sie eine Spitzenposition in Europa – mit enormer Preismacht. Denn ein Drittel des gesamten EU-Bananenimports landet auf heimischen Ladentischen, in den Supermärkten und bei den Discountern. In einem gnadenlosen Preiskampf verkommt hier die gelbe Frucht zur Ramschware.

Interview mit der Autorin des Films, Sarah Zierul

 Der Preis für Bananen ist seit 20 Jahren nicht gestiegen. Der Film deckt die erstaunlich große Macht deutscher Supermarktketten auf und zeigt, welch dramatische Folgen unser Billigwahn für Arbeiter und Umwelt in den Anbauregionen Lateinamerikas hat.

Trotz möglicher Alternativen greifen die Kunden vor allem zu den Billigangeboten. Entgegen aller Lippenbekenntnisse fristen Bio- und Fair-Trade-Bananen ein Nischendasein. Der über ein Jahr lang recherchierte Film zeigt in eindringlichen Bildern: Die wahre “Bananenrepublik” liegt heutzutage nicht mehr in Lateinamerika, sondern in Deutschland.

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/wdr/03062013-billig-billiger-banane-100.html

http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/vorschau-auf-billig-billiger-banane-mo-3-juni-23?documentId=14982876

OHNDUMPING IM BANANENHANDEL

Billig-Bananen haben ihren Preis

Hungerlohn und Gefahren für die Gesundheit: Bananenernter in Ecuador haben es schwer. Schuld sind Supermarktketten wie Aldi und Lidl, sagt Oxfam.VON SEBASTIAN FISCHER

Kein Fairtrade: Bananen aus Ecuador.  Bild:  dpa

BERLIN taz | Wer im Supermarkt nach Bananen greift, freut sich über den niedrigen Preis. Wer aber die Früchte in Ecuador vom Baum hackt, schimpft auf die deutschen Handelsketten. Die Plantagenarbeiter sind nämlich durch die niedrigen Preise gezwungen, für einen Lohn zu schuften, mit dem sie ihre Familien kaum ernähren können.

Am Freitag veröffentlichte die Hilfsorganisation Oxfam eine Studie, in der sie schwere Vorwürfe gegen die großen deutschen Supermarktketten erhebt. Ihre Marktmacht und der damit verbundene Kostendruck auf Lieferanten seien mitverantwortlich für die unwürdigen Arbeitsbedingungen.

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Für ihre aktuelle Studie hat Oxfam die Aussagen von 117 Arbeiten zusammengefasst, die bei ecuadorianischen Bananenproduzenten oder deren Zulieferplantagen arbeiten. Ecuador ist der weltgrößte Bananenlieferant, Oxfam schätzt, dass jede dritte in deutschen Supermärkten verkaufte Banane von hier stammt. In Deutschland kontrollieren Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Metro fast den gesamten Lebensmitteleinzelhandel.

Die befragten Plantagenarbeiter bekamen laut Studie einen durchschnittlichen Nettolohn von 237 US-Dollar im Monat. Deutlich weniger als die 390 US-Dollar, die Ecuador selbst als Existenzminimum für eine Familie definiert. Dazu kommt, dass die Arbeiter zusätzlich zu 40-Stunden-Wochen noch im Schnitt 24 bis 32 unbezahlte Überstunden pro Monat arbeiteten.

Sozialleistungen, die ihnen zustünden, würden vorenthalten, Urlaub nicht bezahlt. Im Vergleich zu 2008, als Oxfam eine ähnliche Studie veröffentlichte, habe sich die Einkommenssituation jedoch leicht gebessert.

Nach wie vor katastrophal sei jedoch die Gesundheitsgefährdung der Arbeiter. Obwohl es gesetzlich verboten sei, versprühten die Plantagenbesitzer hochgiftige Pestizide per Flugzeug. “Wir bedecken uns mit unseren Hemden, weil der Verwalter der Plantage uns nicht erlaubt, die Felder zu verlassen”, zitiert die Studie einen Arbeiter.

Ein von Oxfam befragter Exporteur sprach auch direkt die deutschen Discounter an: “Das Einkaufsvolumen der Supermarktketten ist inzwischen so groß geworden, dass sie den Preis bestimmen können.” Die Mehrheit der deutschen Importeure sage: “Verkaufe mir Bananen zum Aldi-Preis minus oder plus 1 Prozent.”

ARTIKEL ZUM THEMA

  • NACHHALTIGE BANANENPRODUKTION

    Chiquitas Etikettenschwindel

Rewe teilte der taz mit, der Anteil ecuadorianischer Bananen liege bei ihnen bei lediglich 5 Prozent. Die Metro-Gruppe gab an, dass zu Produzenten und Exporteuren von Bananen keine direkten Lieferbeziehungen bestünden. Edeka teilte mit, dass lediglich 1 Prozent der Bananen Ecuadors bei ihnen landen würden. Lidl teilte mit, man nehme die Studie “sehr ernst”. Weder Aldi Nord noch Aldi Süd reagierten auf Anfragen.

http://www.taz.de/!84678/

Billigproduktion und ihre Folgen

Arbeiterinnen nähen Kleidung in einer chinesischen Fabrik, Quelle:picture alliance/dpa

Hungerlöhne, gefährliche Arbeitsplätze, Pestizide und verseuchtes Trinkwasser: Der Preis für die möglichst billige Produktion von Jeans, Schuhen oder Lebensmitteln ist hoch. Immer wieder kommen Arbeiter bei Bränden oder Unfällen ums Leben. Videos und Audios über die Herstellung von Billigkleidung sowie Konsum- und Lebensmitteln in Billiglohnländern wie Bangladesch im Süden Asiens.

hier die ARD-Clips:

http://www.ardmediathek.de/dossiers/billigproduktion-und-ihre-folgen?documentId=12759200

BLOG | IRENE BRICKNER, 2. Juni 2013, 18:34
  • Ein Drittel der Moldauer lebt am Rande des Hungers.
    foto: neoumanist association

    Ein Drittel der Moldauer lebt am Rande des Hungers.


Im ärmsten Staat Europas ist die global sich weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich für viele Arme lebensbedrohend

Das weltweit wohl dringendste Problem ist die Schere zwischen Arm und Reich. Dass sie sich immer weiter öffnet und dass es keinen wirksamen Plan gibt, um diese Entwicklung zu stoppen und den erwirtschafteten Reichtum gerecht(er) zu verteilen, ist auch ein zutiefst menschenrechtliches Thema: Nicht zufällig sind der Schutz vor Armut, Hunger, das Recht auf einen akzeptablen Lebensstandard unveräußerlicher Teil der UN-Menschenrechtsdeklaration aus dem Jahr 1948 und folgender vergleichbarer Erklärungen, wie etwa der Europäischen Menschenrechtsdeklaration.

Denn wer im Elend lebt, kann auch seine politischen und bürgerlichen Rechte nur beschränkt ausüben. Weil ihm oder ihr im Kampf, den heutigen Tag, die Woche, das Monat zu überleben, schlicht die Kraft dazu fehlt.

Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie ein solches Überleben aussieht und was es mit den Menschen macht, die ihm unterworfen sind, muss man Europa nicht verlassen. Man muss, zum Beispiel, nur eineinhalb Flugstunden weit in die Republik Moldau fliegen* und sich dort weder von der im Frühsommer üppig grünen Landschaft, noch von den auch existierenden Inseln des Wohlstands, ja Reichtums ablenken lassen.

Ein Drittel schwer verarmt

Sondern man muss sich die Zustände vergegenwärtigen, unter denen dort, meist am Land, ein – von HelferInnen geschätztes – Drittel der Menschen lebt (eine ausführlichere Reportage im STANDARD folgt).

Dieses Drittel lebt am Rande des Hungers –  und oft auch jenseits dieser Grenze, denn die im Handel befindlichen Lebensmittel sind mit den realen Monatseinkommen (eine moldauische Rentnerin etwa bezieht umgerechnet 60 Euro Monatspension) für Viele unerschwinglich. Auch Schulkindern wird von Schulärztinnen vielfach Unterernährung beschieden. Also sind die meisten MoldauerInnen auf Subsistenzwirtschaft angewiesen: kein Garten, in dem nicht jeder Quadratmeter für den Anbau von Erdäpfeln, Zwiebeln, Gurken und Paradeisern ausgenützt würde.

“Moldawische Diebsbanden”

Doch was geschieht, wenn besagter Rentnerin die Knochenarbeit im Garten zu viel wird? Dann hat sie schlicht nichts zum Essen mehr, und es drohen ihr Hunger, Auszehrung und Tod. Helfende Nachbarn und Verwandte fehlen oft: Viele Junge sind auf der Suche nach ausreichend Einkommen im Ausland, viele davon mangels legaler Einreisechancen schwarz. Straucheln sie dort, ist in den österreichischen Boulevardmedien dann von “moldawischen Diebsbanden” die Rede.

Aus welchen Lebensumständen diese Diebe kommen, interessiert in diesem Fall keine/n mehr. Etwa, dass besagtes verarmtes Bevölkerungsdrittel unter widrigen infrastrukturellen Bedingungen lebt: Weder in Jahrzehnten der Sowjetherrschaft, noch seit der Wende 1992 ist es gelungen, in den Dörfern für Fließwasser und Kanalisation zu sorgen. Das Klo ist meist nur ein Loch im Garten, das Wasser stammt aus privaten Brunnen und muss auf Öfen mühsam erwärmt werden.

Angst vor dem Winter

Doch was geschieht, wenn es im Winter wochenlang minus 20 Grad und weniger hat? Dann fürchten Angehörige der zahlreichen vor Ort tätigen Hilfsorganisationen täglich, in den baufälligen Katen täglich, Erfrorene vorzufinden.

Besagte zahlreiche Hilfsorganisationen können das moldauische Elend nur lindern, können es nicht beseitigen. Es handelt sich um lebensbedrohliches Elend in einem Staat, dem von den Vereinten Nationen insgesamt ein “mittleres” Niveau der Wohlstandsentwicklung beschieden wird: Auf dem weltweiten Wohlstandsindikator, dem Human Development Index, rangiert die Republik Moldau unter 186 Staaten derzeit auf Platz 113.

Um den Menschen in diesem in Europa ärmsten Staat effizient zu helfen, bräuchte es – nach einer politischen Lösung des Problems mit der abtrünnigen, von Russland unterstützten Republik Transnistrien – ausgedehnte Investitionen: Klug eingesetztes Geld, das der Bevölkerungsmehrheit zugutekommt, abseits der Korruptionsfalle, in der sich nur wenige bereichern.

Doch, wie gesagt: gegen die  sich weiter auftuende Schere zwischen Arm und Reich gibt es derzeit keinen Plan. Dabei hinge von einem solchen Plan die Zukunft ab. (Irene Brickner, derStandard.at, 2.6.2013)


* Anmerkung

Die Reise zu den Hilfsprojekten des Vereins Concordia fand auf Einladung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner statt, der diese Projekte unterstützt.

Textilarbeiterinnen in Kambodscha

Protest gegen uneingelöste Versprechen

Nach dem Fabrikeinsturz in Bangladesch mit mehr als 1000 Toten protestieren auch in Kambodscha Textilarbeiterinnen gegen verheerende Arbeitsbedingungen. Diese werden zunehmend auch zur Belastung für Auftraggeber aus dem Westen.

Von Udo Schmidt, ARD-Hörfunkstudio Südostasien

Etwa 300 Frauen – einige von ihnen mit Megafonen – stehen vor dem Tor der “Sabrina”-Textilfabrik in Kompong Speu, westlich der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh. Sie sind seit Tagen hier und fordern mehr Lohn – die Erfüllung eines bereits gegebenen Versprechens.

Proteste vor einer Textilfabrik in Kambodscha

galerieEtwa 300 Frauen demonstrierten vor der “Sabrina”-Textilfabrik in Kambodscha für mehr Geld.

14 Dollar mehr Einkommen pro Monat seien ihnen vom Arbeitsministerium und dem Fabrikbesitzer zugesagt worden, erklärt die 28-jährige Textilarbeiterin Mao Pov. Sie protestiere, weil das, was sie im Moment bekäme – neun Dollar mehr -, nicht genug sei.

Man könne das Einkommen nicht noch weiter erhöhen, entgegnet die Verwaltungsleitung des Textilunternehmens. Schließlich würden schon jetzt 102 Dollar monatlich an jede Arbeiterin gezahlt. Und seit Tagen werde gestreikt, die Produktion liege derzeit brach.

Protest vor Textilfabrik in Kambodscha
U. Schmidt, ARD Singapur
31.05.2013 08:04 Uhr

Download der Audiodatei

Mindestens 23 Frauen sollen verletzt worden sein

3000 Frauen waren am Montag vor der Fabrik versammelt, die Firmenleitung rief die Polizei. Diese ging nach Angaben von Augenzeugen brutal gegen die streikenden Frauen vor, mindestens 23 seien nach Gewerkschaftsangaben verletzt worden.

Eine von ihnen ist die 20-jährige Oum Sreysoth. “Ich bin von den Polizisten weggestoßen worden und hingefallen”, erzählt sie. Direkt vor der Fabrik sei das passiert. Dabei habe sie ihr ungeborenes Baby verloren.

Polizeisprecher weisen diese Darstellung zurück. Es sei ganz anders gewesen: Die Frauen hätten mit Steinen geworfen, man habe sich verteidigen müssen.

Eine Sprecherin des US-Sportartikelherstellers Nike, das bei Sabrina produzieren lässt, zeigte sich besorgt über die Vorgänge am Werkstor: Das Recht auf Versammlungsfreiheit müsse respektiert werden. Ebenso wie das Recht auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Nike weiß das. Erst Mitte Mai waren zwei Arbeiterinnen getötet und elf verletzt worden, als das Dach einer kambodschanischen Schuhfabrik in Angsokun südlich von Phnom Penh einstürzte. Die oft unzumutbaren Verhältnisse in den Textilfabriken Asiens werden zunehmend zur Belastung für die auftraggebenden US-amerikanischen und europäischen Unternehmen.

http://www.tagesschau.de/ausland/kambodscha-textilfabrik100.html

Video Billige Kleidung:

http://www.tagesschau.de/ausland/billigkleidung100.html

Abschied von der alten Rollenverteilung

Mehr US-Mütter werden Hauptverdiener

Abschied von der alten Rollenverteilung

In den USA hat sich in den vergangenen 50 Jahren ein deutlicher Wandel in der Familienstruktur vollzogen: In vier von zehn Haushalten sind berufstätige Mütter die Hauptverdiener, 1960 waren es nur elf Prozent – viele sehen dies aber mit Sorge.

Von Martin Ganslmeier, NDR-Hörfunkstudio Washington

Die Situation der 32-jährigen Ginny ist typisch für viele junge Familien in Amerika. Als Wissenschaftlerin mit Uni-Abschluss hat sie einen besser bezahlten Job als ihr Mann. Also blieb der Vater daheim, um sich um die beiden Kinder zu kümmern: “Es war eine rein wirtschaftliche Entscheidung”, sagt Ginny und fügt hinzu: “Ich habe einfach mehr Geld verdient als er.”

Einkauf in US-Supermarkt

galerieEine Mutter mit ihren Kindern beim Einkaufen: In vielen Familien kümmert sich mittlerweile der Vater um den Haushalt.

Die traditionelle amerikanische Familie der 1960er-Jahre ist nach der Studie des Forschungsinstituts Pew Research heute die Ausnahme. In den meisten Haushalten müssen beide Partner arbeiten, um finanziell über die Runden zu kommen.

Dass bereits in 40 Prozent der US-Haushalte berufstätige Mütter die Hauptverdiener sind, sei eine direkte Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise, sagt Paul Taylor, stellvertretender Direktor des Pew-Instituts: “Die Veränderungen in der Wirtschaft waren härter für die Männer. Die Industrien, die Männern einen guten Mittelklasse-Job boten, sind geschrumpft.”

 

Frauen-Power – immer mehr US-Mütter als Hauptverdiener
M. Ganslmeier, ARD Washington
31.05.2013 04:31 Uhr

Download der Audiodatei

 

Wirtschaftskrise vernichtet Männerjobs

Durch die Wirtschaftskrise gingen vor allem klassische Männerberufe in der Industrie und im Finanzsektor verloren. Hinzu kommt ein weiterer Trend, der für die Frauen spricht: ihre bessere Ausbildung. In den USA erlangten heute mehr Frauen als Männer einen Uni-Abschluss, sagt Kim Parker, die Autorin der Studie: “Sie sind besser ausgebildet und somit in einer besseren Ausgangslage, hochbezahlte Jobs anzunehmen und den wesentlichen Teil des Familieneinkommens beizusteuern.”

Die Situation für Frauen in Amerika wurde dadurch jedoch keineswegs einfacher. Die Arbeitswelt in den USA sei noch zu wenig auf berufstätige Mütter zugeschnitten, beklagt die Studie. Mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten seien dringend nötig. Am schwierigsten haben es alleinerziehende Mütter, die laut Studie häufig eine schlechtere Ausbildung hatten und deutlich weniger verdienen.

Ford-Montage in Illinois

galerieTraditionelle Männerjobs fallen weg: Arbeiter in einem Ford-Werk

 

Sorge um Kindererziehung

Dass die erheblichen Veränderungen in US-Familien unumkehrbar sind, davon sind 80 Prozent der befragten Amerikaner überzeugt. Nur jeder Fünfte sieht die Entwicklungen jedoch als gut für die Gesellschaft. Drei von vier sagen, dass dadurch die Erziehung von Kindern erschwert wird. Und die Mehrheit befürchtet, dass unter den Anforderungen der heutigen Berufswelt vor allem die Kinder leiden.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/frauen-usa100.html

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Mehr als tausend Tote in einer Bekleidungsfabrik in Bangladesch haben bei westlichen Einzelhändlern ein schlechtes Gewissen ausgelöst. Wird ein richtungsweisendes Abkommen wirklich für mehr Sicherheit in den Sweatshops des Landes sorgen?

Über dieses Thema sprach Isabelle Kumar von euronews mit dem Generalsekretär der UNI Global Union Phillip Jennings. Die Vereinigung vertritt weltweit 900 Gewerkschaften und 15 Millionen Arbeitnehmer.

Isabelle Kumar, euronews:
“Wir sind mitten in einer Rezession und die Verbraucher wollen billigere Waren kaufen. Vor kurzem ist wieder eine Bekleidungsfabrik in Kambodscha eingestürzt. Können sie garantieren, dass so eine Katastrophe nicht wieder passiert?

Phillip Jennings:
“Wir haben gemeinsam eine Vereinbarung getroffen. Die UNI Global Union mit einer anderen weltweiten Vereinigung, der IndustriALL. Das ist eine Partnerschaft von Produktion, Dienstleistungen und dem Handelssektor. Es ist ein Abkommen über die Sicherheit in den Fabriken in Bangladesch, rechtlich verbindlich und durchsetzbar. Mehr als 40 der größten Einzelhändler und globalen Marken haben diese bindende Vereinbarung unterzeichnet. Dies ist entscheidend und wird seine Wirkung zeigen. Ich frage die Verbraucher: sind sie trotz der wirtschaftlichen Krise und finanzieller Engpässe bereit, einen Penny oder einen Cent mehr für die Produkte zu zahlen? Nur so können wir garantieren, dass für die Produkte nicht Kinder und ihre Mütter ausgebeutet werden oder unter Bedingungen arbeiten müssen, die für jeden Bürger der Europäischen Union inakzeptabel wären. Es wurde höchste Zeit und deshalb ist diese Vereinbarung in Kraft getreten, damit sich die Verhältnisse in Bangladesch und anderen Ländern ändern.”

Isabelle Kumar, euronews:
“Aber diese Vereinbarung betrifft doch nur Bangladesch. Warum konnten Sie die Einzelhändler nicht überzeugen, die Vereinbarung für alle Länder zu unterzeichnen?”

Phillip Jennings:
“Unsere Herausforderung ist, wie wir es schaffen, eine breiter angelegte Vereinbarung durchzusetzen. Aber angesichts der Fabrikeinstürze und der Tatsache, dass mehr als 2000 Menschen in Bangladesch ihr Leben verloren haben und in diesem Sektor 4 Millionen Menschen in 4000 Fabriken beschäftigt sind, ist das die entscheidende Frage. Es wird Hilfe kommen und sie ist ja auch schon auf dem Weg in all die anderen betroffenen Länder. Ich denke, es ist unvermeidlich, dass wir eine breit angelegte Debatte führen.”

Isabelle Kumar, euronews:
“Kommen wir zu unserer ersten Frage aus Frankreich:”

“Guten Morgen, mein Name ist Nicolas und ich komme aus Frankreich. Welche großen Unternehmen haben noch nicht das Sicherheitsabkommen für Bangladesch unterzeichnet?”

Isabelle Kumar, euronews:
“Einige grosse Namen wie H&M, Calvin Klein, Primark, Carrefour haben unterschrieben, aber zahlreiche wichtige fehlen noch. Wer fehlt noch?”

Phillip Jennings:
“Aber die Großen, wie Walmart und GAP, sind nicht an Bord Abercrombie & Fitch, Calvin Klein, Tommy Hilfiger sind dabei und wir haben viele andere globalen Namen, aber vor allem aus den Ländern der Europäischen Union. Das ist ein Erfolg. Aber die weltweit größte Supermarktkette ist Walmart. Sie beschäftigen zwei Millionen Menschen und sind die Beschaffungsexperten. Sie wissen, wie man jedes Korn auspresst, um die Kosten zu senken. Sie haben sich geweigert die Vereinbarung zu unterstützen und wollen ihren eigenen Weg gehen, wollen selbst entscheiden, was richtig und falsch ist. Sie sind ein Beispiel für selbstgerechte Bequemlichkeit. Das gleiche mit GAP. GAP präsentiert sich gerne modisch, zeitgenössisch und verantwortungsbewusst. Ich weiß nicht, was bei GAP los ist, aber sie haben sich auch geweigert zu unterschreiben. Sie wollten eine Sondervereinbarung, das haben wir abgelehnt.”

Isabelle Kumar, euronews:
“Die US-Einzelhandelsvereinigung hat ihnen vorgeworfen, ihrer Vereinbarung fehle es und da zitiere ich an “gesundem Menschenverstand”. Was sagen Sie dazu?”

Phillip Jennings:
“Ehrlich gesagt, der gesunde Menschenverstand fehlt hier bei Glenn Murphy, dem Geschäftsführer von GAP und bei den Chefs von Walmart. Der US-Einzelhandlesvereinigung fehlt ein konsequentes Vorgehen. Sie werden von Wallmart und GAP unter Druck gesetzt und dann sagen sie, uns fehlt der gesunde Menschenverstand. Wir reden hier über Leben und Tod. Der gesunde Menschenverstand verlangt das zu tun was wir können. Einzeln, mit Gewerkschaften und der Regierung, um die Qualität des Lebens in Bangladesch zu verbessern. Das ist der gesunde Menschenverstand, aber es ist auch das Gemeinwohl.”

Isabelle Kumar, euronews:
“Sie sprechen über Leben und Tod. Könnte man auch sagen sie waren in den Verhandlungen zu kompromisslos? Wäre es nicht besser gewesen, noch mehr Einzelhändler an Bord zu holen, um die Forderungen durchzusetzen?”

Phillip Jennings:
“Isabelle, wir haben einen breiten Zusammenschluss von Einzelhändlern und bekannte Namen.”

Isabelle Kumar, euronews:
“Aber die Großen, wie Walmart und GAP, sind nicht an Bord …”

Phillip Jennings:
“Einen Moment, haben Sie die Liste der Unternehmen, die dieses Abkommen unterzeichnet haben, gesehen?”

Isabelle Kumar, euronews:
“Ja, das habe ich.”

Phillip Jennings:
“Haben Sie all die Namen gesehen, soll ich sie alle unseren zuschauern vorlesen?”

Isabelle Kumar, euronews:
“Nein, dafür haben wir leider die Zeit nicht.”

Phillip Jennings:
“Ich will bei Ihnen oder den Zuschauern nicht den den Eindruck erwecken, dass es sich hier um eine marginale Veranstaltung handelt und dass es keine kritischen Meinungen gibt. Aber das ist ein Nebenschauplatz. Schauen Sie, die Vertriebsmarken hatten Jahrzehnte lang diese Rechte und wir sind nicht mehr bereit, freiwillige Vereinbarungen zu akzeptieren, die nicht ordnungsgemäß durchsetzbar sind und wo es keine Transparenz gibt. Alles was wir bekommen sind vage Versprechungnen, wie “ja, wir werden die Dinge verbessern.” darum geht es…”

Isabelle Kumar, euronews:
“Wir haben nicht mehr viel Zeit. Noch eine Frage einer Zuschauerin aus Großbritannien:”

“Mein Name ist Tessa Waite und ich komme aus Großbritannien Die EU will mehr zu tun, um die Arbeitsbedingungen in Bangladesch zu verbessern – wird das Versprechen Wirklichkeit werden?”

Isabelle Kumar, euronews:
“Europa ist der wichtigste Handelspartner für Bangladesch und Europa hat angekündigt, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Was wollen Sie tun, um sicherzustellen, dass die EU wirklich handelt?”

Phillip Jennings:
“Das ist doch kalter Kaffee. Die Europäische Union macht Wischiwaschi-Aussagen. Wir müssen mehr tun um verbesserte Arbeitsbedingungen in Bangladesch umzusetzen, das reicht bisher nicht. Ich denke, Herr Barroso, Herr Van Rompuy, und Herr László Andor, der Kommissar für soziale Angelegenheiten, sollten diese Vereinbarung unterstützen. Wir unterstützen damit die Wirtschaft. IndustriALL und UNI Global Union stellt sicher, dass diese Vereinbarung umgesetzt wird. Die Europäische Union muss den Wettlauf nach unten stoppen, und die menschliche Tragödie und deren Folgen die wir gesehn haben, ist ein Ergebnis dieses Wettlaufs nach unten, wo die Arbeiter aus Bangladesch von 38 Dollar im Monat leben müssen.”

Isabelle Kumar, euronews:
“Was sagt ihr Bauchgefühl? Wird es ein Engagement auf EU-Ebene geben?”

Phillip Jennings:
“Ich und der Europäische Gewerkschaftsbund werden alles tun, um garantieren, dass es diese Vereinbarung geben wird. Und die Europäische Union könnte uns noch mehr unterstützen, indem sie den Einzelhandel überzeugt. Immerhin ist er der größte private Arbeitgeber in Europa. Es wäre in ihrem Interesse, wenn die Waren, die sie verkaufen, unter fairen, gerechten und sicheren Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Wenn wir das bei jedem Geschäft umsetzen und die Verbraucher ein gutes Gewissen haben, kann das die Welt des Handels verändern. Am Ende des Tages hilft es den Menschen, die unter unerträglichen Bedingungen arbeiten, ein besseres Leben zu bekommen.”

Isabelle Kumar, euronews:
Phillip Jennings, vielen Dank für ihren Besuch bei I talk.

Mehr dazu: , , , ,

Copyright © 2013 euronews

http://de.euronews.com/2013/05/23/tragoedie-in-bangladesch-wie-reagieren-die-textil-giganten/

Bericht zum Fabrikeinsturz in Bangladesch

Ein vernichtendes Ergebnis

Grobe Fahrlässigkeit ist der Hauptgrund für den Fabrikeinsturz in Bangladesch mit mehr als 1000 Toten. Zu diesem Ergebnis kommt der 400 Seiten starke Bericht der Untersuchungskommission. Die Verantwortlichen sitzen inzwischen in Haft. Ihnen droht eine lebenslange Haftstrafe.

Von Sandra Petersmann, ARD-Hörfunkstudio Südasien

Die von der Regierung eingesetzte Untersuchungskommission empfiehlt lebenslange Haftstrafen für den Besitzer des Unglücksgebäudes und für die Besitzer der Textilfabriken, die im Rana Plaza untergebracht waren. Sie sollen ihre Belegschaften am Unglückstag vor einem Monat zur Arbeit gezwungen haben, obwohl schon am Vortag Risse in dem Hochhaus aufgetaucht waren.

Offizieller Untersuchungsbericht zum tödlichen Fabrikeinsturz
S. Petersmann, ARD Neu Delhi
23.05.2013 16:56 Uhr

Minderwertiges Baumaterial

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Bergungsarbeiten auf dem Gelände des eingestürzten Fabrikgebäudes bei Dhaka

Der Bericht der offiziellen Untersuchungskommission ist 400 Seiten lang und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis. Danach ist der Hauptgrund für die Katastrophe grobe Fahrlässigkeit. Für den Bau des zusammengestürzten Hauses sei extrem minderwertiges Material verwendet worden. Außerdem sei das Bauland nicht für ein mehrgeschossiges Fabrikgebäude geeignet gewesen. Der Besitzer des Rana Plaza, weitere Angehörige seiner Familie, die Fabrikbesitzer und Behördenvertreter, die das Gebäude trotz der Risse angeblich für sicher erklärt hatten, sitzen inzwischen in Haft.

Das Unglück vom 24. April gehört zu den schlimmsten Industrieunfällen der Welt. Durch den Einsturz in einem Vorort von Dhaka waren mehr als 1100 Menschen ums Leben gekommen und fast 2500 verletzt worden.

Ruf nach mehr Sicherheit

Shirts "Made in Bangladesch" auf einem Kleidungsständer

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Ein Großteil der Textilexporte aus Bangladesch geht nach Europa.

Bangladesch ist der zweitgrößte Textilexporteur der Welt. Rund 60 Prozent der Exporte gehen nach Europa. Auf Grund des großen öffentlichen Drucks wollen führende Handelskonzerne der Textilbranche nun für bessere Arbeitsbedingungen bei ihren Zulieferbetrieben sorgen, darunter Aldi, Tchibo, H&M, C&A und Benetton. Auch heute blieben wieder rund 100 Textilfabriken in Bangladesch geschlossen, weil viele Arbeiter weiter für höhere Löhne und mehr Sicherheit streiken.

Amnesty International fordert mehr Rechte für Arbeiter in Bangladesch
nachtmagazin 00:55 Uhr, 24.05.2013, Gabor Halasz, ARD Neu Delhi

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Hauseinsturz in Bangladesch

Mehr als tausend Menschen sterben nach Einsturz eines Gebäudes bei Dhaka

Eingestürztes Gebäude in Dhaka

Knapp drei Wochen nach dem Einsturz eines Gebäudes bei Dhaka haben die Rettungskräfte die Suche nach weiteren Opfern eingestellt. (Foto: dpa)

Dieser Beitrag lief am 23. Mai 2013 um 17:04 Uhr auf InfoRadio.

Stand: 23.05.2013 16:05 Uhr

Italiens Alte sollen Arbeitsplätze räumen

foto: reutes/rossi Es reicht, sagen sich viele Italiener. Eine Demonstrantin Mitte Mai bei Protesten gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Rom. Italien schreibt sich den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit auf die Fahnen und wartet mit ungewöhnlichen Ideen auf Rom – Italiens Jugendarbeitslosigkeit liegt bei etwa 38 Prozent. Im Vergleich zu Griechenland und Spanien ist das geradezu harmlos, denn in den beiden Krisenländern liegt die Quote bei über 55 Prozent. Dennoch gibt es dringlichen Handlungsbedarf, denn nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wird sich die Situation so schnell nicht ändern: Noch im Jahr 2017 wird die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien bei mehr als 50 Prozent liegen, in Italien und Griechenland bei über 30 Prozent, schätzt die Sonderorganisation der Vereinten Nationen.

Die italienische Regierung hat das Thema nun auf seiner Prioritätenliste ganz oben angesiedelt. Zwölf Milliarden Euro will das Kabinett in Rom in den nächsten Jahren locker machen, um die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Geht es nach Arbeitsminister Enrico Giovannini, sollen damit 100.000 Jobs entstehen. Das Ziel ist, die Jugendarbeitslosigkeit um acht Prozentpunkte zu reduzieren. Der große Plan Die Regierung feilt an einem großen Plan, den der sozialdemokratische Premier Enrico Letta beim EU-Gipfeltreffen im Juni vorstellen soll. Sein Ziel ist es, Druck auf die EU für eine Auflockerung der Sparmaßnahmen zugunsten der Jugendbeschäftigung zu machen. Die Regierung denkt an Steuerentlastungen für Unternehmen, die Jugendliche unter 24 Jahren anstellen. Diese Maßnahme soll mit EU-Geldern finanziert werden, lautet Lettas Forderung. Außerdem denkt die Regierung Letta an eine Reform der Arbeitsämter, die sich stärker um arbeitslose Jugendliche kümmern und sie effizienter bei der Suche nach einem Job unterstützen sollen. Arbeitsminister Giovannini wartet aber auch mit ungewöhnlichen Ideen auf. Laut Wall Street Journal will er ältere Arbeitnehmer dazu bewegen, weniger zu arbeiten, um im Gegenzug junge Leute am Arbeitsmarkt unterzubringen. Enrico Giovannini will laut dem Bericht das Konzept des “Generationen-Handschlags” nun mit führenden Gewerkschaften diskutieren. Diese hätten die Idee bisher unterstützt. Der Schwachpunkt an dem Konzept: Neue Jobs werden damit nicht geschaffen. Ein- und Ausstieg Konkret würde das unter dem Namen “Staffetta” firmierende Konzept bedeuten, dass ein Angestellter, der kurz vor der Pension steht, nur noch halb so viel arbeiten soll. Selbstverständlich zum halben Lohn. Ein jüngerer Arbeitnehmer würde dann die andere Hälfte seines Jobs übernehmen. Arbeitgeber würden den jüngeren Mitarbeitern weniger Gehalt zahlen; den älteren Mitarbeitern würde gleichzeitig versprochen, dass ihre Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe gezahlt werden. Diese Beiträge, die sich im Schnitt auf rund 10.000 Euro im Jahr belaufen, müssten allerdings aus der Staatskasse kommen. Expertin Fiorella Kostoris kann der Idee laut Wall Street Journal nicht sehr viel abgewinnen: “Weniger zu arbeiten, damit mehr Leute arbeiten können, bringt uns nicht weiter”, sagt sie der Zeitung. “Damit mehr Leute in Arbeit kommen, müssen wir alle mehr arbeiten.” (rb, derStandard.at, 22.5.2013)

http://derstandard.at/1363711741915/Italiens-Alte-sollen-Arbeitsplaetze-raeumen